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Als ich in Berlin ankam merkte ich schnell, dass der Aal in den meisten Läden nicht aus der Havel, sondern aus italienischer Aquakultur kommt. Ich kenne geräucherten Aal seit meiner Kindheit. Mein Schwager fing die Fische im Fluss, geräuchert wurden sie beim Fleischer und abends gegessen mit Brot. Dazu servierte meine Mutter heißen Schwarztee. Ein Getränk, dass wir immer nur zu fetten Fisch und sonst nie tranken. Es sollte die Verdauung anregen. Schnaps bekamen nur die Erwachsenen. Später kaufte ich Aal im Supermarkt und war enttäuscht. Geschmacklich hatte das nichts mit dem zu tun was ich kannte. Mein Schwager fing keine Aale mehr und dass mit dem Räuchern lassen beim Fleischer hörte sich auch auf.

Mit diesen Erinnerungen und einem Anschlussticket C fuhr ich nach Werder und Potsdam und besuchte drei freundliche Fischer. Alle sagten mir, dass ich zu früh komme. Die Aale bewegen sich nicht um diese Jahrezeit und die Reusen werden demzufolge erst gestellt. Die Saison beginnt gerade erst und daher gibt es zurzeit nur wenig regionale Produkte. Es gab bei jedem Fischer jeweils nur genau eines: beim Fischerhof Kühn geräucherten Karpfen, beim Fischer Berner Aal in Aspik (mit eingefrorenen Aal aus dem Herbst) und beim Fischerhof Weber geräucherten Aal aus ebenfalls im Herbst gefangenen und eingefrorenen Fisch.

In einem Monat wird es bei allen dreien Räucheraal aus der Region geben. Gerüche und Geschmack prägen sich unmittelbarer ein als alle anderen Erinnerungen. Der Räucheraal den ich nun probieren konnte schmeckte so wie der aus meiner Kindheit – und ganz anders als das tranige Trauerspiel aus dem Supermarkt. Regionales Handwerk bewahrt die Esskultur. Wer glaubt geräucherten Aal nicht zu mögen sollte dem vom Fischer eine Chance geben.

Fischerhof Kühn
Am Plessower See 84, 14542 Werder (Havel)
www.fischerhof-kuehn.de

Fischer Berner
Phöbener Chaussee 5A, 14542 Werder (Havel)
www.raeucherfisch-werder.de

Fischerhof Weber
Große Fischerstraße 12, 14467 Potsdam
www.fischerhofpotsdam.de

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Das Milliardenunternehmen aus den Vereinigten Staaten gilt als die beste große Burger Kette und verkauft sein Fast Food seit wenigen Monaten auch in Berlin. Es gibt Hamburger, Cheeseburger und Bacon Burger sowie 15 zusätzliche Toppings, die man nach eigenen Wünschen ohne Aufpreis in jeder beliebigen Kombination dazubestellen kann. In Amerika gibt es eigene Secret Menus wo man bestimmte Topping Kombinationen mit nur einem Worten bestellen kann. (Barack Obamas Wahl: Tomate, Salat, Jalapeno und Senf ist dann zB „The Presidental“).

Der Burger Laden unterscheidet sich in etlichen Punkten von der Fast Food Konkurrenz: Es ist sehr laut („Born in the USA“ schrillt aus den Boxen), es ist alles frisch und nichts tiefgefroren, die Burger sind häßlich aber von hoher Qualität (erinnert an diesen Laden) und die Pommes (in Erdnussöl frittiert) sind mit Abstand die besten die ich je in einer Kette bekommen habe. Wir bestellen Cheeseburger (9,45€), Bacon Cheese Burger (9,95€), große Pommes (5,95€) einen Milkshake (5,95€) und ein Getränk nach Wahl (3,40€). Teurer als in jeder anderen Kette ist es hier auch. Die wenig nachhaltig in Alu eingewickelten Burger gesellen sich in der Papiertüte zu der gigantischen Portion Pommes. Die Burger baden quasi in den unglaublich köstlichen Kartoffelschnitzen.

Das Bun ist sehr dicht, ei-lastig, wenig fluffig und eher kompakt. Der Patty knusprig gebraten, heiß und schön mit dem Käse verbunden. Sehr amerikanisch, sehr kräftig, sehr greasy. Hat nichts mit den schicken instagram-tauglichen Burgern der angesagten Läden zu tun. Es ist eindeutig Fast Food, aber auf geschmacklich viel höheren Niveau. Weiche Komfort Food – unkompliziert und geil. Der Milkshake ist unfassbar süß (auch hier kann man alle Geschmäcker wild kombinieren) und vor lauter Süße ist die gewählte Geschmackskomponete Salzkaramell und Schokolde kaum zu erkennen. Das nächste Mal nehme ich Bacon – auch diesen Geschmack gibt es für den Milkshake. Die Softgetränke werden selbst gezapft und man kann sich dort richtig austoben. Cola Zero Himbeer zB um den Zuckerschock des Milkshakes nicht weiter zu fördern.

Five Guys Berlin
Hedwig-Wachenheim-Straße 12, 10243 Berlin
https://www.fiveguys.de/
Telefon: 030 28702070

Öffnungszeiten:
Mo-Do: 11:00-23:00
Fr&Sa: 11:00-0:00
So: 12:00-22:00

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Wer vom Prenzlauer Berger Wohnungsmarkt geknechtet nach Weißensee flüchtet muss nicht auf stylische Cafés verzichten. Im Kreuzkölln wäre so eine Lokal eines von vielen, aber in Weißensee sind die Flat White & Avocado Toast Lokale noch die Ausnahme. Eine kleine Frühstücksauswahl gibt es täglich (zum Beispiel erdnussbutterreichen und mit frischen Beeren garnierten French Toast / Arme Ritter 5,50€), aber die große Frühstückskarte wird am Wochenende gekocht. Da bekommt man den schon erwähnten Avocado Toast (6€) auf Wunsch mit wunderbar knusprigen Bacon (+1€) und mit auf den Punkt pochiertem Ei (+1,50€) oder aber Buttermilch-Pfannkuchen mit selbstgemachtem Beerenkompott, Nüssen und sauer-sahnigen Joghurt (6€). Die Preise sind etwas freundlicher als anderswo in der Stadt – die Speisen aber so gut und instagram-tauglich wie in den beliebstesten Läden.

Für den Wochendend Brunch sollte man auf jeden Fall reservieren und dann trotzdem mit langen Wartezeiten rechnen – unter der Woche ist es ruhiger. Neben Frühstück sowie Kaffee und (russischen) Kuchen gibt es da auch einen Mittagstisch. Der ist phantastisch gekocht, macht aber mit seinen mittelgroßen Portionen nicht jeden satt. Wer wirklich hungrig ist schafft problemlos eine liebevoll zubereitete Blumenkohl-Lauch-Suppe (mit herausragend guten Lauchöl) und gleich danach einen mit Ei und Frühlingszwiebel gefüllten herzhaften Kuchen samt Salatbeilage (5,50€). Der Salat ist knackfrisch und vielseitig, dafür aber nicht richtig abgemacht sondern nur oben mit Dressing beträufelt. Das lässt sich sicher leicht beheben. Von Kleinigkeiten abgesehen eine großartige, konkurrenzlose Perle in Weißensee.

Babuschka in der alten Fischräucherei
Behaimstraße 32, 13086 Berlin
www.babuschka.xyz/
Telefon: 030 55656003

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 09:00 – 18:00
Sa&So: 10:00 – 16:00

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Wir sind ins Le Faubourg zum Mittagessen eingeladen worden. Im Sofitel Kurfürstendamm beheimatet bietet das französische Restaurant neben einer schicken Abendkarte nämlich täglich, außer Sonntag, auch einen Lunch. Das dreigängige Menü kostet inklusive Wasser und Kaffee 25€, was – soviel sei vorab schon verraten – ein phantastisch gutes Angebot ist. Das Le Faubourg ist ein klassisches Businesslokal. Vom abgerockten Charme Berlins merkt man hier nix. Dunkle, edle Farben – warmes Licht. Ein kulinarischer Rückzugsort im hektischen, alten Westberlin. Fein eingedeckt wirkt das Besteck wie Omas bestes Tafelsilber. Wunderbar zufällig sitzt eine Gruppe Franzosen am Nachbartisch und unterstreicht das frankophile Luncherlebnis.

Wir wählen zwei verschiedene Vorspeisen: einmal Loup de Mer (Wolfsbarsch), Kürbis, Feige, Nuss und einmal Rote Bete, Cassis, Schafsjoghurt, Buchweizen. Das Joghurt muss dringend zusammen mit der Bete gegessen werden. Allein probiert zu säuerlich ist es mit der Bete ein knalliges Duo. Der gepoppte Buchweizen gibt dem Grundgerüst einen vielschichtigen Röstmoment. Was für eine phantastisch geschmeidige rote Bete! Überhaupt nicht typisch dunkel im Geschmack, eher zart, fast samtig, und vor allem frisch, wunderbar! Beim kühlen Fisch begeistert mich vor allem die Textur: nicht zu weich, nicht zu hart und wunderbar angenehm auf der Zunge. Ein europäisches Sashimi. Der Kürbis kommt als Creme sowie als Kompott daher, die Feige bringt eine stramme Süße mit und feine Dillspitzen runden das Gericht ab.

Die Lammschulter als Hauptgang ist ein Volltreffer auf unserer Mittagskarte. Sous vide gegart zieht sie einem die Gourmetschuhe aus. Vollmundig, zart, saftig. Besser gehts nicht. Die Beilagen sind wie alles gut gemacht aber mir persönlich sagt der nordafrikanische Kichererbsen, Paprika Mix nicht zu. Da ist das Risotto zur Kalbshaxe viel eher nach meinem Geschmack. Könnte ich meinen Gang selber zusammenstellen, wären Lammschulter mit Risotto die Topwahl. Was nicht heißt, dass die Haxe schlecht ist, sie ist nur eben nicht ganz so vielsagend wie das Lamm. Die Gremolata (ich meine Minze zu schmecken) ist nicht klassisch, passt aber zu der Haxe. Der Spinat zeigt sich hier als Blatt und ist noch etwas knackig, was dem wohl schwersten Gericht vom Lunch eine gute Frische verleiht.

Als Dessert wird Bûche de Noel als Gefrorenes interpretiert. Üblicherweise ist es ein traditioneller, französischer Weihnachtskuchen. Sehr schokoladig und mit fruchtiger Orangennote. Das leuchtende Vanilletörtchen beim zweiten Dessert (Vanille, Zitrone, Kürbis) ist feinste Patisserie. Cremig in der Textur und frisch durch die Zitrone bekommt das Gericht durch das knackig gebackene, zuckersüße Macaron einen Kontrapunkt. Die Küche arbeitet durchgehend auch beim vergleichsweise günstigen Mitttagsmenu viel mit verschiedenen Texturen und jedes Gericht ist durchdacht. Feine Säure rundet alle Speisen fantastisch ab. Eine absolute Lunchempfehlung!

Dieser Beitrag ist ein sponsored post. Das ist für die Einladenden ein wenig ein Risiko, denn sie haben keinen Einfluss auf den Inhalt. So bleibt was ich schreibe zu hundert Prozent unabhängig und authentisch.

Le Faubourg
Augsburger Straße 41, 10789 Berlin
Telefon: 030 8009997700
lefaubourg.berlin

Öffnungszeiten:
Mo-Sa: 12:00 – 15:00
und täglich: 18:00 – 0:00

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Das Vox Restaurant im Grand Hyatt hat uns eingeladen die neue Speisekarte auszuprobieren und ohne genau zu wissen was auf uns zukommt, saßen wir schließlich im Restaurant eines Fünf-Sterne-Hotels und bekamen ein 10-gängiges Degustationsmenu serviert. Was für gute Hotelbars gilt, trifft auch auf deren Restaurants zu. In internationalen Hotels essen und trinken zu gehen hat einen besonderen Charakter. Plötzlich ist man in einer Art globalen Transit Zone, wo auf die unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse der aus aller Welt stammenden Gäste im gleichen Maße eingegangen wird. Das Vox Restaurant könnte genau so auch in Dubai, Manila oder Toronto stehen. Man verlässt am Potsdamer Platz Berlin und macht für einen Abend Urlaub in der großen Welt der internationalen Gastronomie.

Vor zwanzig Jahren mit dem damals noch recht neuen Konzept einer vom Gastraum einsehbaren Küche eröffnet, hatte das Vox Restaurant die Idee die damalige Eröffnungskarte zum Jubiläum nachzukochen schnell verworfen. Stattdessen gibt es eine thematische Neuausrichtung. Schweine-und Rindfleisch kommt aus dem Berliner Umland: Havelländer Apfel- und Sattelschweine, Rinder aus LPG Produktion in Brodowin, Sessionware vom Jäger. Auf normalen Zucker wird verzichtet – Birkenzucker, Kokosblütenzucker und Agavensirup sind der Ersatz. Das Vox Restaurant serviert neben den schon fest etabliertem Sushi (von japanischen Sushi-Meistern zubereitet) moderne asiatische Speisen. Alle diese Speisen sind – wie man bei Preisen von 25-40€ pro Hauptgang auch erwarten darf – auf hohem Niveau. Trotzdem sticht einiges heraus: Der Thunfisch, von Leine gefangen vor Sri Lanka, ist von einer Qualität die ich in Europa noch nie bekommen habe. Die Ponzu Hollandaise ist so toll, dass man sie eigentlich überall dabei haben möchte und die 10jährige Kamebishi Soyasauce ist auf eine so elegante Weise dicht und balanciert, dass man am liebsten den ganzen Abend den Finger reintippen und ablecken mag. Wer Edamame (Sojabohnen) mag, sollte zusehen dass er sich genau diese hier bestellt. Warm kommen sie aus dem Dampfkorb und sind berieben mit frischem Rettich und kleinen, schneeflockenfeinen Salzkristallen. Hervorragend gut! Das Fleisch ist durchweg auf den Punkt gegart, die Teller stets vorgewärmt, die Beilagen frisch, die Saucen von unfassbar cremiger Textur, der Service ist eine Freude und in der offenen Küche wird professionell geschäftig gearbeitet. Ein wunderbares Setting.

Einige Dinge gibt es so noch nicht auf der Speisekarte und sie waren mehr ein Ausblick auf in Zukunft Geplantes. Dry Aged Zebu Rind aus Zossen, südlich von Berlin, erinnert an bekanntes Rind, schmeckt aber doch ganz anders. Noch ist es nicht auf der Karte, aber im Rahmen eines Nose-to-Tail Events soll es nächstes Jahr vefügbar sein. Noch ein Wort zum Dessert: Baba au Sake. Das Küchlein kommt tradiotionell aus dem Neapolitanischem und ist ein kleines, helles Küchlein, was im Anschluss ans Backen über mehrere Stunden in Läuterzucker eingelegt wird. Die Franzosen geben noch gerne Rum dazu – in Frankreich ist dies ein klassisches Dessert. Im VOX Restaurant übersetzt man das ganze Gericht passend zur Karte mit Sake. Ein gelungener kleiner Begleiter zu dem köstlich, cremigen Eis. Als direkte Empfehlung zur neuen Speisekarte kann ich folgende Tipps geben: Ganz im Zeichen von „Esst mehr Avocado“ steht Crunchy King Crab. Die Avocadocreme ist cremig und außerordentlich. Frisch und besonders ist dieser Teller und deshalb eine Empfehlung. Genauso wie das Black Pepper Beef mit Pomelo. Der kräftige Einsatz von Pfeffer (man muss es asiatisch scharf mögen bei diesem Gericht) ist kombiniert mit der herb-fruchtig aromatischen Säure der Pomelo herausragend gut. Ansonsten sollte man alles bestellen wozu es diese schon erwähnte Ponzu Hollandaise gibt. Oder sich ein Schälchen extra auf den Tisch stellen lassen.

Dieser Beitrag ist ein sponsored post. Das ist für die Einladenden ein wenig ein Risiko, denn sie haben keinen Einfluss auf den Inhalt. So bleibt was ich schreibe zu hundert Prozent unabhängig und authentisch.

Vox Restaurant & Bar
Marlene-Dietrich-Platz 2, 10785 Berlin
www.vox-restaurant.de
Telefon: 030 25531772

Öffnungszeiten:
So-Do: 18:30 – 22:30
Fr&Sa: 18:30 – 23:00

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Ein guter Koch macht gute Burger aus besten Zutaten. Der britisch-österreichische Chef mischt gleich zu Beginn bei den großen der Berliner Burger Szene mit. Zwei Rindfleischburger stehen auf der Karte und treten gegeneinander an: erstens der Beef Burger mit Senf Mayo, Wildkräuter Ketchup, Pickles und Tomate (7,50€) und zweitens der etwas teurere Dry Aged Beef Burger mit Zwiebel-Salbei-Marmelade, Wildkräuter, Pickles und Tomate (9,50€). Chicken Tikka und Lamm Feta Burger kann man hier auch bestellen, aber mein Fokus liegt auf den Klassikern und der Frage, ob denn nun das Dry Aged Beef Upgrade einen merkbaren Unterschied macht.

Und wie es das tut! Der Beef Burger ist gut, aber der Dry Aged Burger spielt auf einem ganz anderen Level. Was für ein Burger! Das phantastisch saftige, perfekt gebratene, grob gewolfte Burgerfleisch schmeckt frisch, satt, aromatisch und ausgewogen. Das Bun ist von ebenso guter Qualität: Dicht, buttrig, glänzend wie Apfelbacken. Und auch die Zwiebelmarmelade fügt sich wunderbar dazu. Die zwei Münzen mehr lohnen sich. Der Dry Aged Burger ist die deutlich bessere Wahl! Dazu passt gar wunderbar der britische Old Rosie Lieblings-Cider vom Chef. Ein naturtrüber, halbtrockener Apfelwein mit ordentlich Bums (7,3 Umdrehungen).

Pound & Pence
Arminusmarkthalle – Arminiusstraße 2-4, 10551 Berlin
https://www.facebook.com/POUNDandPENCEberlin
Telefon: 0176 84889969

Öffnungszeiten:
Mo-Sa:12:00 – 21:00

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Am Martintstag esse ich die beste Gans Berlins in Grunewald. Ein Gänsebraten ist eine gartechnische Herausforderung. Das Fleisch soll zart und saftig sein, die Haut kross wie eine Salzstange (aber nicht hart), das Fett unter der Haut geschmolzen. Der Chef im Laden ist gelernter Maschinenbauer und er geht die Gänsebraterei mit höchter technischer Präzession an. Im Ganzen und ohne Niedrigtemperatur gegart ist das Ergebnis auf den Punkt. Etliche Details (Flügel werden vor dem Braten gekürzt und bohren sich nicht in das Fleisch, Feinheiten beim Tranchieren, usw.) machen gemeinsam mit langjähriger Erfahrung die Gans zum Aushängeschild dieses Restaurants. Der Grünkohl ist glänzend dicht, deftig, aber auch weich und balanciert. Wie von der Oma hausgemacht, die den Kohl ein zweites Mal aufwärmt um den Geschmack zu verbessern. Das Rotkraut ist säuerlich-süß, kräftig gewürzt, die Klöße sind klein, weich und geschmeidig. Bratensaft ist reichlich vorhanden und wird in einer extra Sauciere serviert.

Die Gänsebrust mit allen Beilagen kostet 28,50€, die Keule ist die etwas kleiner Portion und um zwei Euro günstiger. Direkt an der S-Bahn Station Grunewald gelegen ist das Restaurant ein gut geführtes rustikales Gasthaus, mit offenen Kamin, massiven Holtischen und einem Biergarten im Sommer. Zuhause angekommen sehe ich, dass der Verschlußzeitenregler meiner Kamera auf 1/4000 gestellt ist und nun die Pracht der Gans komplett unterbelichtet im Dunkeln liegt. Ein Photo kann ich retten, den Rest müsst ihr mir ohne Bilder glauben. Zumindest bist zu meinem nächsten Besuch. Dann gibt es ein Update. Gänsebraten gibt es hier von nun an durchgehend bis Ende Januar. Ich kenne in Berlin keinen besseren.

Restaurant Scheune
Eichkampstraße 155, 14055 Berlin
www.scheune-restaurant.de
Telefon: 030 8924903

Öffnungszeiten:
täglich von 11:00 – 0:00

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Das Ehepaar Weiss aus dem Schwabenland führt in familiärer Atmosphäre ein gehobenes Restaurant in Charlottenburg. Anderthalb Räume in hellen, zurückhaltend-bürgerlichen Design. Ewald Weiss kocht, die Chefin ist im Service. Wir wurden eingeladen. Normalerweise kostet das 5-Gänge Menü mit Weinbegleitung, Wasser und Kaffee 69€ pro Person. In etwa die Hälfte zahlt man anderswo alleine für den guten Wein und so ist das Menü tatsächlich sehr fair kalkuliert. Das Restaurant hat keine Ambitionen in den Sternebereich vorzudringen. Trotzdem gibt es weiße Stofftischdecken, ordentliches Besteck und gute Gläser. 150 Weine stehen zur Auswahl, der Schwerpunkt liegt bei Deutschland.

Der Gruß aus der Küche ist eine kleine, feine, lauwarme Kürbisquicheecke (was für ein Wort, gleich nochmal lesen). Herbstlich nussige Noten, einfach und gut. Dazu gibt es Schaumwein aus hell gekelterten Rotweintrauben. Der erste Entengang ist eine Borschtsch Variation. Weniger rot und weniger dicht als ich ihn kenne und vor allem mit Ente. Statt klassischen Sauerkraut gibt es Spitzkohl und die Entengrieben krönen den Schmand. Dazu Grauburgunder. Wer bisher noch keine Entenherzen gegessen hat, sollte über seine Fehler nachdenken. Was für ein Genuss! Fest im Biss ohne im Mund mehr zu werden, fein gewürzt, leuchtend glasiert, ein kulinarisches Knallbonbon. Auch wenn der Kabeljau dazu gut gegart war – ein Gang nur mit Entenherzen wäre mir lieber gewesen. Der Weißburgunder ist mein Weinhighlight des Abends.

Dananch kommt die klassiche Ente und der Wechsel von Weiß- auf Rotwein. Schon etwas betrunken erzähle ich, dass ich zur Ente immer am liebsten Madiran trinke und tröste mich mit Lemberger. Rotkraut, Orangensauce und Kartoffelkloß. Alles solide, nur der Kloß ein wenig klein und fast schon zu fein für das deftige Gericht. Die Zwetschgen zum Dessert werden lauwarm eingekocht, mit feiner Zimtnote serviert. Zwetschge und Zimt geht einfach immer, sie führen eine gute Ehe. Dazu wird ein Walnuß-Krokant-Parfait gereicht was eben genau das ist, was es ist. Nussig, krokantig und elegant zur Zimtzwetschge. Halbtrockener Sauvignon Blanc begleitet den Abschluss.

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Restaurant Weiss
Leibnizstraße 31, 10625 Berlin
Telefon: 030 31804850
http://www.restaurantweiss.de

Öffnungszeiten:
Mo-Sa: 18:00–23:30

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Ô Canada…, Pommes wie man sie noch nie gegessen hat. Rustikal kommen sie daher, denn man sieht noch die Schale. Mit den knusprigen belgischen Brüdern haben sie wenig zu tun. Es ist ein ganz anderes Gericht. Der reichhaltige Snack erinnert vielmehr an ein Soulfood Mashup. Der französisch weiche Klang „Poutine“ (Québécois Slang für Mischmasch) fühlt sich in Verbindung mit dem saucenreichen Look gemütlich an. Die Pommes sind die Basis und sie werden mit Cheese Curds gekrönt, einen besonderen Käse, den man hierzulande kaum bekommt und welcher für den Chef extra in der Uckermarkt hergestellt wird. Der quietschige Käse erinnert an Halloumi, hat einen neutralen milchig-salzigen Geschmack und definiert sich in erster Linie durch seine Konsistenz.

Da hilft das dritte Feelgoodelement, eine braune Bratensauce, die, wenn ich mich richtig erinnere, sogar vegatarisch ist. Das Gericht kommt traditionell aus Kanada, genauer aus Quebec und ist so in dieser Form ausschließlich hier in der Arminius Markthalle zu bekommen. Inzwischen wohl bekannt in der kanadischen Community gilt die Poutine Kitchen als authentischer Imbiss Spot in Berlin. Hier, so sagen die die es wissen müssen, schmeckt es wie in Quebec. Dazu kann man sich kanadische Getränke holen, die sonst eher selten in Berlin zu finden sind. Ein Moosehead Radler Watermelon (4€) passt sonderbarerweise ziemlich gut zu dem kleinen Sonntagsbratengefühl in der Papierschale. Werktags zwischen 17:00 und 19:00 bekommt man als AfterWork Special zwei Poutines und einen großen Krug Bier (1,89l) für 15€.

The Poutine Kitchen
Arminusmarkthalle – Arminiusstraße 2-4, 10551 Berlin
www.thepoutinekitchen.de
Telefon: 0177 7811419

Öffnungszeiten:
Mo-Mi :12:00 – 21:00
Do-Sa: 12:00 – 22:00

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Tatsächlich habe ich noch ein weiteres Avocado Toast & Flat White Café in Neukölln gefunden und das Brot kommt hier wie überall von der wunderbaren Bread Station. Ein paar Dinge sind in diesem Café aber anders: erstens ist der Kaffee nicht sauer, zweitens sind alle Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft und drittes sind das wahre Highlight die Pancakes (7,50€). Diese sind die fluffigsten die ich je in Berlin gegessen habe und auch wenn mir die Butter und Vanillesauceorgie im Cabslam besonders zusagt, sind – betrachtet man den reinen Pancake an sich – diese hier sogar noch ein wenig besser. Serviert werden sie mit Ahornsirup, warmen Beeren, frischer Minze, gezuckerter Quarkcreme und Granola (Knuspermüsli).

Der Avoado Hummus Toast (5,90€) ist gut, aber für meinen Geschmack zu brotlastig. Ein kräftiger Schuss Olivenöl würde Abhilfe schaffen. Für 1,50€ bekommt man ein pochiertes Ei und für 2,20€ schön salzigen, beim Servieren schon etwas kalten, gebratenen Speck dazu. Der Kaffee, RebelDía vom Café Libertad Kollektiv aus Hamburg, schmeckt klassisch kräftig, aber trotzdem fruchtig. Eine helle Röstung, die trotzdem nicht überdosiert sauer daherkommt (oftmals liegt der typisch saure Third Wave Geschmack gar nicht allein an der Röstung, sondern an der Zubereitung aus viel Kaffee mit wenig Wasser). Vor allem mit Milch als Flat White (3,10€) schmeckt mir dieser intensive Kaffee besonders gut.

dots
Weserstraße 191, 12045 Berlin
ilovedots.de
Telefon: 030 62725131

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 08:30 – 18:00
Sa&So: 09:30 – 19:00

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