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Die ersten Wochen meines PADI Divemaster Trainings in Tofo waren überwältigend: Täglich überlegte ich, einfach alles hinzuschmeißen und einen richtigen Urlaub zu machen anstatt bei 35 Grad im Schatten schwere Tauchausrüstung durch die Gegend zu schleppen und mit Zwanzigjährigen so zu tun als könnte ich nochmal ganz von vorn anfangen. Trotzdem hielt mich etwas zurück und wollte kämpfen. Schließlich haben schon so viele vor mir ein Divemaster Training geschafft. Warum sollte ich das nicht auch, schließlich kann man überall tauchen, wenn man in Tofo getaucht ist.

Gleich am ersten Tag nach meiner Ankunft startete ich meinen EFR – das ist eine Abkürzung für den Emergency First Response Kurse – und Rescue Diver Kurs bei PERI PERI Divers in Tofo und fühlte mich an die ersten Tage bei einem neuen Job erinnert. Du kennst niemanden und hast das Gefühl, dass du niemals alles lernen wirst. Resigniert war ich davon überzeugt, dass mein Chef mich jeden Tag rausschmeißen würde. Ich konnte mir nichts merken, fand die rauen Bedingungen im Meer vor Tofo mehr als herrausfordernd und meine Muskeln schmerzten an Orten, an denen ich keine Muskeln vermutet hatte.

Eine Ausbildung als Divemaster ist kein Zuckerschlecken und vom ersten Tag wurde erwartet, dass ich ordentlich mit anpacke: Tanks schleppen, Equipment vorbereiten, Kunden empfangen, das Auto und später das Boot beladen und das Boot dann auch mit eigener Kraft aufs Meer zu ziehen.

Ziemlich schnell bekam ich mit, dass die nächsten drei Monate anstrengender und intensiver werden würden als ich gedacht hatte. Ein bisschen Recherche in Vorfeld hätten mir sicher gut getan. Aber ich wollte unbedingt einfach weg aus Deutschland und endlich am Meer leben und etwas Sinnvolles mit meinem Leben anstellen. Jeden Abend fiel ich gegen 20 Uhr erschöpft ins Bett, nachdem ich den ganzen Tag entweder auf einem Boot, im Tauchshop oder beim Studieren der Theorie verbracht hatten.

Ich googelte sogar, ob es möglich ist, die Ausbildung nicht zu bestehen. Der PADI Divemaster Kurs war einfach mörderhart. Es gab viel zu lernen und die lange Liste an Skills schüchterte mich mächtig ein. Trotzdem war ich fokussiert, meine Ausbildung unbedingt durchzuziehen. Schließlich hatte ich jahrelang davon geträumt, meinen Divemaster in Mosambik zu machen.

Was mir half war das PERI PERI Team um Steve und Martina Counsel, einem englisch-slowakischen Paar, das den Tauchshop mit viel Leidenschaft und Enthusiasmus leitet. Während meines ersten Monats in Tofo befand sich Steve im Urlaub, und die anderen im Tauchshop feilten kräftig an der Legendenbildung. “Wenn Steve wieder da ist, dann kannst du dir nicht leisten, morgens zu spät zu kommen,” und “Steve kann vier Zylinder auf einmal tragen,” wurde mir ehrfurchtsvoll zugeflüstert. Ich stellte mir einen gigantischen grünen Hulk vor, der mir lange vor dem Kennenlernen Angst machte.

Als Steve schließlich aus seinem wohlverdienten Urlaub zurück kam, war ich positiv überrascht. Ein riesiger englischer Fußball-Hooligan mit dem Herz am richtigen Fleck, der von seiner Frau Martinia ordentlich in Schach gehalten wird. Er kümmerte sich fürsorglich um sein wundervolles Team, und die Tauchlehrer, Divemaster und Skipper blickten fast väterlich auf ihn hoch. Diese familiäre Atamosphäre fühlte sich richtig an und meine anfänglichen Startschwierigkeiten waren im Nu vergessen.

Die unglaubliche Megafauna im Indischen Ozean vor Tofo taten ihr Übriges: Fast täglich schauen Walhaie, Mantas, Buckelwale, Delfine und Schildkröten in Tofo vorbei und versetzten selsbt langjährige Taucher in Verzücken.

Ich verliebte mich in die dörfliche Atmosphäre Tofos, wo jeder jeder kennt und man sich jeden Tag mehrmals über den Weg läuft und fühlte ein wohliges Gefühl von Zuhause, das ich selten in meinem Herzen verspüre.

Am Ende der ersten Woche hatte ich mehrmals das Leben meines deutschen Tauchlehrers Jan gerettet und bestand meinen EFR und Rescue Diver Kurs. Von da aus ging das Abenteuer erst richtig los.

Divemaster Theorie und Prüfungen


Die Theorie eines Divemaster Kurses lässt sich in zwei Kategorien splitten: Kapitel 1 – 7 im Divemaster Manual sind eine Einführung in die Arbeit des Divemasters. Es geht darum, sich seiner Verantwortung bewusst zu sein, um Sicherheit und Risikomanangement und es wird immer wieder betont, dass ich als Tauchlehrer bessere Chancen hätte, einen Job zu finden. Unter vorgehaltener Hand nennt man PADI auch “Put Another Dollar In”. 

Jedes Kapitel endet mit einer Knowledge Review, also einem kleinen Test, der dein Wissen aus dem vorangegangenen Kapitel abfragt. Danach ging ich das Kapitel mit meinem Tauchlehrer Jan durch, der mir besonders bei den Physikfragen noch mal alles von vorne erklären musste. Jan ist ein ruhiger Norddeutscher mit der typisch norddeutsch stoischen Ruhe und einer Engelsgeduld. Ohne ihn hätte ich es wahrscheinlich nie zum Divemaster geschafft.

Nach den ersten sieben Kapiteln musste ich einen Test bestehend aus 60 Multiple Choice Fragen schreiben. PADIs Trickfragen dabei liebte ich besonders. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie wollen einen bewusst hinters Licht führen.

Kapitel acht und neun fragen zu technischen und physikalischen Umständen beim Tauchen ab. Hardcore für mich. Ich musste an meine Physiklehrerin Frau Maiwald aus der neunten Klasse denken, die mich einmal ihr “technisches Embryo” nannte. Physik aus Büchern in staubtrockenenen und nie enden wollenden Sätzen erklärt, empfand ich immer sehr schwierig zu begreifen und beim PADI Divemaster Training stellte ich fest, dass sich bestimmte Dinge niemals ändern. Der arme Jan erklärte mir zig mal aufs Neue, wie sich der Druckausgleich unter Wasser auf den Körper auswirkt, was das Haldanean Model ist und wie man einen Zylinder wartet.

Ich bewunderte seine Geduld und Ausdauer. Norddeutsche sind eben aus einem anderen Holz geschnitzt.

Divemaster Training lehrt am Ball zu bleiben


Ich bin aus einem bestimmten Grund nach Tofo gekommen: Ich wollte endlich mein altes Leben hinter mir lassen und herausfinden, was ich mit dem Rest davon anstellen will.

Ich hatte es leid, herumzudriften. Von einem Ort zum nächsten zu reisen, ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Ebenso hatte ich es aber auch leid, in Deutschland in grauen Büros mit noch graueren Chefs eintönige Routinearbeiten zu lösen, die sich anfühlten als würde ich nur meine Zeit absitzen. Ich wollte endlich einmal intensiv leben.

Ich habe schon so viel ausprobiert und irgendwann immer mehr Angst vor der eigenen Courage bekommen. Angst davor, dass ich zu viel will. Angst, dass es das, was ich suche, vielleicht gar nicht gibt. Angst, den Erwartungen der anderen nicht gerecht zu werden. Angst, irgendwann einmal ganz allein und arm da zu stehen.

Alles ist möglich


Nach vier Monaten sind die Ängste kleiner und die Träume größer geworden. Ich habe wieder angefangen zu träumen. Mit fast 37. Angefangen, Dinge für möglich zu halten, die mein Herz schon lange unterdrückt hat. In den letzten Jahren war bei mir eher persönlicher und beruflicher Stillstand angesagt. Ich tat das, was man eben so erwartet von einer Frau Ende dreißig und war todunglücklich dabei. Wohnung, Karriere, Partnerschaft – das Übliche eben.

Jetzt lebe ich ein Leben im Einklang mit mir und öffne mich langsam wieder den Angeboten, die da draußen auf mich warten. Ich spüre jeden Tag den warmen Meereswind auf meiner Haut. Tauche mit der faszinierendsten Unterwasserwelt dieser Erde und arbeite in einem Team, dass mir die wahre Bedeutung von Teamgeist gezeigt hat.

So manches Mal musste ich schon an Steve Jobs und seine berühmte Rede vor Studenten auf einem Abschlussball denken, als er leidenschaftlich appelierte:

“Don’t stop looking. As with all matters with the heart, you know when you find it.”

Endlich macht seine Aussage Sinn und ich weiß, wo es für mich hingeht. Ich will in der Natur arbeiten, mit Menschen und viel Bewegung. Weg von grauen Büros und uninspirierten Menschen, die ihre Ängste auf andere überstülpen und damit ersticken.

Und das Divemaster Training hat mir das Selbstvertrauen zurückgegeben, dass ich lange gesucht habe: Alles ist möglich, mit einem Ziel vor Augen. Vielen Dank PERI PERI und Tofo.

Und nein Leute, ich wurde nicht gesponsert oder sonst irgendwas.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

Der Beitrag Darum war mein Divemaster Kurs in Tofo die beste Entscheidung erschien zuerst auf Happybackpacker.

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Mit Walhaien schwimmen. Check. Am Horizont Dutzende Mantarochen aus dem Wasser hüpfen sehen. Check. Jede Menge weißer Sandstrand ohne Menschen. Check. Mosambik ist das perfekte Urlaubsland für Leute, denen Thailand oder Australien mittlerweile zu überlaufen ist. In einem unbekannten Land ist Tofo Beach noch unbekannter, und dafür umso schöner! Mein Artikel erklärt, warum Tofo in Mosambik noch ein echter Geheimtipp in Afrika ist.

Bali, Australien, Thailand, Griechenland in der Sommerzeit: Egal, wo ich hinreiste, war ich mehr als einmal enttäuscht, dass ich mir die wunderschöne Natur mit unzähligen Menschen teilen musste.

Ich mag keine Menschenansammlungen. Ich mag es auch nicht, wenn ich auf Tauchgängen mehr Taucher sehe als Fische. Oder wenn ich mich beim Surfen im Lineup mit Hunderten anderen Surfern um eine Welle streiten muss. Ich liebe das einfache Leben.

Seit Jahren habe ich unter vorgehaltener Hand von einigen Hardcore Afrika-Fans von diesem Paradies namens Tofo Beach gehört, und seit Jahren zog es mich wie von unsichtbarer Hand gezogen genau dorthin.

Das winzig kleine Dörfchen am Indischen Ozean ist ein außer bei Südafrikanern noch unbekanntes Reiseziel. Es ist ziemlich schwer dorthin zu gelangen und die Visumssituation ist ein teurer Alptraum.

Genau deswegen gilt Tofo als die wohl geheimste Strandoase Afrikas. Ein Geheimtipp unter Tauchern und Surfern: Das Dorf am Indischen Ozean bietet Weltklasse-Wellen und einzigartige Unterwasserwelt.

Die Einheimischen sind unglaublich entspannt und gastfreundlich. Sie lachen viel und gerne, obwohl sie nicht viel haben. An den meisten Tagen teilst du dir Wellen mit ein paar Delfinen und beim Schnorcheln gibt es fast so etwas wie eine Garantie, riesigen Walhaien und Mantas über den Weg zu schwimmen. Im Ort stehen weder Bankautomaten noch tönt der Straßenverkehr; keine geteerten Straßen sondern nur ein paar Sandpfade.

Ich habe lange überlegt, dieses Juwel preiszugeben, da ich mir sicher bin, dass Tofo sich in den nächsten Jahren ändern wird, so wie alle wunderbaren Geheimtipps, denen man wünscht, länger unter dem Radar zu bleiben, um nur ein paar Eingeweihte anzuziehen. Aber Entwicklung lässt sich wohl nicht aufhalten.

Also beeile dich mit deinem Besuch hier. Mein neues Zuhause am Tofo Beach wird nicht ewig so paradiesisch bleiben. Du brauchst noch weitere Gründe für deinen Besuch? Nichts ist einfacher als das, und viele Besucher bleiben nicht umsonst Wochen länger als ursprünglich geplant.

1. Tofo ist ein Unterwasser-Nirwana


Egal, ob du ein Taucher bist oder nicht, es ist unmöglich, dass Tofo Beach dich nicht mit seiner unglaublichen Unterwasserwelt in den Bann zieht.

Jeden Winter singen Buckelwale vor der Küste in Tofo. Verspielte Delfine, gigantische Mantas und Walhaien und mehr als eine halbe Million verschiedene Fischarten tummeln sich in den mosambikanischen Gewässern.

Tofo liegt an einem Ort, an dem zwei verschiedene Meeresströmungen aufeinander treffen und dafür sorgen, dass ordentlich Plankton angespült wird. Und nichts schmeckt den sanften Giganten besser als die kleinen Organismen. Die unzähligen Researcher vor Ort wissen zwar nicht warum, aber fast täglich cruisen rund fünf Meter große männliche, jugendliche Walhaie mit weit offenen Mäulern die Küste zwischen Tofino und Playa de Rocha entlang und filtern Plankton. Mehr als einmal wäre dabei einer von ihnen über mich hinweg geschwommen, da viele von ihnen überaus neugierig sind und sich genau anschauen, was für eigenartige Wesen sich da im Wasser mit ihnen tummeln.

Außerdem ist Tofo der einzige Ort der Welt, an dem Giant Mantas und Reef Mantas gemeinsam vorkommen.

Bist du schon mal mit einem Manta geschnorchelt, der größer als ein Einfamilienhaus ist???

Da ich mir drei Monate Zeit genommen habe, um bei Peri Peri Divers meine Ausbildung zum Divemaster zu machen, hatte ich jede Menge Zeit, mit den Walen und Mantas zu schnorcheln und tauchen.

Jeder Tag fühlt sich an, als würde ich meine eigene Episode von Attenboroughs „Blue Planet“ drehen: Knallbunte Fischschwärme, Buckelwale sangen um mich herum, und es gibt keine Schnorcheltour ohne Delfine, Mantas oder Walhaie. Manchmal sogar mit allen zusammen.

Ziemlich cool oder?

In anderen Worten: Tofo ist einer der besten Orte dieser Erde, um mit Megaufauna zu tauchen und zu schnorcheln. Also den ganz großen Fischen.

2. Jede Menge Walhaie in Tofo Beach


Ironischerweise ist der größte Fisch der Welt, der ausgewachsen um die 20 Meter groß werden kann, oftmals ziemlich schüchtern, und wir wissen so gut wie nichts über die Walhaie. In freier Wildbahn bekommen wir sie extrem selten zu sehen. Sie sind fast so etwas wie eine maritime Legende.

Und obwohl Schorcheltouren keine Ausflüge ins Aquarium sind, garantiert Tofo an fast jeden Tagen die Sichtung von Walhaien. An schlechten Tagen sehen wir vielleicht nur einen kleinen Zwerg, der immer noch so groß wie ich bin – also fast zwei Meter. Dafür aber an guten Tagen mehr als eine Handvoll der riesigen Giganten.

Peri Peri bietet sogenannte Ocean Safaris an, bei denen wir zwei Stunden mit dem Boot aufs Meer hinausfahren und mit Delfinen, Walhaien und Mantas schnorcheln.

Ich liebe diese Touren fast genau so sehr wie das eigentliche Tauchen. Da wir meistens Marinebiologen von der einheimischen NGO MMF dabei haben, fragte ich mich, warum ich damals im Biologieunterricht nicht besser aufgepasst habe. Biologie so hautnah zu erleben ist einfach mind blowing.

3. Ökologisch und nachhaltig


Für eine so kleine Stadt trägt Tofo Beach mehr als seinen Teil dazu bei, die unglaubliche Natur und Unterwasserwelt zu schützen.

Tofo ist die Heimat der Organisation MMF, dem Marine Megafauna Foundation Research Center. Ihr Ziel ist es, die Tierwelt des Ozeans durch die Zusammenarbeit mit lokalen Regierungen und Gemeinden zum Schutz bedrohter Meereslebewesen zu erforschen und die einheimischen Fischer zu erziehen.

MMF-Volunteers halten dreimal die Woche superinteressante Vorträge über Walhaie, Mantas und andere fischige Favoriten in der Stadt und es ist extrem lehrreich. Gerade für jemanden wie mich, die immer dachte, Biologie würde aus langweiligen und abstrakten Auswendiglern-Session bestehen.

4. Tofos Strände sind ein menschenleeres Paradies


Mach dich auf ernsthaftes Entspannen in Tofo Beach gefasst. Tofo Time folgt seinen eigenen Regeln. Gestresstes 9 – 5 Arbeiten oder Rumgehetze wie ein Huhn ohne Kopf kannst du in Tofo vergessen.

Der Strom fällt regelmäßig aus, das Internet ist so lahm, dass du schnell deine Social Media Updates aufgibst und die Hitze tut ihr Übriges.

Es gibt nur einen winzig kleinen Supermarkt, einen öffentlichen Markt und viel Natur.

Dadurch schaltest du automatisch einen Gang runter, und stellst dich darauf ein, langsamer, ruhiger und zenartiger durch Tofo zu schlürfen. Yoga und Mediation brauchst du hier nicht. Weniger Modern Day Stimulierung bedeutet für mich mehr Zeit in der Natur und viel Ruhe zum Nachdenken.

5. Die Einheimischen sind hier noch heimisch


Wenn ein Ort langsam aus seinem Dornröschenschlaf erwacht, lässt die Gentrifizierung nicht lange auf sich warten. Und das seltsame Gefühl, dass der Ort, den du besuchst, sich durch deine Anwesenheit verändert.

Aber Tofo Beach hält immer noch eine erfrischende Balance zwischen den Einheimischen und Besuchern. Tofo ist noch nicht vom Tourismus überlaufen wurden, und ich hoffe, dass sich das in Zukunft auch nicht ändern wird.

Einheimische und Touristen scheinen in perfekter Harmonie miteinander zu leben. Zum Beispiel arbeiten wir bei Peri Peri sowohl mit einheimischen Tauchlehrern und Divemastern als auch zugezogenen Expats wir mir zusammen.

6. Naschkatzen aufgepasst


In Tofo kannst du dein eigenes Körpergewicht in Form der einheimischen Küche wegspachteln, inklusive dem leckeren Nationalgericht Matapa: Cassavablätter, Knoblauch, Zwiebeln und Kokosnussmilch werden dir in einer riesigen, den Teller überschwappenden Form, auf dem hiesigen Markt serviert. Für umgerechnet nicht einmal einen Euro!

Früchte sind günstig und werden jeden Tag frisch angeboten. Selten habe ich in meinem Leben so gesund gegessen. Wenn ich heute meine Körperwerte checken lassen würde, hätte ich wahrscheinlich die Resultate eines jungen Teenagers.

7. Die Lebenshaltungskosten sind extrem günstig

Lunch für umgerechnet einen Euro. Reife Avocados für nicht mal zehn Cent. Unterkünfte für 150 Euro im Monat.

Was soll ich sagen, ich komme hier in Tofo ziemlich gut über die Runden!

Das bedeutet natürlich, dass die Menschen in Mosambik unter extrem armen Bedingungen leben. Die meisten Einheimischen leben von weniger als vierzig Euro im Monat, aber das heißt nicht, dass sie weniger glücklich seien. Im Gegenteil.

Dementsprechend kommst du als Reisender ziemlich gut bei weg.

8. Die Anfahrt an sich ist ein Abenteuer


Die meisten Besucher reisen in Mosambiks Hauptstadt Maputo an und haben dann drei Möglichkeiten, um nach Tofo zu gelangen:

Entweder fliegen sie mit LAM Mozambique nach Inhambane. Der Flug dauert eine Stunde, die Airline fliegt einmal am Tag und kostet eine ganze Stange Geld und hat meistens eine stundenlange Verspätung – wenn sie überhaupt fliegt.

Die zweite Option sind einheimische Taxis, die dich in rund sieben Stunden nach Tofo Beach bringen, die allerdings ebenfalls nicht günstig sind.

Die billigste Variante sind sogenannte Chapas, Mosambiks legendäre Busse.

Sie sind supergünstig, total überfüllt (manchmal schnallen sie sogar Schafe aufs Dach). Einem Zeitplan folgen sie nicht mal annähernd. Ich habe mehrmals stundenlang an einer Bushaltestelle darauf gewartet, dass das Chapa sich füllt, um endlich abzufahren. Und jedes Mal, wenn ich dachte, dass unmöglich noch mehr Leute in den kleinen Bus gestopft werden könnten, wurde ich eines besseren belehrt. In einen kleinen, in die Jahre gekommenen VW Bus passen unglaubliche 20 Mann. Ich habe nachgezählt.

Chapas sind die ultimative Reiseerfahrung in Mosambik. Und wenn du dreizehn Stunden eingequetscht in einer kleinen Zweireihe mit vier Mann und ohne Klimaanlage verbringst, dann weißt du Tofo Beach umso mehr zu schätzen!

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

Der Beitrag Warum Tofo Beach das bestgehütetste Geheimnis Afrikas ist erschien zuerst auf Happybackpacker.

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Eine Bushwalking Safari durch die südafrikanische Steppe war mein absolutes Highlight. Ich habe in Zelten unter dem leuchtendsten Sternenhimmel, den ich je gesehen habe, übernachtet. Unzählige wilde Tiere beobachtet, die ich sonst nur aus dem Fernsehen kenne und viel übers Spuren lesen und Revierverhalten der Tiere in Afrika gelernt. Lese hier alles, was du über eine Wander-Safari wissen musst.

Meine Bushwalking Safari durch die südafrikanische Savanne kann ich kurz und knapp zusammenfassen: Immer wenn ich auf diesem Trip einen Büffel gesehen habe, wurde dieser entweder von einem Löwen gefressen oder gejagt. Das Leben ist taff im afrikanischen Busch.

Und genau darum geht es im afrikanischen Busch. Das einfache Leben von Fressen und gefressen werden. Jedes Jahr kommen Touristen aus aller Welt nach Südafrika, um dieses Überlebensspektakel, das streng dem Gesetz des Stärkeren folgt, zu erleben.

Außerdem wollen sie die Big 5 sehen: Leoparden, Elefanten, Löwen, Büffel und Nashörner. Tiere eben, die besonders gute Trophäen bei der Großwildjagd abgeben oder zumindest sexy auf Bildern aussehen.

Spätestens seit meiner Ausbildung zum Divemaster weiß ich dagegen, dass ein Nationalpark kein Zoo ist, und es vielmehr auf das Erlebnis an sich ankommt, in der Natur zu sein. Mit viel Geduld Spuren zu lesen und sich vom Moment überraschen zu lassen. Ich wollte weit weg von der Zivilisation wenigstens ein paar Tage so tun, als könnte ich wild und einfach wie unsere Vorfahren vor vielen Tausenden Jahren in der Wildnis überleben, und ich wollte lernen, wie man den Busch verstehen kann.

Dafür habe ich mir die Maseke Balule Nature Reserve ausgesucht, einem privaten, 8.000 Hektar großen Park mit offenen Grenzen zum Krüger Nationalpark, der anders als sein großer Bruder tagelange Bushwalking Safaris anbietet mit Übernachtungen in Zelten.

Kruger ist riesig und weltbekannt, und zieht dementsprechend jedes Jahr zig Tausend Touristen an. Balule dagegen lässt täglich nur eine geringe Anzahl von Besuchern in den Park. Unsere kleine Reisegruppe bestehend aus einem rüstigen Amerikaner, einem australischen Filmemacher und mir wurde von zwei südafrikanischen Rangern namens Luan und AD geführt, die uns während unseres Trips nicht mehr von der Seite weichten.

Sie erklärten uns geduldig das Busch Einmaleins und lehrten uns das Fährtenlesen ebenso wie kleine Anekdoten zu den Tieren. Wilder Beest, Zebras, Giraffen, Impalas, Hippos, Krokodile und Elefanten so weit das Auge reicht und oft aus nächster Nähe. Besonders die Elefanten haben es mir angetan, seitdem ich als Kind Benjamin Blümchen-Kassetten verschlungen hatte. Die Tiere berühren mich mit ihrer sanften Art und findest du nicht auch, dass ihre Augen menschlich wirken?

Elefanten können auch anders


Sie sind äußerst sozial und scheinen sich ohne große Worte mit uns Menschen unterhalten zu können. Da war zum Beispiel der Moment, als wir von einer Elefantenherde gejagt wurden. Die Sonne war gerade untergegangen und der Vollmond leuchtete blutig rot-orange über unseren Köpfen, als eine etwa zehnköpfige Elefantenherde unseren Weg kreuzte. Alle wichtigen Entscheidungen in einer Elefantenherde werden von der ältesten Elefantenkuh getroffen. Weibchen und Jungtiere leben ohne Bullen zusammen und verlassen sich auf das Urteil ihrer Anführerin. Und diese hier hatte eindeutig keine Lust auf seltsame Eindringlinge. Groß und schön, mit prächtigen Stoßzähnen, wedelte sie angriffslustig mit den Ohren und trompetete aufgeregt in unsere Richtung. Gefolgt von ihrer Herde kam sie immer näher und schien uns direkt in die Augen zu schauen: Ihre Botschaft war eindeutig: Verzieht euch und zwar sofort!

Luan schien in der Lage, mit ihnen zu kommunizieren und rief immer wieder ein paar besänftigende Worte auf Afrikaans in ihre Richtung. Und tatsächlich schien die Elefantenkuh ihn zu verstehen: Sie blieb stehen, trompetete mit hoch gestrecktem Rüssel in unsere Richtung und ließ von uns ab.

Afrikas wilde und weise Schönheit


Diese uralte Verbindung zwischen Mensch und Tier versetzte mir eine wohlige Gänsehaut.

Afrika ist eine ganz eigene Erfahrung. Es gab mir einen tiefen Einblick in das ursprüngliche Leben unserer Vorfahren. Es inspirierte mich und selten in meinem Leben fühlte ich mich ganz nah bei mir. Seele und Körper in absolutem Einklang. Der Natur nahe und spürte wie ich anfing, meinem Körper und seinen Reflexen und Instinkten wieder zu vertrauen. Ich fühlte mich frei und gleichzeitig verbunden mit der Natur. Wach wie schon lange nicht mehr. Glücklich und voller Dankbarkeit genoss ich die Stille der Natur.

Warum noch mal haben wir Menschen diesen einfachen und vertrauten Lebensstil der Zivilisation geopfert?

Ist es sicher, im afrikanischen Busch zu wandern?


Eine Safari bedeutet immer ein gewisses Risiko, da du dich nicht in einem Zoo sondern in freier Wildbahn bewegst. Das macht ja auch den Thrill aus. Aber wenn du dich an ein paar Regeln hältst und in einem guten Team aus erfahrenen Rangern unterwegs bist, kann dir eigentlich nichts passieren.

Um uns drei Safari-Freunde kümmerten sich Luan Oosthaezen und AD von Zyl, zwei junge Südafrikaner, die praktisch im Busch groß geworden sind. Die Beiden können sich keinen besseren Job auf der Welt vorstellen und wenn ich mir ihr seliges Grinsen anschaute, verstand ich, dass sie es ernst meinten.

Luan und AD trugen allzeit jeweils ein Gewehr bei sich, eine Winchester 458, mitsamt Patronengürtel. Das fand ich anfangs etwas befremdlich, aber sie versicherten mir, dass sei nur für den absoluten Notfall gedacht.

Luan schritt voran und hielt immer wieder an, um uns Dinge über den afrikanischen Busch zu erklären oder zu schauen, ob der Weg sicher für uns ist. AD marschierte dahinter, um eine zweite Sicherheitsschiene zu bieten, und wir drei Gäste hinterher im Gänsemarsch.

Do’s and Don’ts auf einer Safari


Am ersten Morgen briefte uns Luan über die Do’s and Don’ts im Busch:

✓ Schwarz und Weiß sind keine Tarnfarben und absolut tabu.

✓ Wir sollten hintereinander im Gänsemarsch laufen

✓ Und bitte schön die Klappe halten, um die Tiere weder abzuschrecken noch anzulocken.

✓ Und keine Alleingänge, immer schön bei der Gruppe bleiben.

✓ Nachts nicht das Zelt verlassen und keine Lebensmittel im Zelt aufbewahren. Das habe ich mir sowieso nicht getraut, nachdem ich abends am Lagerfeuer Löwen brüllen gehört und Flusspferde gesehen habe.

Wärst du in so einer Szenerie im Dunkeln aus deinem sicheren Zelt gelaufen?

Gemächlicher Tagesrhythmus


Luan und AD weckten uns jeden Morgen 5:30 Uhr auf. Müde frühstückten wir ohne große Worte unter leuchtendem Mondlicht und marschierten anschließend los: Rund zehn bis 15 Kilometer zu Fuß durch den südafrikanischen Busch.

Dabei hielt Luan immer wieder an, um uns Fußabdrücke zu zeigen und zu erklären, wie man diese Spuren lesen kann. Er las darin wie in einem Buch. Konnte genau erkennen, in welche Richtung welches Tier gelaufen ist und den ungefähren Zeitpunkt bestimmen.

Wir lernten viel über das Reviermarkierungsverhalten der Tiere und viele witzige Fakten.

Wusstest du zum Beispiel, dass das Trinken für eine Giraffe ein unvorstellbarer Kraftakt ist? Gefährlich noch dazu, da sie sich dabei stets nach unten knien muss und dadurch besonders verletzlich. Zusätzlich muss sie sich alle paar Sekunden mit dem Kopf wieder nach oben beugen – sonst würde ihr ganzes Blut in den Kopf schießen und sie umkippen. Klingt ganz schön anstrengend und sieht auch so aus.

Abends saßen wir am Lagerfeuer und starrten entweder abwechselnd ins Feuer oder aßen leckere Grillgerichte, die in Südafrika Braai heißen.

Nachts im Zelt lag ich oft wach, da meine Blase drückte, ich mich aber nicht traute, das Zelt zu verlassen. In der Ferne hörte ich das Prusten von Elefanten und wie sie Bäume fällten. Ein ausgewachsener Elefant verputzt unglaubliche 250.000 Kalorien, hauptsächlich Blätter, Rinde und Äste und hinterlassen wie ein Krümelmonster eine Schneise der Baumverwüstungen.

Wärst du in so einer Szenerie im Dunkeln aus deinem sicheren Zelt gelaufen?

Löwen bei der Jagd


Am späten Nachmittag fuhren uns Luan und AD auf sogenannten Game Drives herum. Dabei verfrachtete er uns in einen offenen Jeep und kutschierte uns kreuz und quer durch den Park. Per Auto konnten wir natürlich viel größere Strecken erkunden und uns den Tieren besser annähern als zu Fuß, da die Tiere sich nicht von angelassenen Motoren stören ließen.

Bereits am ersten Abend erlebten wir ein spektakuläres Naturschauspiel, dass ich mein Lebtag nicht vergessen werde: Wir hielten an einem Tümpel an, an dem sich eine Herde Büffel ausruhte. Vier Löwen hatten die Herde umzingelt und schlichen sich im Zeitlupentempo aus allen vier Himmelsrichtungen an. „Es kann Stunden dauern, bis die Löwen einen Jagdversuch wagen würden,“ dämpfte Luan unsere Hoffnungen auf etwas Action. Einen ausgewachsenen Büffel zu erlegen ist selbst für den König der Savanne eine schwierige Angelegenheit.

Plötzlich hörten wir ein lautes Krachen so als würden Äste zerbersten und die gesamte Büffelherde setzte sich in Bewegung. In einem Wahnsinnstempo rannten sie auf unseren Jeep zu und umkurvten ihn um Haaresbreite. Ich roch den Staub, den sie aufwirbelten, und sackte instinktiv eine Etage tiefer im Autositz aus Angst, dass eines der Tiere gegen unser Auto springen würde. Schließlich wiegt ein ausgewachsener Büffel bis zu 6 Tonnen und kann leicht ein ganzes Auto zerquetschen – mitsamt seiner sensationsgeilen Insassen.

In lockerem Lauftempo und mit etwas Abstand folgten ihnen die Löwen. Sie schauten uns etwas verwirrt und entschuldigend an, so als wollten sie sagen, dass sie auch nicht wissen, was da gerade schief gelaufen ist. Luan erklärte uns dass ein junger Löwe, dessen Aufgabe es war, die Büffelherde von einer bestimmten Richtung einzukesseln, zu früh losgeprescht sei und damit die gesamte Herde verschreckt hätte. Es würde Stunden dauern, wenn überhaupt, bis die Löwen die Herde eingeholt und wieder da hätte, wo ein Löwe sie gerne hätte: Ausgelassen und ohne Verdacht-schöpfend selbstvergessen beim Gras futtern.

Was kannst du alles auf einer Bushwalking Safari sehen?


Einige der größten Säugetiere nennen Südafrika ihr Zuhause: Elefanten, Giraffen, Nilpferde, Büffel und Nashörner leben in den Nationalparks.

Daneben gibt es noch unzählige Löwen, Leoparden, Krokodile, Zebras, Antilopen, Kudus, Gnus, Waterbucks ebenso Hyänen und noch vieles mehr. Das Wildlife ist einzigartig und genau dafür gehst du ja auch auf Safari.

Safari Packliste – Welche Kleidung brauche ich?


So wenig wie möglich, aber dieses Gepäck solltest du nicht vergessen, dabei keine grellen Farben, alles so neutral wie möglich:

✓ 2-3 T-Shirts

✓ 2 Pullover

✓ Regenjacke im Sommer

✓ Bequeme Wanderschuhe

✓ Je 1 lange und kurze Hose

✓ Sonnencreme

✓ Hut gegen die Sonne

✓ Sonnenbrille

1 x Sonnencreme

1 x Kamera

Powerbank (es gibt keinen Strom in den Camps)

Taschenlampe

✓ Insektenspray

Welche Jahreszeit ist die beste Reisezeit?

Die Durchschnittstemperatur kann zwischen 24 Grad im Juli bis zu 31 Grad im Januar schwanken. Im Winter kann es aber gerade nachts empfindlich kalt werden und die Temperatur bis auf den Gefrierpunkt fallen. Im Sommer zwischen November und Februar sind Mücken eine echte Plage und es gibt recht viele Gewitter.

Warum nicht in den Krüger Nationalpark fahren?

Kruger ist zwar weltbekannt, aber dort darf man weder in der Wildnis zelten noch stundenlang durch den Busch marschieren. Außerdem beschweren sich viele Kruger-Touristen im Nachhinein, dass sich ihr Ausflug wie ein Zoo angefühlt hat, da der Park doch sehr überlaufen ist.

Trotz seiner offenen Grenzen zum Kruger Park ist Maseke Balule ein privater, 8000 Hektar großer Park mit offenen Grenzen zum Kruger Nationalpark. Dementsprechend zieht Balule weniger Touristen an – bei der gleichen Menge an Tieren. Meist sah ich bis auf meine kleine Truppe aus den zwei Rangern Luan und AD plus zwei weiteren Gästen stundenlang keine weiteren Menschen.

Anreise in den Park


Africa on Foot Wilderness Trails ist eine Tour, die Bushwalking Safaris durch die Maseke Balule Nature Reserve im Nordosten Südafrikas anbietet. Die Reserve gehört zum weltbekannten Greater Kruger Nationalpark in der Limpopo Provinz. Am besten fährst du nach Hoedspruit und von dort zu einem Restaurant namens Three Brigdes auf der RN40 in Richtung Phalaborwa. Dort holen dich die Ranger ab.

Africa On Foot Wilderness Trails

www.wilderness-trails.co.za

✓ Kosten: 9550 Rand (650 Euro) für die viertägige Wanderung

✓ Wann:Zweimal die Woche jeden Montag und Donnerstag geht es los

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Jeder kennt das: Einsamkeit auf Reisen. Mit meinen Tipps gegen Einsamkeit zeige ich dir, wie du dich selber aus anfänglich schlechten Stimmungen und einsamen Momenten herausziehen kannst und die Zeit deines Lebens haben wirst. Denn darum geht es ja schließlich beim Reisen!

Da saß ich nun inmitten einer Gruppe junger, braungebrannter Backpacker und fühlte mich wie der einsamste Mensch der Welt. Sie kamen aus aller Welt, lachten und unterhielten sich über ihre Erfahrungen beim Reisen durch Afrika. Ich lachte mit und wollte doch am liebsten aufstehen und gehen.

Ich befand mich in Tofo, seit langem mein Sehnsuchtsziel in Mosambik und war doch eine Million Lichtjahre entfernt. In mir spürte ich eine innere Leere und seltsame Trennung von meinem inneren Gefühlsleben und dem frohen Geplänkel am Tisch. Wieder einmal.

Ganz klar: Ich war einsam. Fand keinen Zugang zu den anderen Mitreisenden im Ort und verbrachte die ersten Tage damit, dazugehören zu wollen. Lud mich zu Strandspaziergängen ein und fragte meinen Tauchlehre hier bei Peri Peri so oft nach einem Treffen außerhalb der Arbeit, dass er wahrscheinlich dachte, ich würde ihn anflirten. Oft fröstelte es mich in der Gegenwart dieser hippen, jungen Leute. Es fühlte sich aber einfach nicht richtig an: Die Leute, die ich anfangs traf waren nett, aber nicht meine Wellenlänge. Irgendwann besann ich mich darauf, warum ich eigentlich in Tofo gelandet bin, schnappte mir mein Board und stürzte mich in die Wellen. Im Wasser bekam ich einen klaren Kopf und genoss das Eins sein mit der Natur.

Wer mich kennt, weiß, dass für mich das Alleine sein gar nicht so schlimm ist. Im Gegenteil, ich verbringe gerne Zeit mit mir. Vergrabe mich in einem Buch. Gehe am Strand spazieren oder schlendere über einen Markt und sauge die Eindrücke in mich auf. Problematisch wird es für mich erst, wenn ich mit einer Menschengruppe zusammen bin und keine Verbindung herstellen kann. Dann fühle ich mich schnell ziemlich einsam.

Dagegen ist es für andere ziemlich unangenehm, Zeit mit sich selbst zu verbringen. Viele trauen sich genau aus diesem Grund nicht, alleine zu reisen. Und besonders auf Reisen verhindern schnelle Ortswechsel oft, dass sich feste Freundschaften vor Ort entwickeln.

Aber nur deswegen, nicht auf deine lange geplante Reise zu gehen? Auf gar keinen Fall! Denke immer daran, dass du viel stärker bist als du glaubst.

Schließlich heißt Alleine zu sein nicht, einsam oder verlassen zu sein. Du wirst auf einer Reise zu dir selbst finden und lernen, dass du niemanden brauchst, der dir deine Hand hält. Und du wirst lernen, dass es viele Gleichgesinnte gibt, die genauso große Angst hatten wie du, auf Reisen zu gehen. Und die nur darauf warten, dich kennenzulernen.

Also jetzt buche deine Reise und kick some Ass!

Einsamkeit auf Reisen Regel Nr. 1: Es geht vorüber


Es wird immer mal wieder Phasen geben während deiner Reise, in denen du dich disconnected fühlst und keinen Zugang zu anderen Reisenden und Locals findest.

Mache dir klar, dass das völlig normal ist und vorübergehen wird! Erlaube dir, nicht auf allen Partys tanzen zu müssen, und du dich ruhig auch mal zurückziehen darfst, wenn dir alles zu viel wird. Omas Ratschlag, eine Nacht darüber zu schlafen, weil am nächsten Morgen alles besser aussieht, wirkt bei mir immer.

Regel Nr. 2: Nehme dir bewusst Zeit für deine Gefühle


Wie oft rennen wir vor negativen Gefühlen davon? Lenken uns ab mit Alkohol, den sozialen Netzwerken und was weiß ich noch alles. Wir wollen uns nicht näher damit beschäftigen, weil es sich nicht gut anfühlt. Aber weißt du was? Jedes Gefühl will dir etwas sagen!

Was ist, wenn du dich ganz und gar der Einsamkeit hingibst anstatt davon zu laufen und dich abzulenken?

Was geht dann in dir vor und wovor hast du dabei am meisten Angst? Dass dir etwas passieren wird?

Dass du dich genauso einsam fühlst, wie damals im Pausenhof, als die Zicke aus der Klasse über dir sich über dich lustig gemacht und niemand geholfen hat?

Mache dir bewusst, dass du mittlerweile erwachsen bist und dementsprechend auch handeln kannst. Du wirst schnell merken, dass das Gefühl weniger wird, wenn du ihm Raum gibst.

Mein Tipp ist: Setze dich hin und spüre da hinein, wo es weh tut. Wo befindet sich das Gefühl in deinem Körper? Frage dich, warum es dir Angst macht?

Einsamkeit auf Reisen Regel Nr.3: Zeit mit dir ist kostbar

Je älter du wirst, desto mehr wirst du bemerken, dass im Alleinsein auch eine Kraft liegt. Es tut gut, seinen Gedanken nachzuhängen. Wenn ich einen Strandspaziergang mache oder surfen gehe, bin ich oft froh, einfach nur alleine hier in diesem Moment und ganz bei mir zu sein und die ganz große Freiheit zu genießen. Ohne mich durch oberflächliches Geplänkel abzulenken. Ein schönes, umfassendes Gefühl, dass warm und wohlig von meinem Herzen durch den ganzen Körper schwappt.

Regel Nr. 4: Reise langsam


Ich reise sehr langsam. Am liebsten bleibe ich gleich mehrere Monate am Stück an einem Ort und nehme mir viel Zeit, die Gegend und die Menschen kennenzulernen.

Das hat zwei Vorteile: Zum einen sind meine Ausgaben dadurch geringer, weil ich vor Ort wie ein Local lebe. Zum anderen habe ich dadurch mehr Zeit, echte Freundschaften zu schließen. Ich bin seit sechs Wochen in Tofo und habe so etwas wie eine Routine entwickelt. Sonntags gehen wir ins Datongha, einer Bar im Dorf und nach der Arbeit als Divemaster sitzen wir oft zusammen und reden viel.

Meine Arbeitskollegen sind mir in der Zeit wirklich ans Herz gewachsen. Das Dorf ist winzig klein, und ich laufe immer öfter Menschen über den Weg, die ich kenne und mit denen ich ein kurzes Schwätzchen halte.

Wahrscheinlich weil ich in meinem Herzen immer ein Landei bleiben werde, mag ich diese Art der Interaktion sehr. Slow Travel fördert definitiv tiefere Bindungen zu anderen Reisenden und Einheimischen und eignet sich besonders für Introvertierte wie mich, die von großen Gruppen schnell gelangweilt sind.

Regel Nr. 5: Suche dir ein Hobby


Ich gehe für mein Leben gerne surfen und tauchen. Dabei habe ich immer spannende Menschen kennengelernt, die mein Leben bereichert haben. Auch einige tiefe Freundschaften konnten sich durch das Hobby entwickeln, mit Menschen, die ich sonst vielleicht nie getroffen hätte.

Wenn du neu in der Stadt bist, hilft es die Augen offen zu halten und Aktivitäten auszuprobieren: Spiele Volleyball am Strand, Fußball mit den Einheimischen, mache einen Sprach- oder Kochkurs oder lerne eine neue Sportart wie Tauchen. Dabei triffst du Gleichgesinnte und findest direkt Anschluss. Und schon fühlst du dich nicht mehr so alleine.

Oder mache etwas Sinnvolles und engagiere dich in der Freiwilligenarbeit oder schließe dich einer Wandergruppe an. Ich habe sogar schon in einem Outdoor-Geschäft Leute kennengelernt, als ich hilfesuchend nach neuem Gear gesucht habe. Wenn du offen bist, dann ergeben sich hunderte Optionen. Natürlich musst du dabei aber auch eine gewisse Offenheit ausstrahlen.

Übrigens findest du eine Packliste mit den wichtigsten Utensilien und Klamotten hier und in meiner ultimativen Packliste.

Regel Nr. 6: Übernachte in Hostels

Ich übernachte nicht mehr in Hostels, weil sie mir zu laut, jung und voll sind. Allerdings habe ich während meiner Twenties viel und gerne dort übernachtet, weil es immer irgendwo eine Party gab und jeden Tag viel neues Frischfleisch ankam. Damit meine ich andere Traveler, die genau wie ich alleine unterwegs waren und aufgeschlossen nach neuen Freunden suchten.

Gemeinsame Küchen oder Schlafsäle sind ideale Tummelplätze, um deine neuen Reisebekanntschaften kennenzulernen. Seitdem ich in Hotels oder Airbnb übernachte, merke ich erst einmal, wie einfach es einem Hostels machen.

Alternativ ist Couchsurfing immer noch eine gute Alternative.

Regel Nr. 7: Meetups, Tinder und Co

schöne Welt des Internets lässt sich auch beim Reisen super nutzen. Klar ist es cooler, Menschen auf altmodischem Weg kennenzulernen. Du liegst am Strand, jemand schmeißt aus Versehen einen Fußball auf deine Decke und ihr kommt dadurch ins Gespräch. Wäre schön, wenn dir so etwas passiert, aber wann kommt das schon mal in der Wirklichkeit vor?

Eine guter Weg, sich mit anderen Gleichgesinnten zu treffen, sind Facebook Gruppen, Couchsurfing und Meetups. In fast jeder größeren Stadt gibt es Foren, in denen Reisende regelmäßige Treffen zum Kennenlernen organisieren. Sogar hier in Tofo!

Da kannst du dich locker und anonym erst einmal online umschauen, vielleicht schon die ersten Leute anschreiben und dich dann vor Ort ganz entspannt treffen.

Einsamkeit auf Reisen Regel Nr. 8: Raus deinem Schneckenhaus

Ich weiß, es macht Angst, alleine aus zu gehen und fremde Menschen anzusprechen. Dabei machst du dich verletzlich, hast Angst, dass andere dich nicht mögen würden oder du doof in der Ecke rumstehst. Aber hast du schon mal dran gedacht, dass die meisten Menschen sich freuen würden, genau dich kennenzulernen?

Das nennt man einen Mindshift. Einfach die Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, hilft dir deine Hemmungen zu überwinden und dich damit zu pushen. Ich konnte es anfangs auch nicht glauben, aber es hilft wirklich, sich zu überwinden!

Mutterseelenallein in einer Bar zu sitzen macht Angst. Aber es fühlt sich auch unheimlich geil an, wenn du an der Bar nette Leute kennenlernst und einen unvergesslichen und ungeplanten Abend verbringst. Denn darum geht es beim Reisen: Einfach mal die eigenen Grenzen austesten und überwinden und dieses leichte Kribbeln im Magen aushalten.

In meinem Leben habe ich durch solche unvorhergesehenen Treffen die coolsten Menschen kennengelernt und krasse Dinge erlebt.

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten um die Einsamkeit auf Reisen zu bekämpfen.

Hast du noch weitere Tipps gegen Einsamkeit?

Der Beitrag Von der Einsamkeit auf Reisen erschien zuerst auf Happybackpacker.

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Tofo ist kein vegetarischer Fleischersatz sondern ein idyllisches Dort am Indischen Ozean in Mosambik. Ich lebe dort seit einem Monat meinen Traum und arbeite als Divemaster in Training. Wenn du ausführlichere Infos über die Ausbildung zum Divemaster suchst, findest du in den kommenden Wochen hier auf meinem Blog einen Post dazu.

Ich bin jetzt seit einem Monat unterwegs und kann nicht glauben, wie relativ die Zeit für mich geworden ist. Die erste Woche im neuen Land mit neuen Menschen und so vielen neuen Eindrücken erschlug mich fast – so wie eigentlich jedes Mal auf Reisen. Ich hatte den Eindruck, die Tage würden sich genauso endlos lange dahinziehen wie damals als Kind das Warten auf den Weihnachtsmann an Heiligabend. Nur dass ich dieses Mal keine Geschenke bekommen würde sondern gleich vom ersten Tag an, mein Training als Divemaster begonnen hatte.

Ich flog also Ende Februar von Berlin nach Frankfurt nach Addis Abeba nach Maputo nach Inhambane, der Hauptstdat der gleichnamigen Provinz. Von dort ging es mit dem Taxi weiter nach Tofo, meiner Endstation. Ich muss dazu schreiben, dass mich Tofo schon seit Jahren magisch angezogen hat. Bereits 2014 wollte ich dort meinen Divemaster machen, nachdem mir ein Freund aus Australien von der relaxten Atmosphäre im Ort und der berühmten Unterwasserwelt mit seinen Walhaien und Mantarochen vorgeschwärmt hat. Und trotzdem hatte ich immer großen Respekt vor Mosambik und stellte mir alle möglichen Schreckensszenarien vor, die ich aus den Medien über Afrika finden konnte.

Überhaupt stellen die deutschen Nachrichten Afrika dar, als sei es ein Kontinent des Schreckens: Ein Ort mit zu vielen Malaria-Toten, Cholera- und Aidsepidemien, Krieg und Hunger. Aus dem die meisten Menschen flüchten wollen, um uns im reichen Europa die Haare vom Kopf zu fressen. Und was wurde ich nicht vor meiner Reise alles gewarnt, was einer alleinreisenden Frau in Afrika passieren könnte. Nachdem ich mich 2014 schon aus meinem Vorhaben heraus argumentieren ließ, war ich fest entschlossen, mich dieses Jahr durch nichts beirren zu lassen und mir selber ein Urteil zu bilden.

Gesagt getan und da saß ich nun im idyllischen Tofo am Indischen Ozean. Das winzig kleine Dörfchen scheint ein El Dorado für Afrika-Fans aus aller Welt zu sein. Anfangs dachte ich noch, ich sei einige der wenigen zu sein, die die glorreiche Idee hatten, dort Halt zu machen. Aber schnell bemerkte ich, dass ich gar nicht so besonders bin und dass Tofo eigentlich fast nur aus Touristen und Einheimischen, die sich um die Touris kümmern, besteht. Dadurch erscheint der Ort seltsam entrückt vom restlichen Mosambik: Du befindest dich viele tausende Kilometer von Europa entfernt an einem Traumstrand, und trotzdem hörst du deine vertraute Muttersprache an jeder Ecke. Ich wurde selbst schon von Einheimischen angesprochen, warum wir Deutschen in Scharen hier in Tofo einfallen würden. Was ich ziemlich ironisch fand angesichts der umgedrehten Flüchtlingsproblematik.

Schweres Ankommen in Tofo


Nichtsdestotrotz werde ich ehrlich mit euch sein: Ich fand die ersten Wochen in Tofo ziemlich hart. So schön der Strand, das Wasser und Surfen ist, so schwer fiel mir die Eingewöhnung an ein neues Leben mit vielen unbekannten Menschen und Ritualen.

Da war zunächst die körperlich harte Arbeit im Tauchshop. Vom ersten Tag an arbeitete ich bei Peri Peri Divers als Divemaster in Training. Ich gönnte mir keine Eingewöhnungszeit und war sofort vollwertiges Mitglied der Crew. Als Teil des Trainings wird von mir erwartet, jeden Morgen 6:45 auf der Matte zu stehen, das Equipment für die Taucher zusammenschrauben und zum Auto zu tragen, dann auf ein Schlauchboot zu verfrachten, um anschließend das Boot vom Strand aus durch starken Wellengang ins offene Meer zu schieben. Ein bis zwei Tauchgänge später das Ganze dann in umgekehrter Reihenfolge wieder zum Shop schleppen.

Klingt alles sehr aufregend, und war es auch: Ich war höllisch überfordert. Als jahrelanger Sesselpupser rebellierte mein Körper schnell und tat an Stellen weh, an denen ich noch nicht einmal geahnt hatte, dass sich dort Muskeln befinden würden. Ich versuchte so gut es ging, dem Shop eine Hilfe zu sein, doch gerade in der ersten Woche stand ich eigentlich die meiste Zeit im Weg.

Ein weiteres Problem für mich war anfangs die hohe Fluktuation der Bewohner Tofos. Ich lernte jeden Tag zwei Dutzend Reisende kennen, mit denen ich tauchen ging und war abends oftmals so fertig, dass ich schon acht Uhr im Bett lag. Da blieb nicht mehr viel Zeit, neue Freunde kennenzulernen. Und wenn man so wie ich seine Kraft aus dem Alleinsein schöpft, dann kannst du dir vorstellen, dass ich abends nach einem turbulenten Tag im Tauchshop keine Lust mehr auf Smalltalk hatte. Dementsprechend fiel das Vorhaben mit dem Anschlussfinden und Teil einer kleinen Community zu werden schwerer als ursprünglich gedacht.

Viele der „Alteingesessenen“ in Tofo schienen zudem recht abweisend. Darauf angesprochen erklärten sie mir, dass sie schon unzählige Menschen kommen und gehen gesehen hätten und keine Lust mehr, sich ständig von neuen Freunden verabschieden zu müssen.

Und viele der Durchreisenden waren mir zu jung. Nett ja, aber es fehlten die Gesprächsthemen. Wenn du Jahrgang 1981 bist und jemand ist 15 Jahre jünger als du, macht das einen Unterschied für mich in den meisten Fällen, auch wenn mir noch so oft gesagt wird, dass Alter nur eine Zahl sei. Immerhin liegt da fast eine Generation dazwischen!

Und dann sind da noch die Einheimischen… Meine Kollegen aus dem Peri Peri Shop sind alle Anfang 20 und wahnsinnig lieb, erscheinen mir aber noch sehr kindlich mit ihrer Vorliebe für Cartoons und den vielen Liebeleien. Ein junger Mann, der 14 Jahre jünger als ich, hat mir sogar durch seinen Kumpel ausrichten lassen, das er sich in mich verliebt hätte und wie ich dazu stehe würde. Das letzte Mal in meinem Leben erhielt ich so ein Angebot als ich selber 15 war. Trotzdem mochte ich meine einheimischen Kollegen sofort. Hilfsbereit, unterstützend und liebevoll kümmerten sie sich genauso gut um die Gäste wie um mich und sorgten dafür, dass ich mich schnell wohl fühlte.

Warum Tofo an Alice im Wunderland erinnert


Mittlerweile lebe ich seit einem Monat in Tofo, und habe mich langsam aber heftig in den Ort verliebt. Ich verstehe jetzt, warum so viele Durchreisende, die ursprünglich nur ein paar Wochen bleiben wollten, nicht mehr aus diesem Ort los kamen. Tofo ist wie die verrückte Welt aus Alice im Wunderland: Zuerst kommt dir alles seltsam wie aus einer anderen Welt vor, und langsam merkst du wie diese Welt dich verschlingt und vereinnahmt und wie gut dir der Ort tut. Du fragst dich, wie du dich jemals in einer großen europäischen Stadt wohl fühlen konntest.

Selbst meine auf meiner offenen Veranda mit dem Blick aufs Meer verbachten Abende sind so unglaublich intensiv und gleichzeitig entspannend für meine Seele, dass ich gerade überlege, ob ich vielleicht meine Endstation gefunden habe.

Das musst du unbedingt in Tofo erlebt haben


Tofo ist weltberühmt für seine beeindruckende Megafauna. Es gibt nur wenige Orte auf dieser Welt, an denen Walhaie und riesige Mantarochen – bis zu 9 Meter große! – derart regelmäßig gesichtet werden wie hier. Im Meer vor Tofo treffen wohl Meeresströmungen aufeinander, die viel Plankton antreiben, einer Delikatesse von Walhaien und Rochen. Deswegen gehört das Schnorcheln und Tauchen zum Highlight während eines Aufenthaltes in Tofo.

✓ Ocean Safari: Zwei Stunden schippern wir am Ufer von Tofo entlang und suchen Walhaie, Delfine, Meeresschildkröten und Mantarochen. Werden die Tiere gesichtet, ziehen wir unser Schnorchelgear an und gleiten ins Wasser, um mit den Riesen zu schnorcheln. Viele der Walhaie und Mantas sind ziemlich neugierig und erkunden uns seltsam anmutende Wesen mit viel Interesse und Geduld. Die Tauchschulen passen dabei auf, dass nie mehr al 15 Mann im Wasser sind, um die Tiere nicht zu verschrecken.

✓ Tauchen: Ein absolutes Mustdo in Tofo! Haie, Rochen, Schildkröten, Walhaie und noch so viel mehr wird dich für ein Taucherleben verwöhnen.
Wenn du dich beeilst und noch bis Ende Juni vorbeikommst, kannst du sogar mit mir im Peri Peri Diveshop tauchen und schnorcheln!

✓ Surfen: Die Bucht vor Tofo bietet eine kleine, nette Anfängerwelle. Das zehn Minuten entfernte Tofhino ist dagegen nur etwas für Profis, da die Welle am besten bei Ebbe gesurft wird. Und da stechen besonders viele scharfe Felsen aus dem Wasser hervor. Du solltest also nicht so oft von Brett fallen.

✓ Dhowfahrt in Barra: Nur ein paar Kilometer nördlich von Tofo liegt Barra mit einer wunderbaren Lagune. Eine Fahrt localstyle wie die einheimischen Fischer ist der Hammer und bringt dich tiefenentspannt durch den Tag.

Ist Tofo sicher?


Ganz einfach: Absolut ja! Die Einheimischen sind wahnsinnig lieb, entspannt und sehr hilfsbereit. Ich gehe abends im Dunkeln alleine durchs Dorf, liege am Strand, bewege mich eigentlich nicht anders als in Deutschland und wenn überhaupt werde ich nur von kleinen Beach Boys angesprochen, die mir etwas verkaufen wollen oder besorgte Einheimische, die mir einen Ehemann besorgen wollen.

Glaube nicht alle Schreckensnachrichten, die dir in Europa über Afrika eingebläut werden. Mosambik ist ein sicheres Reiseland und gerade Tofo mit seinen vielen Touristen und seiner entspannten Atmosphäre.

Welche Impfungen brauche ich?

Am besten frischst du alle gängigen Reiseimpfungen wie Polio, Diptherie, Keuchhusten und Tetanus auf. Daneben habe ich mich noch gegen diese Krankheiten impfen lassen, denn Gesundheit ist mir das Wichtigste:

✓ Gelbfieber: Daneben brauchst du eine Gelbfieberimpfung, die du bei der Einreise auch nachweisen musst.

✓ Malaria: Malaria ist eine ganz wichtige Impfung, da ganz Mosambik als Hochrisiko-Land für Malaria gilt. Ich nehme seit Wochen Lariam und habe keine Probleme, auch wenn die Ärzte dir einreden wollen, dass es zu psychischen Problemen führen kann.

✓ Hepatitis

✓ Tollwut

✓ Cholera und ETEC: Im Moment gibt es zwar keine Fälle in Mosambik, aber ich habe einen sehr empfindlichen Magen und wollte sicher gehen.

Transport nach Tofo


Zwischen Mosambiks Hauptstadt Maputo und Tofo verkehren regelmäßig Busse und Chappas – das sind kleine Vans – hin und her. Da es viele Polizeikontrollen gibt und die Straßen nicht im besten Zustand dauert die Fahrt ungefähr neun Stunden. Alternativ kannst du mit LAM Mozambique bequem in weniger als einer Stunde nach Inhambane fliegen. Preislich bist du mit rund 70 Euro dabei, wenn du früh genug buchst.

✓ Taxi Tofo – Inhambane: 1000 Meticais

✓ Bus Inhambane – Maputo mit Intercape: 700 Meticais (fährt 5 Uhr und 10 Uhr morgens)

✓ Chappa Tofo – Maputo: 1000 Metcais (fährt 4 Uhr morgens vorm Fatimas Backpackers ab)

tours2moz bietet Direktfahrten von Tofo nach Johannesburg und zurück an (900 R= 60 Euro)

Das muss du unbedingt probiert haben

Selten habe ich so günstig und gut auf meinen Reisen gegessen. Überall wird frisches Obst und Gemüse verkauft, und besonders auf dem Markt gibt es viel im Angebot für wenig Geld. Dort kannst du dich auch für weniger als einen Euro so richtig satt essen. Probiere unbedingt Matapa aus, dem Nationalgericht schlechthin, das ein bisschen wie Spinat schmeckt und aussieht.

✓ Matapa: 50 Meticais

✓ Ortiliza: 50 Meticais

✓ 1 Staude Bananen: 50 Meticais

Umrechnungskurs Meticais Euro

Für alle noch mal zur Erinnerung wie günstig das Leben in Tofo ist: Ein Euro sind umgerechnet 76 Meticais (Stand März 2018).

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Viel Reisen mit wenig Geld – wie soll das gehen? Mein heutiger Gastblogger Mike Lippoldt hat mir exklusiv einige Tipps für eine günstige Reise um die Welt gegeben. Er ist ein alter Hase im Reisegeschäft, seitdem er im Alter von 28 Jahren mit dem Fahrrad nach Spanien auswanderte. Mike kennt die Tricks, wie du auf Reisen günstig durch die Welt kommst.

Als ich gemeinsam mit meinem Kumpel mit nur wenigen Euro in der Tasche loszog, um durch Europa zu reisen, glaubten nur die wenigsten daran, dass wir länger als einige Wochen unterwegs sein würden. Was die anderen dachten interessierte uns jedoch wenig. Denn wir selbst waren davon überzeugt, dass der Faktor Geld überbewertet wird.

Mit geringsten Ressourcen reisten wir 8 Monate durch 5 verschiedene Länder (Deutschland nicht mit eingerechnet). Im folgenden Beitrag nenne ich dir einige Tipps, wie auch du sehr günstig reisen kannst.

Der Faktor Geld wird überbewertet

Sicher kennst du in deinem Bekanntenkreis auch Leute, die gerne darüber reden, was sie tun würden, wenn sie viel Geld in Verbindung mit viel Freizeit hätten. Nicht wenige machen die Verwirklichung ihrer Träume von einem Lottogewinn abhängig. Sie meinen, wenn sie im Lotto gewinnen würden, dann würden sie sich die Welt ansehen. Dann würden sie endlich das tun, was sie schon immer tun wollten… Ähm… ja, aber was ist das eigentlich? Was wollten sie eigentlich schon immer tun?

Tatsache ist, dass viele Menschen nicht genau wissen, was sie eigentlich tun würden, wenn sie auf einmal viel Geld und viel Freizeit hätten.

Tatsache ist auch, dass die meisten Menschen die tatsächlich im Lotto gewinnen, dieses Geld genauso schnell wieder ausgeben wie sie es gewinnen. Wer nie viel Geld in der Hand hatte, der hat auch Schwierigkeiten einen angemessenen Umgang damit zu finden – wenn er denn unvorhergesehen in den Genuss einer großen Summe gelangen sollte.

Es kommt also nicht wirklich auf das Geld an, was du jetzt hast oder irgendwann haben wirst. Es kommt auch nicht auf die Anzahl deiner Urlaubstage an, die dir dein Unternehmen einräumt. Es kommt einzig auf DEINE persönlichen Prioritäten an.

Willst du reisen und die Welt entdecken, dann wirst du es tun. Mit oder ohne Geld. Willst du warten, bis du Rente bekommst, weil du dann Geld und Zeit hast, dann wirst du auch nach deiner Pensionierung Ausreden finden, die dich davon abhalten in die bunte Vielfalt dieser Welt einzutauchen.

Wenn du zu den Abenteurern, Entdeckern und Optimisten oder vielleicht auch zu den Naiven (so einer war ich glücklicherweise auch) gehörst, dann ist Geld das geringste Problem für dich.

Wenn du zu den Zweiflern, Zögerern, Zauderern und WennichimLottogewinnenwürdedannwürdeich-Leuten gehörst, dann wirst du dir die passenden Ausreden zurecht legen, den Fernseher anschalten und dir die Welt durch die Glotze ansehen.

#1 Zuerst schuldenfrei


Jedesmal bevor ich auf mehrmonatige Tour ging, erledigte ich penibel alle Angelegenheiten zuhause. Ich ging sogar soweit, dass ich mich zwei Mal direkt abmeldete und meinen Ausweis abgab um dann nur noch mit meinem Reisepass unterwegs zu sein. So weit musst du natürlich nicht gehen. Jedoch solltest du keine offenen Rechnungen oder Schulden zurücklassen.

Wenn du über irgendein Business genügend Geld verdienst, um laufende Kosten problemlos decken zu können, dann darfst du natürlich auch Hypotheken haben. Falls du jedoch nur geringe Ressourcen und keine zuverlässigen laufenden Einkünfte hast, dann tilge vor Reiseantritt besser all deine Schulden. Denn nur so kannst du ohne Bauchschmerzen auch längere Auszeiten ins Auge fassen. Womit wir auch schon bei Punkt #2 wären.

#2 Wähle ein günstiges Reiseland

Grössere Reisen plante ich stets mit offenem Ende. Die Enden waren so offen, dass ich mit 28 sogar einfach im Reiseland blieb und heute immer noch hier lebe. Wenn du dich wie ich nicht durch den Faktor Zeit einengen lassen willst, dann plane die Reisezeit grosszügig.

Wenn du sehr günstig reisen willst, dann wähle ausserdem ein günstiges Reiseland. Mit günstiges Reiseland meine ich übrigens nicht Thailand oder Vietnam. Denn du kannst auch in Europa sehr günstig Reisen. Wenn du nicht so weit verreist, sparst du ausserdem das Geld für den Flug.

Zwei Wochen Kuba sind natürlich auch OK. Jedoch ist Kuba ein recht teures Reiseland und in diesem Beitrag geht es ja um besonders kostengünstiges Reisen. Wenn du also lange unterwegs sein willst. Und das mit geringsten Ressourcen. Dann suche dir ein günstiges Reiseland und plane mit offenem Ende.

#3 Festlegung eines minimalen Tagesbudget

Wenn du nur 5 Euro am Tag zur Verfügung hast, aber lange unterwegs sein willst, dann wirst du alles daran setzen, innerhalb dieses geringen Tagesbudgets von 5 Euro zu bleiben.

Selbst in Europa kannst du mit dem Budget leben. Ich bin sogar mit weniger ausgekommen. Wenn du richtig wirtschaftest, dann werden dir die 5 Euro sogar viel vorkommen und du wirst bald mit noch weniger auskommen und den Rest des nicht benötigten Tagesbudget zurücklegen, um noch länger unterwegs sein zu können.

Ein Rechenbeispiel:

  1. Nimm all dein Geld zusammen, was du für eine Reise ausgeben kannst
  2. Teile den Wert durch eine beliebige Reisezeit
  3. Nun weisst du, wieviel Geld an Tagesbudget du für welchen Zeitraum zur Verfügung hast

Z.B.: 1000 Euro (Reisegeld) ÷ 30 Tage (Reisezeit) = 33,33 Euro Tagesbudget

Im Vergleich zu den zuvor veranschlagten 5 Euro sind die 33 Euro ein Heidengeld. Wenn du tatsächlich sehr lange unterwegs sein möchtest und dafür etwas weniger Reiseluxus in Kauf nimmst, könntest du mit den 1000 Euro 200 Tage unterwegs sein.

So planst du übrigens deine Weltreise.

#4 Möglichkeiten der kostenlosen Fortbewegung


Einige völlig kostenlose Fortbewegungsmittel sind Trampen, mit dem Fahrrad oder einfach Laufen. Ich trampte in vielen Okkasionen quer durch Europa. Frankreich ist ein sehr Tramper-freundliches Land. Die knapp 1000 Kilometer von Basel bis nach Mont de Marsan in Südfrankreich schaffte ich einmal in weniger als 17 Stunden. Spanien hingegen ist die Tramperhölle. Hier geht oft garnichts.

Trampen ist nicht jedermanns Sache und Frauen die alleine reisen möchte ich das auch nicht empfehlen. Im Paar kann das jedoch gut funktionieren. Jeder kennt den alten Trick, wo das Mädchen den Finger zum Trampen rausstreckt und wenn der Fahrer dann hält, kommt der Freund mit den Rucksäcken aus dem Gebüsch. Das kann klappen oder auch nicht. Auf jeden Fall ist es zu zweit sicherer als alleine.

Eine sehr gute und sportliche Möglichkeit des kostenlosen Reisen ist das Fahrrad. Ich bereiste Frankreich, Portugal, England, Belgien, Spanien und Holland mit dem Fahrrad. Wenn du meinst, dass das viel ist, dann sieh dir an was der Spanier Álvaro Neil alias Biciclown erreicht hat. Er bereiste die ganze Welt mit dem Fahrrad.

Eine nicht ganz kostenlose aber sehr günstige Möglichkeit der Fortbewegung bieten Mitfahrgelegenheiten, wie man sie bspw. auf Plattformen wie BlaBlaCar organisieren kann.

Nicht zuletzt gibt es auch noch einige nicht ganz korrekte Möglichkeiten des kostengünstigen Reisens:

✓ Kaufe eine Fahrkarte bis zur nächsten Station und stelle dich dann schlafend. Wenn der Schaffner kommt, tust du ganz überrascht. Du hast einfach deine Station verschlafen und verlässt nun gerne das Abteil.

Ein Tramper erklärte mir mal folgenden Trick für kostenloses Zugfahren durch Frankreich:

✓ Dieser Trick funktioniert besonders gut auf weiten Strecken. Du steigst z.B. in Südfrankreich in den Langstreckenzug bis Paris. Dann gehst du direkt zum Schaffner und bittest ihn, dass er deine Personalien für einen Strafzettel aufnimmt. Du kannst nun kostenlos bis Paris im Zug sitzen bleiben. Rein theoretisch würde dann irgendwann ein Strafzettel zu deiner Adresse in Deutschland geschickt.

Auf diese Weise bin ich tatsächlich zwei Mal kostenlos durch Frankreich gereist. Die französischen Behörden sind zu faul, die Strafzettel bis nach Deutschland zu schicken. Bei mir kam jedenfalls nie etwas an.

#5 Reisen mit wenig Geld: Gratis übernachten

Draussen zu übernachten ist die günstigste Alternative, weil es komplett kostenlos ist. Du brauchst nur einen Schlafsack und eine Isomatte. Du benötigst nicht einmal ein Zelt. Ich schlief auf vielen Reisen draussen. Das Zelt baute ich nur in sehr seltenen Fällen auf. Und zwar nicht wegen dem Regen sondern vielmehr wegen Kleintieren, Schlangen, etc.

Selbst in Städten kannst du draussen schlafen. Meide jedoch Parks. Suche dir lieber eine ruhige Ecke an Stellen, wo dich niemand vermutet, wie in bewaldeten Abschnitten rund um Burganlagen, etwas ausserhalb einige Meter vom Strassenrand entfernt o.Ä.

Wenn du eine Wohnung bevorzugst, kannst du über Couchsurfing kostenlos unterkommen. Und das sogar weltweit.

#6 So isst und trinkst du umsonst

Trinkwasser ist in Europa überall umsonst. In Asien oder in der Karibik solltest du jedoch kein Wasser aus der Leitung trinken. Hier musst du das Wasser entweder in Form von Wasserflaschen kaufen oder du nimmst einen Outdoor Wasserfilter mit. Die Marke Sawyer hat hier sehr gute Modelle im Hosentaschenformat.

Essen ist meist nicht gratis aber muss auch nicht übermässig teuer sein. Wenn du überhaupt kein Geld mehr zur Verfügung hast, dann kannst du Mülltonnen vor Supermärkten nach Essbarem absuchen. Hier werden oft Nahrungsmittel entsorgt, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, die aber trotzdem noch geniessbar sind.

Wenn du keine Lust hast in Müllcontainern zu wühlen, dann kannst du auch direkt das Personal fragen, ob sie überlagerte Lebensmittel abzugeben haben. Das funktioniert auch auf Lebensmittelmärkten, bei Bäckern, Obsthändlern, Fleischern, etc.

Verfügst du über deine 5 Euro Tagesbudget, dann musst du nicht in Mülltonnen suchen, sondern kannst dir köstliche Mahlzeiten nach eigenem Geschmack kreieren. Für unter einen Euro bekommst du 1 kg Mehl. Hieraus kannst du eine ganze Woche lang Fladenbrot backen.

Es gab Zeiten, da buk ich jeden Morgen zum Frühstück mein Fladenbrot. Du brauchst nur einen Topf oder eine grosse Tasse, eine kleine Handvoll Mehl und Feinschmecker noch eine Prise Salz. Im Topf oder in der Tasse formst du einen Teig und bäckst daraus in wenigen Minuten ein oder mehrere Fladenbrote.

Gebacken wird in einer Pfanne oder über einem Blech oder heissen Stein über offenem Feuer oder Campinggas. Zum Backen wird übrigens kein Öl verwendet.

Ein Paket Kaffee bekommst du ebenfalls sehr günstig und es reicht sehr lange. Das gilt auch für Nudeln, Reis, Bohnen, Trockenmilch, etc. Frisches Gemüse und Obst kannst du günstig auf Wochenmärkten erlangen. Frage einfach nach altem Obst oder Gemüse welches weg muss. Das bekommst du entweder sehr preiswert oder sogar geschenkt.

Du siehst: Mit 5 Euro kann man sehr viel anstellen.

#7 Schätze, was du hast und vermisse nicht, was du nicht hast

Meine Freiheit war mir immer wichtiger als materielle Werte. Ich kann mich noch gut an einen Abend am Wegrand nahe San Sebastian in Nordspanien erinnern. Ich hatte gerade meine alte Wohnung in Deutschland aufgelöst, meinen Ausweis abgegeben und befand mich am Anfang einer Reise ohne genauen Reiseplan und mit offenem Ausgang.

Ich hatte nur wenige hundert Euro zur Verfügung, wusste aber aus vergangenen Reisen, dass der Faktor Geld tatsächlich überbewertet wird. Während über meinem Campingkocher die Suppe brodelte, ging am Horizont die Sonne unter. Für nichts in der Welt hätte ich diesen Augenblick eingetauscht.

Gönne dir Freiheit und schätze was du hast. Vermisse nicht, was du nicht hast. Materielle Werte verlieren mit der Zeit an Wert. Ein gelebter Augenblick jedoch ist unvergänglich.

Über den Autor


Nach mehrmonatigen Reisen durch Europa, Indien und Nepal wanderte Mike Lippoldt mit 28 mit dem Fahrrad nach Spanien aus. Über seine Abenteuer und seinen Neubeginn verfasste er das Buch „Ohne Geld in ein neues Leben“. Als selbständiger Unternehmer lebt er in Südspanien. Im Outdoor- und Reiseblog ousuca.com schreibt er über seine Lieblingsthemen Outdoor, Survival und Camping.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Die Negev Wüste in Israel ist ein atemberaubender Ort und eines der absoluten Must-Do Highlights Israels! Die kahlen Wüstenlandschaften sind faszinierend anzusehen und wurden vom Lonely Planet zu den Top-Weltregionen gewählt. Ich war vor kurzem dort und habe die Wüste mit einem Jeep erkundet.

Die Negev Wüste in Israel erinnert mich an die Landschaften, die ich aus meinem Märchenbuch aus Kindertagen kenne: Sie bedeckt mehr als die Hälfte der gesamten Landesfläche Israels und ist voller herber Schönheit und faszinierender Geschichte und so ganz anders als die Sahara, die ich auf meinem Wüstenausflug in Marokko kennenlernen durfte. In der Sahara gibt es nichts weiter als Sand so weit das Auge blickt. In der Negev dagegen ist von sandigen Dünen bis hin zu felsigen Ebenen, Canyons und Quellen und unbefestigten Straßen alles dabei, was man sich unter einer Wüste vorstellen kann. Und damit eignet sich der Negev hervorragend für ein kleines Wüstenabenteuer mit einem Geländewagen.

Da ich es mir nie zugetraut hätte, alleine durch die fetten Off-Road Straßen, Schotterpisten und felsigen Wüstenlandschaften zu brettern und die teilweise recht halsbrecherischen Abbiegungen zu nehmen, ließ ich mich von einem Guide in seinem Jeep herum chauffieren. Alex war jüdischer Russe und ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Kind mit seinen Eltern nach Israel ausgewandert. Er war anders als die meisten Israelis, die ich in Eilat kennengelernt hatte, ziemlich auf zack und legte ein Tempo an flotten Sprüchen vor, das Mario Barth alt aussehen ließ.

Alex erklärte uns, dass der Negev bereits vor über 7000 Jahren bewohnt wurde und zwar von Nomaden. Das berühmteste Nomadenvolk waren dabei wohl die Nabatäer, die ihre berühmte Weihrauchstraße durch die Negev Wüste laufen ließen – direkt an der legendären jordanischen Felsenstadt Petra vorbei, um Handel zu betreiben.

Vielleicht fragst du dich jetzt, was an so einer gähnenden Leere in einer Wüste eigentlich spannend ist; alles sieht doch gleich aus. Die Negev Wüste ist jedoch alles andere als eine leere Sandfläche. Neben den nomadischen Beduinen, die hier seit Jahrhunderten gelebt haben, gibt es florierende moderne israelische Gemeinden wie den kleinen Ort Eilat, der am Roten Meer liegt und Taucher aus aller Welt anzieht. Knapp zehn Prozent der israelischen Bevölkerung lebt sogar in diesem Gebiet. Daneben musst du dir hunderte Felsformationen, Hügel und Erdhügel vorstellen, die in den unterschiedlichsten Farben leuchten und die Sonnenuntergänge erst…

Romantische Negev Wüste

Wahnsinnig romantisch, wie die Sonne die Berge in die tiefsten Rottöne getaucht hat. Auf dem Berg Shlomo mit dem Blick über das Rote Meer, Ägypten, Jordanien und Saudi Arabien nur einen Steinwurf entfernt, fühlte ich mich unheimlich frei und nah bei mir.

Mein Kopf war auf angenehme Art leer und mein Herz glücklich. Kein Gedankenkarussel wie ich es von quirligen Städten kenne sondern einfach einmal die Stille um mich herum wahr nehmen und diese unheimliche Natur auf mich wirken lassen!

Unser Wüstenfuchs Alex präparierte Tee auf einem improvisierten Lagerfeuer und gab Pitabrot mit Humus aus. Ich blickte auf das Tal und genoss den unglaublichen Blick über die Wüstenlandschaft und die untergehende Sonne. Abends wurde es zwar recht kühl, aber eine leichte Jacke und ein Fleece-Pulli reichten mir, um nicht zu frieren.

Als wir dann auch noch einen Nubischen Steinbock sahen, der genüsslich an etwas herum kaute, was aussah wie ein Schuh, kam ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Ich war eh schon in das Land und die Leute verliebt und die Leere und Weite des Landes begeisterten mich noch mehr. Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass ich ein Landei bin und die Idylle und Natur mir liegen.

Übrigens für die Geologen unter euch: Die Negev Wüste verfügt über eine einzigartige geologische Formation – die makhteshim. Das sind einzigartige kraterähnliche Landformen, die nur in der Negev Wüste gefunden werden und bis auf den ägyptischen Sinai verlaufen.

✓ Jeep Tour: 120 Schekel (rund 30 Euro) für vier Stunden Ausfahrt

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

Der Beitrag Mein Offroad-Abenteuer in der Negev Wüste erschien zuerst auf Happybackpacker.

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Meine ultimativen Malta Tipps helfen dir bei deiner Planung deiner Reise. Wenn du nützliche Infos zur Sprache, Budget oder Öffis suchst, bist du hier genau richtig.

Jetzt, da halb Deutschland im Weihnachtstress zu sein scheint und unsere mehlig weiße Haut nach ein wenig Sonne lechzt, wäre ein spontaner Trip in die Sonne doch eine tolle Alternative, oder? Anstatt zu jammern einfach mal machen. Ich denke da an eine kleine Insel im Mittelmeer, auf der an rund 3.000 Stunden im Jahr die Sonne scheint. Das macht durchschnittlich acht Stunden am Tag – an jedem einzelnen Tag im Jahr! Kannst du dir das vorstellen, dass es mitten in Europa einen Ort gibt, auf dem Menschen leben und arbeiten, die graue Himmel und Nebel nur vom Hörensagen kennen?!

Ich habe solche Paradiese gerade fast vergessen, weil ich in letzter Zeit viel Stress in Berlin hatte. Aber nur ein paar Flugstunden von Deutschland entfernt, befindet sich ein echter Traum für Weihnachtsgrinche: Das Sehnsuchtsziel Malta.

Zwischen Sizilien und Tunesien wie ein paar Perlen mitten in den tiefblauen Gewässern des Mittelmeers gelegen, vereint Malta das Beste aus zwei Welten. Unter der sengenden Sonne ist die palmengesäumte Landschaft mit malerischen Bergstädten, friedlichen Seehäfen und alten Fischerdörfern übersät. Es gibt einen deutlichen nordafrikanischen Einfluss und die maltesische Sprache leitet sich von arabischen und italienischen Sprachfetzen ab.

Maltas Hauptstadt Valletta ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Insel Malta ohne Auto zu erkunden. Die Insel verfügt über ein effizientes Bussystem mit Valletta als Zentrum. Daneben ist die Schwesterinsel Gozo die beste Wahl für Entspannung am Strand mit Schnorchel-, Tauch- und Wanderausflügen.

Meine ultimativen Tipps, die du auf Malta gesehen und ausprobiert haben musst, habe ich dir in meinen Top 9 Malta Tipps zusammengestellt!

1. Maltas elegante Hauptstadt Valletta


Einst eine strategisch wichtige Hafenstadt trägt die gesamte Stadt Valletta bis heute Zeugnis der großartigen Geschichte des Malteserordens. Dieser wurde im Jahr 1530 auf Malta angesiedelt und die Ritter schufen eine ihrer aristokratischen Größe angemessenen Hauptstadt. Valletta ist nur knapp einen Quadratkilometer groß und lässt sich daher wunderbar zu Fuß erkunden. Genieße den atemberaubenden Ausblick auf den Grand Harbour von der idyllischen Parkanlage Upper Barrakka Gardens. Ich fand das auf einer Halbinsel gelegene Fort St. Elmo ziemlich beeindruckend, das im 16. Jahrhundert von den Malteserrittern errichtet wurde.

Übrigens wird Valletta 2018 Europäische Kulturhauptstadt sein und plant dafür zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Festivals. Was genau liest du hier: https://www.visitmalta.com/de/events

2. Eine Tour an der alten Befestigungsanlage


Valletta wurde von den Rittern des Malteserordens gebaut, nachdem sie in der Großen Belagerung von 1565 die Inseln fast an die Osmanischen Türken verloren hatten. Zum besseren Schutz wurde die Stadt auf einer kargen, felsigen Halbinsel mit Wasser drumherum gebaut als uneinnehmbare Festung. Und mehr als 200 Jahre lang wagte niemand eine Invasion.

Bis heute beeindrucken die Befestigungsanlagen. Ich schlenderte am liebsten die trutzigen Befestigungsmauern entlang und genoss den herrlichen Blick auf die beiden Häfen, die die Hauptstadt flankieren. Am besten beginnst du mit deiner Tour am Stadttor – dem Haupteingang zur Stadt. An der Spitze der Halbinsel, am anderen Ende des Stadttors, steht Fort St. Elmo, das während der Belagerung von Malta 1565 die volle Wucht der Angriffe der osmanischen Truppen zu spüren bekam und komplett zerstört wurde. Kurze Zeit später wurde es in nahezu alter Pracht aber wieder aufgebaut und ist daher sehr interessant, wenn du dich wie ich für Geschichte interessierst.

3. St. John’s Co-Kathedrale


Die Hauptkirche des Malteserordens, äußerlich schlicht gehalten, wurde 1570 als Hauptstadt der Ritter errichtet. Im Inneren blendete sie mich jedoch fast mit ihrer üppigen und reich dekorierten Ausstattung aus Gold, Marmor, Wandteppichen, Stuck und Schnitzereien. Jede Sprachgruppe der Ritter besaß in der Kathedrale je eine Kapelle und sie wetteiferten um die größte und prunkvollste Dekoration. Eines der bedeutendsten Werke in der Kirche ist „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ von Caravaggio.

✓ Kontakt: www.stjohnscocathedral.com
✓ Eintritt: 6 € – Fotos vom Inneren sind nicht gestattet

4. Malta Tipps: Alte Hauptstadt Mdina


Lange bevor Valletta die Hauptstadt von Malta wurde, trug Mdina diesen Titel. Seit der Bronzezeit bewohnt und befestigt, verlor sie nach der Ankunft der Ritter im 16. Jahrhundert langsam an Bedeutung.

Die Stadt ist immer noch bewohnt, aber fühlt sich wie ein lebendiges Freilichtmuseum an und wird daher auch gerne als Kulisse für Filmproduktionen wie „Game of Thrones“ benutzt. Maltas Adelsfamilien haben hier ihre Stammhäuser und die kleinen, labyrinthartigen Straßen der Stadt sind eine wahre Augenweide.

✓ Mein Tipp: Nach Sonnenuntergang, wenn die Touristenscharen wieder in ihre Busse verladen sind und Mdina zur Ruhe kommt, spürte ich erst die Atmosphäre in den Gassen. Ich schlenderte durch die engen Straßen und stellte mir die zahlreichen Lebensgeschichten vor, die sich dort einst abspielten.

5. Zurück in die Kindheit im Popeye Village


Das Popeye Village in Mellieha ist mega touristisch und erinnert eher an Disneyland als an einer echten Ort in Europa. Das Dorf wurde ursprünglich als Filmkulisse für den Film „Popeye“ aus den 1980er Jahren mit Robin Williams gebaut und hat sich seitdem zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen Maltas entwickelt.

Das Filmset besteht aus einem malerischen Küstendorf aus zwanzig Holzkonstruktionen. Es gibt eine Post, Bäckerei, Feuerwehrhaus und andere Gebäude und man kann sämtliche Popeye-Produkte dieser Welt kaufen. Trotz des omnipräsenten Merchandisings berührte mich der Ort irgendwie. Ich habe den Film zwar selber nicht gesehen, aber ich fühlte mich wie ein kleines Mädchen in Disneyland – einem Traumziel, zu dem ich es selber als kleines Kind nie geschafft habe.

✓ Adresse: Popeye Village, Anchor Bay, Mellieha, Malta
✓ Offizielle Seite: www.popeyemalta.com

6. Die Blaue Blaue Grotte heißt nicht umsonst so

Die Blaue Grotte ist eine Höhle auf Malta und wird durch eine gewundene Straße auf einer Klippe hoch über dem Mittelmeer erreicht. Die Blaue Grotte befindet sich in der Nähe von Zurrieq. Der Mythologie nach warteten in der Blauen Grotte die Sirenen, die mit ihren Reizen einst Matrosen gefangen nahmen. Heute gelangt man durch eine fjordartige Bucht in ein Höhlensystem mit sechs Sälen, wovon die Blaue Grotte die größte und beeindruckendste ist. Das Wasser ist klar und schimmert im Sonnenlicht azurblau.

Wenn du magst, kannst du eine geführte Bootstour auf einem der bunt bemalten traditionellen Fischerboote namens Luzzus unternehmen. Die Boote fahren alle 20 oder 30 Minuten. Wenn das Meer ruhig ist dauert die Überfahrt etwa eine halbe Stunde.

7. Gozo – Das andere Malta entdecken


Gozo ist die zweitgrößte Insel des Archipels und zugleich das idyllischste Ziel der maltesischen Inseln. Mit seiner malerischen Landschaft, den ruhigen Städten und unberührten Stränden ist diese kleine Insel der perfekte Ort, um einen erholsamen Urlaub zu genießen und dennoch kulturelle Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dort kannst du den 5.600 Jahre alten Ggantija-Tempel besuchen oder das einstmals berühmte Azure Window bewundern – ein beeindruckendes Felsentor, das allerdings Anfang diesen Jahres aufgrund von Erosion eingestürzt ist.

Der Großteil der Insel ist sanft hügelig und mit vielen kleinen Bauernhöfen bedeckt. Die Hügel führen zu geschützten Stränden und alten Fischerdörfern.

Die Insel Gozo ist mit der Fähre von Maltas Städtchen Cirkewwa gut erreichbar.

8. Der beste Tauchspot im Mittelmeer


Malta gilt als der Top Spot für europäische Taucher und hat einige der besten Tauchplätze im Mittelmeer zu bieten. Es gibt zahlreiche Tauchzentren auf der ganzen Insel, die von Anfängerkursen bis zum Ausrüstungsverleih für erfahrene Taucher alles anbieten.

Wie bei allen Tauchgängen im Mittelmeer geht es auf Malta weniger um eine große Anzahl bunter Fische, sondern vielmehr um die außergewöhnliche Unterwasserlandschaft und Wracks. Meine Lieblingstauchplätze liegen an der Westküste der Insel Gozo – die Inland-Sea und das Blue Hole mit dem Azure Window. Gerade das Blue Hole war ein einmaliger Tauchgang von Weltklasse mit einem schornsteinartigen Tunnel und dramatischen Lichtspielen unter Wasser.

✓ Mehr zu meinen Tauchabenteuern auf Malta liest du hier: Taucherparadies im Mittelmeer
✓ Kosten: 2 Tauchgänge 80 Euro, mit Ausrüstung

9. Stelle deinen eigenen Limoncello her

Sizilianer und Malteser streiten sich schon lange darüber, wer den besseren Likör aus Zitronen herstellt. Mich als Nordlicht interessiert auch mehr die Qualität eines Limoncellos. Auf Malta kannst du deinen eigenen Limoncello herstellen und sogar die Zitronen frisch vom Baum pflücken, bevor die Verarbeitung losgeht. Das schmeckt herrlich süß-sauer und wohlig schüttelte ich mich. Es ist ein gutes Gefühl, seinen eigenen Likör herzustellen – ganz ohne Konservierungsstoffe und weiten Transportwegen.

✓ Hier gibt es das Likörrezept: Limoncello

Hast du noch Fragen zu meinen Malta Tipps und den Orten, die ich besucht habe? Dann ab damit in die Kommentare!

*Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von der Blog Island Malta Kampagne.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Afrika war lange das Sehnsuchtsziel schlechthin für mich, und trotzdem habe ich mich lange nicht an den Kontinent herangetraut. Meine Reise in den Senegal hat das schlagartig verändert. Ich habe mich verliebt und definitiv Lust auf mehr bekommen. In meinem Senegal-Reiseführer findest du alles, was du für deinen Senegal Trip wissen musst und noch viel mehr! Trau dich und entdecke dieses wunderbare Land! Meine Packliste für deinen Trip in den Senegal gibt’s hier.

✓ Hauptstadt – Dakar

✓ Fläche – 196.712

✓ Einwohner – 15,4 Millionen (2016)

✓ Sprache – Französisch und Wolof

✓ Zeitzone – Eine Stunde im Winter zurück, zwei im Sommer

✓ Telefonvorwahl +221

✓ Sprache: Amtssprache ist Französisch. Das heimische Wolof ist Verkehrssprache.

✓ Einreise und Visum – Bis max. drei Monat ist kein Visum nötig. Der sechs Monate gültige Reisepass reicht aus.

✓ Währung – Der CFA-Franc de la Communauté Financière d’Afrique ist die Währung der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion – also von Benin bis Togo. / 1 Euro = 655 CFA Franc

✓ Budget – Rund 40 – 50 CFA Franc pro Tag. Der Senegal ist gerade für Touristen gar nicht so günstig wie man denkt. Für eine Unterkunft in einem nicht gerade Sternelastigen Hotel musst du schon mit 20 bis 30 Euro rechnen. Und auch in einem günstigen Restaurant blätterst du um die fünf Euro auf den Tisch. Viele Nahrungsmittel werden importiert, und sind daher relativ teuer. Busse, die auch die Einheimische nutzen sind spottbillig, allerdings scheinen sie weder einem Fahrplan noch einer bestimmten Uhrzeit zu folgen und die kürzeste Strecke dauert gefühlte Ewigkeiten.

1. Ist der Senegal das richtige Reiseziel für mich?


Der Senegal liegt am westlichen Zipfel Afrika und ist ein extrem sicheres Reiseland. Im Land gab es nie einen Putsch und die Demokratie ist seit Jahrzehnten stabil. Und trotzdem hatte ich lange Zeit Angst davor, in ein schwarzafrikanisches Land zu reisen. Hörte immer wieder Geschichten, dass Afrika eine Nummer für sich sei und zu schwer als allein reisende Frau zu besuchen. Ich denke, dass dabei auch die Kolonialgeschichte eine große Rolle spielt. Jahrhundertelang wurde in Europa die Mär vom schwarzen Mann erzählt.

Als ich mich schließlich im Senegal befand, fragte ich mich beschämt, wovor ich so lange Angst hatte. Klar ist der Senegal arm, aber die Menschen waren gastfreundlich, offen, kommunikativ und immer für einen Plausch zu haben. Ich bin weder beklaut wurden noch überfallen und auch nicht über dahinsiechende Kinder gefallen sondern war begeistert von den Einwohnern und dem Land.

Die rund 15 Millionen Einwohner sind mehrheitlich muslimisch, und doch leben sie friedlich mit den vielen Christen im Land. Es gibt gemischte Ehen, und die mehr als zwanzig Ethnien des Landes leben entspannt miteinander. Die wenigsten Muslima verhüllen sich und überhaupt war das Thema kaum der Rede wert. Ich hatte das Gefühl, dass die Senegalesen tief religiös waren, aber jeden nach ihrer Art leben ließen. Das beeindruckte mich sehr.

Dazu beträgt die Flugzeit insgesamt nur rund neun Stunden und es gibt eine maximale Zeitverschiebung von zwei Stunden. Das bedeutet keinen anstrengenden Jetlag und kurze Flugzeiten, um in die Tropen zu düsen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand für mich.

2. Wie sicher ist der Senegal?


Wie ich eingangs schon geschrieben habe, ist der Senegal ein relativ sicheres und stabiles Reiseland. Es gibt keine Krisen und die Menschen sind herrlich entspannt. Natürlich kannst du dort beklaut werden, schließlich sind die Menschen bitterarm. Aber die Chancen sind dazu nicht höher als zuhause in Deutschland.
Wie überall in der Welt solltest du die Augen offen halten und nicht übermütig deine Siebensachen unbeaufsichtigt liegen lassen. Und sei bitte nicht zu misstrauisch, wenn du mal wieder von der Seite angequatscht wirst: Die meisten Menschen auf dieser Welt sind viel offener und kommunikativer als wir Deutschen. Sie wollen meist nichts Böses, sondern einfach einen netten Plausch halten.

Ich habe mich im Senegal immer sicher gefühlt, und war sogar von den hilfsbereiten Einheimischen überrascht. Mir wurde oft geholfen ohne etwas als Gegenleistung zu erwarten. Einfach nur weil man mitgedacht hat.

Ein letztes Wort allerdings zum Straßenverkehr: Passe dort unbedingt auf, da besonders in Dakar gerast. Sicherlich ist der verrückte und verstopfte Straßenverkehr in Dakar das gefährlichste im ganzen Land.

Übrigens liest du hier meine besten Tipps, um sicher durch den Senegal zu reisen: Sicherheit auf Reisen.

3. Die besten Reiserouten im Senegal


✓ Dakar: Ausgangspunkt ist sicherlich immer die senegalesische Hauptstadt, es sei denn du fährst mit dem Auto an. Das ist immer noch ein Traum von mir! Dakar ist die am westlichsten gelegene Stadt von ganz Afrika und ist mit rund zwei Millionen Einwohnern eine echte Metropole. Die Stadt hat an sich nicht viel zu bieten, aber wenn du wie ich gerne surfst, dann lohnt sich ein längerer Aufenthalt auf Ngor Island direkt vor den Toren der Stadt.

✓ Insel Gorée: Nur eine halbe Stunde Fährfahrt entfernt von Dakar liegt Gorée, eine ehemaligen Sklaveninsel. Die winzig kleine Insel an der westlichsten Spitze Afrikas erreichte durch seine Geschichte des Sklavenhandels traurige Berühmtheit. Bis zum 17. Jahrhundert sollen dort rund 20 Millionen Sklaven verschifft worden sein, und im berühmten „Sklavenhaus“ kann man noch die kleinen Zellen besuchen, in denen die Sklaven auf ihr Schicksal warteten. Heute erinnert jedoch kaum noch etwas an die Geschichte: Die Straßen säumen gepflegte Kolonialbauten und auf charmantem Kopfsteinpflaster flanieren Horden von Touristen aus aller Welt.

✓ Salzsee Lac Rose: Schon im Flieger wurde ich auf den See aufmerksam gemacht: Rund drei Quadratkilometer groß, soll er sich vor allem in der Trockenzeit rosa verfärben. Dieses Farbenspiel in seiner ganzen Pracht zu sehen, ist allerdings ein Glücksspiel: An den meisten Tagen im Jahr ähnelt der See eher einer braunen Brühe mit weißen Salzbergen am Ufer. Dafür kann der Lac Rose noch etwas ganz anderes. Er enthält so viel Salz, dass du wie im Toten Meer dort schwimmen und nicht abtauchen kannst.

✓ Wüstentour nach Lompoul: Ein paar Stunden nordöstlich von Dakar liegt die malerische Dünenlandschaft von Lompoul Am besten leihst du dir dazu einen Allradwagen aus, um an der Küste den menschenleeren Strand entlang zu düsen und anschließend die Dünen querfeldein zu befahren. Die Wüste in Lompoul ist zwar nicht die Sahara und recht überschaubar, trotzdem ist der Sand fein und die Dünen atemberaubend. Du kannst sogar im Desert Camp Lompoul in einer Oase übernachten und vorm Berberzelt den Sternenhimmel beobachten.

✓ Weiter geht es nach Saint Louis: Im Norden des Senegals gelegen, gilt Saint Louis als Venedig Afrikas. Die Lagunenstadt zählt mit seinen kolonialen Bauten zum Unesco-Weltkulturerbe.

✓ Touba: Touba ist das religiöse Zentrum der Sufi-Bruderschaft Muridiyya. Ähnlich wie Mekka sollen gläubige Senegalesen mindestens einmal in ihrem Leben die Stadt besuchen. In Touba befindet sich auch eines der größten islamischen Gotteshäuser südlich der Sahara.

✓ Casamance: Die im Süden gelegene Region der Casamance um Gambia ist für ihre schönen Landschaften, Architektur und die Folklore seiner verschiedenen Volksgruppen bekannt. Senegals authentische Region sozusagen.

4. Wie teuer ist der Flug in den Senegal?

Nichts ist einfacher als das! Ich war selbst überrascht, wie günstig die Flüge aus Europa in den Senegal sind. Ich kann es mir nicht anders erklären, als dass viele Senegalesen in Europa arbeiten und die Strecke hoch frequentiert ist.

Wenn du nichts gegen 30 Stunden Transfers hast, dann kannst du schon für 250 Euro nach Dakar fliegen! Ein echtes Schnäppchen. Ich habe für 400 Euro einen Flug über Brüssel mit Brussels Airline gefunden und war rund neun Stunden unterwegs.

Am besten bei Suchmaschinen wie flug.idealo.de und skyscanner die Flüge vergleichen und dann buchen!

5. Wann ist die beste Reisezeit?


Das Wetter im Senegal ist in den meisten Monaten ein Traum. Ich besuchte das Land jedoch im Oktober, am Ende der Regenzeit und noch während der großen Hitzewelle des Sommers und fand es unerträglich heiß. Ich rede hier von 40 Grad im Schatten und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Daher eignet sich der Senegal am besten, um dem deutschen Winter zu entkommen. Dann herrschen an der Küste angenehme Temperaturen um die 25 Grad und es wehen feucht-kühle Winde.

✓ April – Oktober: Regenzeit

✓ Oktober – April: Trockenzeit

6. Gesundheit: Diese Impfungen benötigst du

Wenn du genug Geld hast, um Urlaub im Senegal zu machen, dann sollte es dir auch deine Gesundheit wert sein, dich vor deiner Reise umfassend zum Impfschutz beraten zu lassen und zu handeln. Folgende Impfungen sind ein absolutes Muss:

✓ Diphterie, Tetanus, Polio, Masern, Mumps, Röteln solltest du sowieso alle zehn Jahre auffrischen und immer up to date haben!

✓ Typhus

✓ Hepatitis A und B

✓ Gelbfieber: Landesweit gilt ein erhöhtes Risiko und eine Impfung ist absolut notwendig. Die Impfung erhältst du bei jedem Tropeninstitut oder Gesundheitsamt in deiner Stadt. Angeblich soll man wohl bei der Ankunft am Flughafen auch den Gelbfieber-Impfschutz nachweisen, aber ich bin nicht kontrolliert wurden.

✓ Kommen wir nun zur Malaria: Im ganzen Land herrscht ganzjährig ein hohes Ansteckungsrisiko. Ich bin aber zwiegespalten, ob eine Prophylaxe nötig ist oder es reicht, die Medikamente auf Stand-by dabei zu haben. Schließlich ist die Malaria-Prophylaxe eine ganz schöne Chemiekeule und bietet sich eigentlich nur an, wenn du für ein paar Wochen im Land reist. Bei längeren Trips schützt du dich am besten wie die Einheimischen und gehst den Mücken aus dem Weg:

• Lange helle Kleidung tragen
• Insektenschutzmittel mit DEET
• Moskitonetz beim Schlafen

Außerdem ist meine Reiseapotheke prall gefüllt und ich verfüge über eine entsprechende Langzeit-Reiseversicherung.

7. Wie vermeide ich Probleme mit dem Magen?

Ich habe einen empfindlichen Magen und bin ziemlich anfällig für Probleme mit dem Magen und Darm. Leider muss ich sagen, denn es ist nicht gerade ein schönes Erlebnis mitten in den Tropen eine Toilette zu suchen. Meist sind das Löcher im Boden ohne fließend Wasser. Toilettenpapier verlange ich schon gar nicht mehr, da ich versuche, immer Tempotaschentücher mitzuführen. Deswegen versuche ich mittlerweile kaum noch Experimente mit dem Essen und meide Straßenstände, die nicht proppenvoll gefüllt sind mit Gästen.

Antibakterielles Handgel ist ebenfalls mein treuer Begleiter, damit ich mir wenigstens vor dem Essen die Hände desinfizieren kann. Überhaupt ist eine sorgfältige Hygiene bei Nahrungsmittel und Trinkwasser zu beachten:

✓ Ich trinke kein Trinkwasser.

✓ Kaufe mir nur Obst und Gemüse, was ich schälen kann.

✓ Ich schaue bei Straßenständen wenn möglich bei der Zubereitung zu.

✓ Buffets meide ich

8. Das musst du unbedingt im Senegal probieren


Ich bin kein großer Gourmet und darf mich deswegen nicht wirklich aus dem Fenster lehnen, aber das Essen im Senegal hat mich wirklich nicht vom Hocker gehauen. Es gab kaum frisches Obst wie man das aus anderen tropischen Ländern zum Beispiel in Asien kennt. Und irgendwie schien das Essen immer aus zerkochtem Gemüse, Soße und Reis zu bestehen.

Die traditionellen Grundnahrungsmittel sind Hirse, Hülsenfrüchte und Kuhmilch. In Dakar wird dazu noch viel Reis serviert. Traditionellerweise reicht man im Senegal die warmen Mahlzeiten in einem großen Topf, aus dem alle ihr Essen löffeln. Mittlerweile eben auch mit dem Löffel – und ursprünglich mit den Fingern.

Die wichtigsten Gerichte sind:

✓ Thieboudienne besteht aus in Tomatensoße gekochtem Reis, geschmortem Gemüse und Fisch.

✓ Yassa: Mariniertes Fleisch oder Fisch und mit Reis gegessen.

✓ Maafe: Das Fleisch und Gemüse wird in Erdnusssoße geschmort und selbstverständlich auch mit Reis serviert.

✓ Ataya: Genau wie in Marokko wird auch im Senegal der Tee in einer aufwendigen Zeremonie getrunken und ist sehr süß.

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