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Findet ihr nicht auch, dass israelische Männer das gewisse Etwas haben? Mit ihren dunklen Locken, gebräunter Haut und heißblütigen Blicken schaffen sie es mühelos, jede Frau charmant und hypnotisierend um den Finger zu wickeln. Und dann erst der Akzent.

Ja ich gebe zu, seitdem ich das erste Mal durch Südamerika gebackpackt bin und unzählige Israelis traf, habe ich eine große Schwäche für israelische Männer.

Wenn du noch nicht das Glück hattest, einen Israeli selbst zu erleben, wirst du es nach dem Lesen meiner – nicht immer ernst gemeinten – Gründe tun wollen.

1. Diese Haare

Du stehst auf wuschelige, dunkle Locken und Bart und kuschelige Brusthaare? Dann solltest du darüber nachdenken, nach Israel zu ziehen: Israelische Männer sind mit unglaublichen Haaren gesegnet. Während ihrer dreijährigen Armeezeit müssen sie sich diese zwar raspelkurz rasieren. Aber danach trauen sich die meisten glücklicherweise jahrelang nicht mehr zum Friseur.

Zwar hat mittlerweile jeder Hipster einen Bart oder versucht sich zumindest, einen wachsen zu lassen, aber bei den wenigsten sieht das so lässig und sexy aus wie bei den heißen Israelis. Und mal ehrlich, wenn du auf Babypopo und glattrasierte Brust stehst, solltest du eher nach Schweden fahren…

2. Sie lieben das Reisen genauso wie ich

In Israel wohnen rund 8 Millionen Menschen. Und trotzdem treffe ich auf meinen Reisen immer wieder unzählige Israelis, denn sie sind wahre Weltmeister im Reisen.

Die meisten Israelis unternehmen nach ihrer Zeit in der Armee lange Rucksacktouren, und viele von ihnen zieht es auch danach immer wieder hinaus in die große weite Welt. Ich liebe ihren wunderbaren Sinn für Abenteuer, sie erforschen neue Orte, kosten fremde Gerichte, lernen neue Ideen und Sprachen.

3. Spiritualität ist keine seltene Krankheit für sie

Gerade diese Offenheit gegenüber neuen Ländern gepaart mit all den Jahren in der Armee, lassen sie andere Wege einschlagen, als die Ausgelatschten und Vorgezeichneten unserer Eltern.

Die Jahre in einer Armee, in der man nicht für den Ernstfall in irgendwelchen Wäldern trainiert, sondern wirklich jeden Tag kurz vor dem Einsatz in Krisengebieten steht, scheint sie sensibilisiert zu haben für die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben. Die meisten Männer haben eine Meinung zur Armee und Politik im Land und mehr als eine Handvoll Geschichten darüber zu erzählen. Im besten Fall beinhalten diese die Langeweile in der Wüste oder eine gewisse Zeit im Gefängnis, weil sie nicht zur Armee gehen wollten. Andere Stories haben mich schockiert, wenn junge Menschen Anfang zwanzig über Krieg, Ungerechtigkeit, Bedauern und Tod reden, als sei des das Normalste der Welt.

In so jungen Jahren mit solch heftigen Situationen konfrontiert zu sein, muss unheimlich schwierig zu verdauen sein. Und nicht wenige suchen Halt im spirituellen Glauben.

Selten in meinem Leben habe ich so viele Menschen kennengelernt, die sich im derzeitigen System verloren fühlen und den Status Quo nicht akzeptieren. Sei es auf einem Tantraseminar oder in Yoga-Camps, bei einem Bier am Strand oder im Kibbuz – immer scheint sie ein Hauch von Melancholie und charmanter Neurose zu umwehen.

4. Sie haben große Herzen

Während ihrer drei Jahre Armee haben viele Israelis Freunde, Verwandte oder Bekannte verloren. Dadurch müssen sie schneller erwachsen werden als Gleichaltrige in anderen Gegenden der Welt. Und auch wenn sie nach außen gerne den taffen Macho geben, bestehen ihre Herzen oftmals aus einer weichen Grube von bedingungsloser Liebe und Fürsorge.

Oberflächlich gesehen ist es vielleicht nicht so einfach wie in den USA einen Weg in das Herz eines Israelis zu finden, aber sobald du es geschafft hast, wird sich daran auch nicht so schnell etwas ändern.

5. Israelische Männer sind brutal ehrlich

Israelis halten mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg und kommen schnell zur Sache. Vielleicht liegt das an ihrer Sprache, vielleicht ist es die Kultur, vielleicht ihr Ego – was auch immer es sein mag, israelische Männer sind direkt und brutal ehrlich. Wenn er dir sagt, dass du großartig aussiehst, dann tust du es. Wenn du ihm gefällst, wird er dich ansprechen. Kein langes Rumreden oder Spielchen.

Ich finde diese Aufrichtigkeit erfrischend, aber vielleicht liegt das auch an meiner eigenen Berliner Schnauze. Amerikanische Beschönigen – sugar coating wie sie es nennen – liegt mir gar nicht. Ich weiß gerne, woran ich bin.

6. Ihre Familien sind riesig

Sicher besteht eine israelische Familie aus Mutti, Vati und Geschwister. Ebenso gehören dazu aber auch seine Freunde: Wenn du mit einem Israeli befreundet bist, bist du Teil seiner erweiterten Familie und sie werden alles dafür tun, dass es dir gut geht.

Das geht sogar weit, dass du nach ein paar Dates bereits seiner Familie vorgestellt wirst. Doch bevor du schon ausprobierst, wie sein Nachname mit deinem Vornamen klingt, solltest du daran denken, dass in der israelischen Kultur die Kinder einen viel lockeren Umgang mit ihrer geliebten Familie pflegen als bei uns.

7. Sie werden dir morgens leckeres Frühstück machen

Genau wie Frankreich ist Israel eine Feinschmecker-Kultur: Essenszeit ist Familienzeit, und sie nehmen ihre Mahlzeiten nicht auf die leichte Schulter. Es werden zehn verschiedene Platten angeboten, und das meiste ist auch noch ziemlich lecker und gesund.

Kaffee, Frittata, Joghurt, Gemüse, Brot, Saft und eine Auswahl an Käse direkt ans Bett oder zumindest an den Frühstückstisch.

8. Sie geben dir süße Spitznamen

Bei Liebling, Pupsi oder Mausi kann ich nur müde lachen. Ich mochte nie diese eintönigen und austauschbaren Kosenamen. Das Hebräische hat dagegen ein paar echte Hammer im Ärmel, die charmant und hinreißend klingen.

Ein paar Kostproben gefällig?

Metuka = Schatz
Haim Sheli = mein Leben
Yafa Sheli = mein Schönes

Und mein Favorit Kapara. Das lässt sich gar nicht so einfach übersetzen, aber bedeutet in etwa, dass er sein Leben für dich geben würde.

Seufz…

Bei so viel Schwärmerei sollten wir nicht vergessen, dass israelische Männer Player sind, die Italiener jederzeit in den Schatten stellen. Sie lieben es zu jagen und sie werden ihr ganzes Repertoire nutzen, um dich zu verführen. Und sie tun es auf Hebräisch oder mit sexy hebräischen Akzent, der dir in den Ohren klingelt. Sie werden dir direkt sagen, ob sie sich verliebt haben oder nur eine nette Zeit verbringen möchten und seien wir mal ehrlich: Sich begehrt zu fühlen ist schon ziemlich heiß.

Ich gehe jetzt erstmal kalt duschen.

Foto Credit: stocksnap.io (c) Toa Heftiba

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Der Beitrag Warum sind israelische Männer so heiß? erschien zuerst auf Happybackpacker.

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Die Negev Wüste in Israel ist ein atemberaubender Ort und eines der absoluten Must-Do Highlights Israels! Die kahlen Wüstenlandschaften sind faszinierend anzusehen und wurden vom Lonely Planet zu den Top-Weltregionen gewählt. Ich war vor kurzem dort und habe die Wüste mit einem Jeep erkundet.

Die Negev Wüste in Israel erinnert mich an die Landschaften, die ich aus meinem Märchenbuch aus Kindertagen kenne: Sie bedeckt mehr als die Hälfte der gesamten Landesfläche Israels und ist voller herber Schönheit und faszinierender Geschichte und so ganz anders als die Sahara, die ich auf meinem Wüstenausflug in Marokko kennenlernen durfte. In der Sahara gibt es nichts weiter als Sand so weit das Auge blickt. In der Negev dagegen ist von sandigen Dünen bis hin zu felsigen Ebenen, Canyons und Quellen und unbefestigten Straßen alles dabei, was man sich unter einer Wüste vorstellen kann. Und damit eignet sich der Negev hervorragend für ein kleines Wüstenabenteuer mit einem Geländewagen.

Da ich es mir nie zugetraut hätte, alleine durch die fetten Off-Road Straßen, Schotterpisten und felsigen Wüstenlandschaften zu brettern und die teilweise recht halsbrecherischen Abbiegungen zu nehmen, ließ ich mich von einem Guide in seinem Jeep herum chauffieren. Alex war jüdischer Russe und ist nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als Kind mit seinen Eltern nach Israel ausgewandert. Er war anders als die meisten Israelis, die ich in Eilat kennengelernt hatte, ziemlich auf zack und legte ein Tempo an flotten Sprüchen vor, das Mario Barth alt aussehen ließ.

Alex erklärte uns, dass der Negev bereits vor über 7000 Jahren bewohnt wurde und zwar von Nomaden. Das berühmteste Nomadenvolk waren dabei wohl die Nabatäer, die ihre berühmte Weihrauchstraße durch die Negev Wüste laufen ließen – direkt an der legendären jordanischen Felsenstadt Petra vorbei, um Handel zu betreiben.

Vielleicht fragst du dich jetzt, was an so einer gähnenden Leere in einer Wüste eigentlich spannend ist; alles sieht doch gleich aus. Die Negev Wüste ist jedoch alles andere als eine leere Sandfläche. Neben den nomadischen Beduinen, die hier seit Jahrhunderten gelebt haben, gibt es florierende moderne israelische Gemeinden wie den kleinen Ort Eilat, der am Roten Meer liegt und Taucher aus aller Welt anzieht. Knapp zehn Prozent der israelischen Bevölkerung lebt sogar in diesem Gebiet. Daneben musst du dir hunderte Felsformationen, Hügel und Erdhügel vorstellen, die in den unterschiedlichsten Farben leuchten und die Sonnenuntergänge erst…

Romantische Negev Wüste

Wahnsinnig romantisch, wie die Sonne die Berge in die tiefsten Rottöne getaucht hat. Auf dem Berg Shlomo mit dem Blick über das Rote Meer, Ägypten, Jordanien und Saudi Arabien nur einen Steinwurf entfernt, fühlte ich mich unheimlich frei und nah bei mir.

Mein Kopf war auf angenehme Art leer und mein Herz glücklich. Kein Gedankenkarussel wie ich es von quirligen Städten kenne sondern einfach einmal die Stille um mich herum wahr nehmen und diese unheimliche Natur auf mich wirken lassen!

Unser Wüstenfuchs Alex präparierte Tee auf einem improvisierten Lagerfeuer und gab Pitabrot mit Humus aus. Ich blickte auf das Tal und genoss den unglaublichen Blick über die Wüstenlandschaft und die untergehende Sonne. Abends wurde es zwar recht kühl, aber eine leichte Jacke und ein Fleece-Pulli reichten mir, um nicht zu frieren.

Als wir dann auch noch einen Nubischen Steinbock sahen, der genüsslich an etwas herum kaute, was aussah wie ein Schuh, kam ich aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Ich war eh schon in das Land und die Leute verliebt und die Leere und Weite des Landes begeisterten mich noch mehr. Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass ich ein Landei bin und die Idylle und Natur mir liegen.

Übrigens für die Geologen unter euch: Die Negev Wüste verfügt über eine einzigartige geologische Formation – die makhteshim. Das sind einzigartige kraterähnliche Landformen, die nur in der Negev Wüste gefunden werden und bis auf den ägyptischen Sinai verlaufen.

✓ Jeep Tour: 120 Schekel (rund 30 Euro) für vier Stunden Ausfahrt

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Der Beitrag Mein Offroad-Abenteuer in der Negev Wüste erschien zuerst auf Happybackpacker.

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Meine ultimativen Malta Tipps helfen dir bei deiner Planung deiner Reise. Wenn du nützliche Infos zur Sprache, Budget oder Öffis suchst, bist du hier genau richtig.

Jetzt, da halb Deutschland im Weihnachtstress zu sein scheint und unsere mehlig weiße Haut nach ein wenig Sonne lechzt, wäre ein spontaner Trip in die Sonne doch eine tolle Alternative, oder? Anstatt zu jammern einfach mal machen. Ich denke da an eine kleine Insel im Mittelmeer, auf der an rund 3.000 Stunden im Jahr die Sonne scheint. Das macht durchschnittlich acht Stunden am Tag – an jedem einzelnen Tag im Jahr! Kannst du dir das vorstellen, dass es mitten in Europa einen Ort gibt, auf dem Menschen leben und arbeiten, die graue Himmel und Nebel nur vom Hörensagen kennen?!

Ich habe solche Paradiese gerade fast vergessen, weil ich in letzter Zeit viel Stress in Berlin hatte. Aber nur ein paar Flugstunden von Deutschland entfernt, befindet sich ein echter Traum für Weihnachtsgrinche: Das Sehnsuchtsziel Malta.

Zwischen Sizilien und Tunesien wie ein paar Perlen mitten in den tiefblauen Gewässern des Mittelmeers gelegen, vereint Malta das Beste aus zwei Welten. Unter der sengenden Sonne ist die palmengesäumte Landschaft mit malerischen Bergstädten, friedlichen Seehäfen und alten Fischerdörfern übersät. Es gibt einen deutlichen nordafrikanischen Einfluss und die maltesische Sprache leitet sich von arabischen und italienischen Sprachfetzen ab.

Maltas Hauptstadt Valletta ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Insel Malta ohne Auto zu erkunden. Die Insel verfügt über ein effizientes Bussystem mit Valletta als Zentrum. Daneben ist die Schwesterinsel Gozo die beste Wahl für Entspannung am Strand mit Schnorchel-, Tauch- und Wanderausflügen.

Meine ultimativen Tipps, die du auf Malta gesehen und ausprobiert haben musst, habe ich dir in meinen Top 9 Malta Tipps zusammengestellt!

1. Maltas elegante Hauptstadt Valletta


Einst eine strategisch wichtige Hafenstadt trägt die gesamte Stadt Valletta bis heute Zeugnis der großartigen Geschichte des Malteserordens. Dieser wurde im Jahr 1530 auf Malta angesiedelt und die Ritter schufen eine ihrer aristokratischen Größe angemessenen Hauptstadt. Valletta ist nur knapp einen Quadratkilometer groß und lässt sich daher wunderbar zu Fuß erkunden. Genieße den atemberaubenden Ausblick auf den Grand Harbour von der idyllischen Parkanlage Upper Barrakka Gardens. Ich fand das auf einer Halbinsel gelegene Fort St. Elmo ziemlich beeindruckend, das im 16. Jahrhundert von den Malteserrittern errichtet wurde.

Übrigens wird Valletta 2018 Europäische Kulturhauptstadt sein und plant dafür zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Festivals. Was genau liest du hier: https://www.visitmalta.com/de/events

2. Eine Tour an der alten Befestigungsanlage


Valletta wurde von den Rittern des Malteserordens gebaut, nachdem sie in der Großen Belagerung von 1565 die Inseln fast an die Osmanischen Türken verloren hatten. Zum besseren Schutz wurde die Stadt auf einer kargen, felsigen Halbinsel mit Wasser drumherum gebaut als uneinnehmbare Festung. Und mehr als 200 Jahre lang wagte niemand eine Invasion.

Bis heute beeindrucken die Befestigungsanlagen. Ich schlenderte am liebsten die trutzigen Befestigungsmauern entlang und genoss den herrlichen Blick auf die beiden Häfen, die die Hauptstadt flankieren. Am besten beginnst du mit deiner Tour am Stadttor – dem Haupteingang zur Stadt. An der Spitze der Halbinsel, am anderen Ende des Stadttors, steht Fort St. Elmo, das während der Belagerung von Malta 1565 die volle Wucht der Angriffe der osmanischen Truppen zu spüren bekam und komplett zerstört wurde. Kurze Zeit später wurde es in nahezu alter Pracht aber wieder aufgebaut und ist daher sehr interessant, wenn du dich wie ich für Geschichte interessierst.

3. St. John’s Co-Kathedrale


Die Hauptkirche des Malteserordens, äußerlich schlicht gehalten, wurde 1570 als Hauptstadt der Ritter errichtet. Im Inneren blendete sie mich jedoch fast mit ihrer üppigen und reich dekorierten Ausstattung aus Gold, Marmor, Wandteppichen, Stuck und Schnitzereien. Jede Sprachgruppe der Ritter besaß in der Kathedrale je eine Kapelle und sie wetteiferten um die größte und prunkvollste Dekoration. Eines der bedeutendsten Werke in der Kirche ist „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ von Caravaggio.

✓ Kontakt: www.stjohnscocathedral.com
✓ Eintritt: 6 € – Fotos vom Inneren sind nicht gestattet

4. Malta Tipps: Alte Hauptstadt Mdina


Lange bevor Valletta die Hauptstadt von Malta wurde, trug Mdina diesen Titel. Seit der Bronzezeit bewohnt und befestigt, verlor sie nach der Ankunft der Ritter im 16. Jahrhundert langsam an Bedeutung.

Die Stadt ist immer noch bewohnt, aber fühlt sich wie ein lebendiges Freilichtmuseum an und wird daher auch gerne als Kulisse für Filmproduktionen wie „Game of Thrones“ benutzt. Maltas Adelsfamilien haben hier ihre Stammhäuser und die kleinen, labyrinthartigen Straßen der Stadt sind eine wahre Augenweide.

✓ Mein Tipp: Nach Sonnenuntergang, wenn die Touristenscharen wieder in ihre Busse verladen sind und Mdina zur Ruhe kommt, spürte ich erst die Atmosphäre in den Gassen. Ich schlenderte durch die engen Straßen und stellte mir die zahlreichen Lebensgeschichten vor, die sich dort einst abspielten.

5. Zurück in die Kindheit im Popeye Village


Das Popeye Village in Mellieha ist mega touristisch und erinnert eher an Disneyland als an einer echten Ort in Europa. Das Dorf wurde ursprünglich als Filmkulisse für den Film „Popeye“ aus den 1980er Jahren mit Robin Williams gebaut und hat sich seitdem zu einer der beliebtesten Touristenattraktionen Maltas entwickelt.

Das Filmset besteht aus einem malerischen Küstendorf aus zwanzig Holzkonstruktionen. Es gibt eine Post, Bäckerei, Feuerwehrhaus und andere Gebäude und man kann sämtliche Popeye-Produkte dieser Welt kaufen. Trotz des omnipräsenten Merchandisings berührte mich der Ort irgendwie. Ich habe den Film zwar selber nicht gesehen, aber ich fühlte mich wie ein kleines Mädchen in Disneyland – einem Traumziel, zu dem ich es selber als kleines Kind nie geschafft habe.

✓ Adresse: Popeye Village, Anchor Bay, Mellieha, Malta
✓ Offizielle Seite: www.popeyemalta.com

6. Die Blaue Blaue Grotte heißt nicht umsonst so

Die Blaue Grotte ist eine Höhle auf Malta und wird durch eine gewundene Straße auf einer Klippe hoch über dem Mittelmeer erreicht. Die Blaue Grotte befindet sich in der Nähe von Zurrieq. Der Mythologie nach warteten in der Blauen Grotte die Sirenen, die mit ihren Reizen einst Matrosen gefangen nahmen. Heute gelangt man durch eine fjordartige Bucht in ein Höhlensystem mit sechs Sälen, wovon die Blaue Grotte die größte und beeindruckendste ist. Das Wasser ist klar und schimmert im Sonnenlicht azurblau.

Wenn du magst, kannst du eine geführte Bootstour auf einem der bunt bemalten traditionellen Fischerboote namens Luzzus unternehmen. Die Boote fahren alle 20 oder 30 Minuten. Wenn das Meer ruhig ist dauert die Überfahrt etwa eine halbe Stunde.

7. Gozo – Das andere Malta entdecken


Gozo ist die zweitgrößte Insel des Archipels und zugleich das idyllischste Ziel der maltesischen Inseln. Mit seiner malerischen Landschaft, den ruhigen Städten und unberührten Stränden ist diese kleine Insel der perfekte Ort, um einen erholsamen Urlaub zu genießen und dennoch kulturelle Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Dort kannst du den 5.600 Jahre alten Ggantija-Tempel besuchen oder das einstmals berühmte Azure Window bewundern – ein beeindruckendes Felsentor, das allerdings Anfang diesen Jahres aufgrund von Erosion eingestürzt ist.

Der Großteil der Insel ist sanft hügelig und mit vielen kleinen Bauernhöfen bedeckt. Die Hügel führen zu geschützten Stränden und alten Fischerdörfern.

Die Insel Gozo ist mit der Fähre von Maltas Städtchen Cirkewwa gut erreichbar.

8. Der beste Tauchspot im Mittelmeer


Malta gilt als der Top Spot für europäische Taucher und hat einige der besten Tauchplätze im Mittelmeer zu bieten. Es gibt zahlreiche Tauchzentren auf der ganzen Insel, die von Anfängerkursen bis zum Ausrüstungsverleih für erfahrene Taucher alles anbieten.

Wie bei allen Tauchgängen im Mittelmeer geht es auf Malta weniger um eine große Anzahl bunter Fische, sondern vielmehr um die außergewöhnliche Unterwasserlandschaft und Wracks. Meine Lieblingstauchplätze liegen an der Westküste der Insel Gozo – die Inland-Sea und das Blue Hole mit dem Azure Window. Gerade das Blue Hole war ein einmaliger Tauchgang von Weltklasse mit einem schornsteinartigen Tunnel und dramatischen Lichtspielen unter Wasser.

✓ Mehr zu meinen Tauchabenteuern auf Malta liest du hier: Taucherparadies im Mittelmeer
✓ Kosten: 2 Tauchgänge 80 Euro, mit Ausrüstung

9. Stelle deinen eigenen Limoncello her

Sizilianer und Malteser streiten sich schon lange darüber, wer den besseren Likör aus Zitronen herstellt. Mich als Nordlicht interessiert auch mehr die Qualität eines Limoncellos. Auf Malta kannst du deinen eigenen Limoncello herstellen und sogar die Zitronen frisch vom Baum pflücken, bevor die Verarbeitung losgeht. Das schmeckt herrlich süß-sauer und wohlig schüttelte ich mich. Es ist ein gutes Gefühl, seinen eigenen Likör herzustellen – ganz ohne Konservierungsstoffe und weiten Transportwegen.

✓ Hier gibt es das Likörrezept: Limoncello

Hast du noch Fragen zu meinen Malta Tipps und den Orten, die ich besucht habe? Dann ab damit in die Kommentare!

*Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von der Blog Island Malta Kampagne.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

Der Beitrag 9 Dinge, die du im Urlaub auf Malta machen musst erschien zuerst auf Happybackpacker.

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Afrika war lange das Sehnsuchtsziel schlechthin für mich, und trotzdem habe ich mich lange nicht an den Kontinent herangetraut. Meine Reise in den Senegal hat das schlagartig verändert. Ich habe mich verliebt und definitiv Lust auf mehr bekommen. In meinem Senegal-Reiseführer findest du alles, was du für deinen Senegal Trip wissen musst und noch viel mehr! Trau dich und entdecke dieses wunderbare Land! Meine Packliste für deinen Trip in den Senegal gibt’s hier.

✓ Hauptstadt – Dakar

✓ Fläche – 196.712

✓ Einwohner – 15,4 Millionen (2016)

✓ Sprache – Französisch und Wolof

✓ Zeitzone – Eine Stunde im Winter zurück, zwei im Sommer

✓ Telefonvorwahl +221

✓ Sprache: Amtssprache ist Französisch. Das heimische Wolof ist Verkehrssprache.

✓ Einreise und Visum – Bis max. drei Monat ist kein Visum nötig. Der sechs Monate gültige Reisepass reicht aus.

✓ Währung – Der CFA-Franc de la Communauté Financière d’Afrique ist die Währung der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion – also von Benin bis Togo. / 1 Euro = 655 CFA Franc

✓ Budget – Rund 40 – 50 CFA Franc pro Tag. Der Senegal ist gerade für Touristen gar nicht so günstig wie man denkt. Für eine Unterkunft in einem nicht gerade Sternelastigen Hotel musst du schon mit 20 bis 30 Euro rechnen. Und auch in einem günstigen Restaurant blätterst du um die fünf Euro auf den Tisch. Viele Nahrungsmittel werden importiert, und sind daher relativ teuer. Busse, die auch die Einheimische nutzen sind spottbillig, allerdings scheinen sie weder einem Fahrplan noch einer bestimmten Uhrzeit zu folgen und die kürzeste Strecke dauert gefühlte Ewigkeiten.

1. Ist der Senegal das richtige Reiseziel für mich?


Der Senegal liegt am westlichen Zipfel Afrika und ist ein extrem sicheres Reiseland. Im Land gab es nie einen Putsch und die Demokratie ist seit Jahrzehnten stabil. Und trotzdem hatte ich lange Zeit Angst davor, in ein schwarzafrikanisches Land zu reisen. Hörte immer wieder Geschichten, dass Afrika eine Nummer für sich sei und zu schwer als allein reisende Frau zu besuchen. Ich denke, dass dabei auch die Kolonialgeschichte eine große Rolle spielt. Jahrhundertelang wurde in Europa die Mär vom schwarzen Mann erzählt.

Als ich mich schließlich im Senegal befand, fragte ich mich beschämt, wovor ich so lange Angst hatte. Klar ist der Senegal arm, aber die Menschen waren gastfreundlich, offen, kommunikativ und immer für einen Plausch zu haben. Ich bin weder beklaut wurden noch überfallen und auch nicht über dahinsiechende Kinder gefallen sondern war begeistert von den Einwohnern und dem Land.

Die rund 15 Millionen Einwohner sind mehrheitlich muslimisch, und doch leben sie friedlich mit den vielen Christen im Land. Es gibt gemischte Ehen, und die mehr als zwanzig Ethnien des Landes leben entspannt miteinander. Die wenigsten Muslima verhüllen sich und überhaupt war das Thema kaum der Rede wert. Ich hatte das Gefühl, dass die Senegalesen tief religiös waren, aber jeden nach ihrer Art leben ließen. Das beeindruckte mich sehr.

Dazu beträgt die Flugzeit insgesamt nur rund neun Stunden und es gibt eine maximale Zeitverschiebung von zwei Stunden. Das bedeutet keinen anstrengenden Jetlag und kurze Flugzeiten, um in die Tropen zu düsen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand für mich.

2. Wie sicher ist der Senegal?


Wie ich eingangs schon geschrieben habe, ist der Senegal ein relativ sicheres und stabiles Reiseland. Es gibt keine Krisen und die Menschen sind herrlich entspannt. Natürlich kannst du dort beklaut werden, schließlich sind die Menschen bitterarm. Aber die Chancen sind dazu nicht höher als zuhause in Deutschland.
Wie überall in der Welt solltest du die Augen offen halten und nicht übermütig deine Siebensachen unbeaufsichtigt liegen lassen. Und sei bitte nicht zu misstrauisch, wenn du mal wieder von der Seite angequatscht wirst: Die meisten Menschen auf dieser Welt sind viel offener und kommunikativer als wir Deutschen. Sie wollen meist nichts Böses, sondern einfach einen netten Plausch halten.

Ich habe mich im Senegal immer sicher gefühlt, und war sogar von den hilfsbereiten Einheimischen überrascht. Mir wurde oft geholfen ohne etwas als Gegenleistung zu erwarten. Einfach nur weil man mitgedacht hat.

Ein letztes Wort allerdings zum Straßenverkehr: Passe dort unbedingt auf, da besonders in Dakar gerast. Sicherlich ist der verrückte und verstopfte Straßenverkehr in Dakar das gefährlichste im ganzen Land.

Übrigens liest du hier meine besten Tipps, um sicher durch den Senegal zu reisen: Sicherheit auf Reisen.

3. Die besten Reiserouten im Senegal


✓ Dakar: Ausgangspunkt ist sicherlich immer die senegalesische Hauptstadt, es sei denn du fährst mit dem Auto an. Das ist immer noch ein Traum von mir! Dakar ist die am westlichsten gelegene Stadt von ganz Afrika und ist mit rund zwei Millionen Einwohnern eine echte Metropole. Die Stadt hat an sich nicht viel zu bieten, aber wenn du wie ich gerne surfst, dann lohnt sich ein längerer Aufenthalt auf Ngor Island direkt vor den Toren der Stadt.

✓ Insel Gorée: Nur eine halbe Stunde Fährfahrt entfernt von Dakar liegt Gorée, eine ehemaligen Sklaveninsel. Die winzig kleine Insel an der westlichsten Spitze Afrikas erreichte durch seine Geschichte des Sklavenhandels traurige Berühmtheit. Bis zum 17. Jahrhundert sollen dort rund 20 Millionen Sklaven verschifft worden sein, und im berühmten „Sklavenhaus“ kann man noch die kleinen Zellen besuchen, in denen die Sklaven auf ihr Schicksal warteten. Heute erinnert jedoch kaum noch etwas an die Geschichte: Die Straßen säumen gepflegte Kolonialbauten und auf charmantem Kopfsteinpflaster flanieren Horden von Touristen aus aller Welt.

✓ Salzsee Lac Rose: Schon im Flieger wurde ich auf den See aufmerksam gemacht: Rund drei Quadratkilometer groß, soll er sich vor allem in der Trockenzeit rosa verfärben. Dieses Farbenspiel in seiner ganzen Pracht zu sehen, ist allerdings ein Glücksspiel: An den meisten Tagen im Jahr ähnelt der See eher einer braunen Brühe mit weißen Salzbergen am Ufer. Dafür kann der Lac Rose noch etwas ganz anderes. Er enthält so viel Salz, dass du wie im Toten Meer dort schwimmen und nicht abtauchen kannst.

✓ Wüstentour nach Lompoul: Ein paar Stunden nordöstlich von Dakar liegt die malerische Dünenlandschaft von Lompoul Am besten leihst du dir dazu einen Allradwagen aus, um an der Küste den menschenleeren Strand entlang zu düsen und anschließend die Dünen querfeldein zu befahren. Die Wüste in Lompoul ist zwar nicht die Sahara und recht überschaubar, trotzdem ist der Sand fein und die Dünen atemberaubend. Du kannst sogar im Desert Camp Lompoul in einer Oase übernachten und vorm Berberzelt den Sternenhimmel beobachten.

✓ Weiter geht es nach Saint Louis: Im Norden des Senegals gelegen, gilt Saint Louis als Venedig Afrikas. Die Lagunenstadt zählt mit seinen kolonialen Bauten zum Unesco-Weltkulturerbe.

✓ Touba: Touba ist das religiöse Zentrum der Sufi-Bruderschaft Muridiyya. Ähnlich wie Mekka sollen gläubige Senegalesen mindestens einmal in ihrem Leben die Stadt besuchen. In Touba befindet sich auch eines der größten islamischen Gotteshäuser südlich der Sahara.

✓ Casamance: Die im Süden gelegene Region der Casamance um Gambia ist für ihre schönen Landschaften, Architektur und die Folklore seiner verschiedenen Volksgruppen bekannt. Senegals authentische Region sozusagen.

4. Wie teuer ist der Flug in den Senegal?

Nichts ist einfacher als das! Ich war selbst überrascht, wie günstig die Flüge aus Europa in den Senegal sind. Ich kann es mir nicht anders erklären, als dass viele Senegalesen in Europa arbeiten und die Strecke hoch frequentiert ist.

Wenn du nichts gegen 30 Stunden Transfers hast, dann kannst du schon für 250 Euro nach Dakar fliegen! Ein echtes Schnäppchen. Ich habe für 400 Euro einen Flug über Brüssel mit Brussels Airline gefunden und war rund neun Stunden unterwegs.

Am besten bei Suchmaschinen wie flug.idealo.de und skyscanner die Flüge vergleichen und dann buchen!

5. Wann ist die beste Reisezeit?


Das Wetter im Senegal ist in den meisten Monaten ein Traum. Ich besuchte das Land jedoch im Oktober, am Ende der Regenzeit und noch während der großen Hitzewelle des Sommers und fand es unerträglich heiß. Ich rede hier von 40 Grad im Schatten und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Daher eignet sich der Senegal am besten, um dem deutschen Winter zu entkommen. Dann herrschen an der Küste angenehme Temperaturen um die 25 Grad und es wehen feucht-kühle Winde.

✓ April – Oktober: Regenzeit

✓ Oktober – April: Trockenzeit

6. Gesundheit: Diese Impfungen benötigst du

Wenn du genug Geld hast, um Urlaub im Senegal zu machen, dann sollte es dir auch deine Gesundheit wert sein, dich vor deiner Reise umfassend zum Impfschutz beraten zu lassen und zu handeln. Folgende Impfungen sind ein absolutes Muss:

✓ Diphterie, Tetanus, Polio, Masern, Mumps, Röteln solltest du sowieso alle zehn Jahre auffrischen und immer up to date haben!

✓ Typhus

✓ Hepatitis A und B

✓ Gelbfieber: Landesweit gilt ein erhöhtes Risiko und eine Impfung ist absolut notwendig. Die Impfung erhältst du bei jedem Tropeninstitut oder Gesundheitsamt in deiner Stadt. Angeblich soll man wohl bei der Ankunft am Flughafen auch den Gelbfieber-Impfschutz nachweisen, aber ich bin nicht kontrolliert wurden.

✓ Kommen wir nun zur Malaria: Im ganzen Land herrscht ganzjährig ein hohes Ansteckungsrisiko. Ich bin aber zwiegespalten, ob eine Prophylaxe nötig ist oder es reicht, die Medikamente auf Stand-by dabei zu haben. Schließlich ist die Malaria-Prophylaxe eine ganz schöne Chemiekeule und bietet sich eigentlich nur an, wenn du für ein paar Wochen im Land reist. Bei längeren Trips schützt du dich am besten wie die Einheimischen und gehst den Mücken aus dem Weg:

• Lange helle Kleidung tragen
• Insektenschutzmittel mit DEET
• Moskitonetz beim Schlafen

Außerdem ist meine Reiseapotheke prall gefüllt und ich verfüge über eine entsprechende Langzeit-Reiseversicherung.

7. Wie vermeide ich Probleme mit dem Magen?

Ich habe einen empfindlichen Magen und bin ziemlich anfällig für Probleme mit dem Magen und Darm. Leider muss ich sagen, denn es ist nicht gerade ein schönes Erlebnis mitten in den Tropen eine Toilette zu suchen. Meist sind das Löcher im Boden ohne fließend Wasser. Toilettenpapier verlange ich schon gar nicht mehr, da ich versuche, immer Tempotaschentücher mitzuführen. Deswegen versuche ich mittlerweile kaum noch Experimente mit dem Essen und meide Straßenstände, die nicht proppenvoll gefüllt sind mit Gästen.

Antibakterielles Handgel ist ebenfalls mein treuer Begleiter, damit ich mir wenigstens vor dem Essen die Hände desinfizieren kann. Überhaupt ist eine sorgfältige Hygiene bei Nahrungsmittel und Trinkwasser zu beachten:

✓ Ich trinke kein Trinkwasser.

✓ Kaufe mir nur Obst und Gemüse, was ich schälen kann.

✓ Ich schaue bei Straßenständen wenn möglich bei der Zubereitung zu.

✓ Buffets meide ich

8. Das musst du unbedingt im Senegal probieren


Ich bin kein großer Gourmet und darf mich deswegen nicht wirklich aus dem Fenster lehnen, aber das Essen im Senegal hat mich wirklich nicht vom Hocker gehauen. Es gab kaum frisches Obst wie man das aus anderen tropischen Ländern zum Beispiel in Asien kennt. Und irgendwie schien das Essen immer aus zerkochtem Gemüse, Soße und Reis zu bestehen.

Die traditionellen Grundnahrungsmittel sind Hirse, Hülsenfrüchte und Kuhmilch. In Dakar wird dazu noch viel Reis serviert. Traditionellerweise reicht man im Senegal die warmen Mahlzeiten in einem großen Topf, aus dem alle ihr Essen löffeln. Mittlerweile eben auch mit dem Löffel – und ursprünglich mit den Fingern.

Die wichtigsten Gerichte sind:

✓ Thieboudienne besteht aus in Tomatensoße gekochtem Reis, geschmortem Gemüse und Fisch.

✓ Yassa: Mariniertes Fleisch oder Fisch und mit Reis gegessen.

✓ Maafe: Das Fleisch und Gemüse wird in Erdnusssoße geschmort und selbstverständlich auch mit Reis serviert.

✓ Ataya: Genau wie in Marokko wird auch im Senegal der Tee in einer aufwendigen Zeremonie getrunken und ist sehr süß.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Kuba hört sich genial an: Kultur, Zigarren, Havanna und viele Erinnerungen an eine Welt, von der man noch glaubte, der Sozialismus würde alles besser machen. Es wird höchste Zeit für einen Trip nach Kuba, bevor die Insel nur eine weitere Konsumhochburg in der Karibik wird. Lese hier einen Gastbeitrag von Elena Agel vom Sprachcaffe auf Kuba und ihre Geheimtipps zur Insel!

Geht dir das auch so: Du denkst an die Karibik und Kuba und siehst All-Inclusive-Hotelanlagen an weißen Palmenstränden, Touristen mit einem Mojito in der Hand, bunte Oldtimer und Kubaner, die Zigarre rauchen. Sicher, diese ganzen Klischees existieren tatsächlich, doch hat Kuba gerade landschaftlich und auch kulturell noch so viel mehr zu bieten!

Wenn du schon einmal quer über den Atlantik fliegst und über zehn Stunden im Flieger sitzt, solltest du definitiv mehr erleben als nur die klassischen Touristenhighlights. Wusstest du schon zum Beispiel, dass Kuba über wunderschöne Nationalparks verfügt, in denen du tagelang wandern kannst? Oder dass der Fisch traditionell gar nicht auf dem Speiseplan der Kubaner steht, obwohl sie von Meer umgeben sind, und du daher unbedingt auch einmal einen Blick in Kubas reiche Unterwasserwelt werfen solltest?

Selbst Kite-Surfer kommen in Kuba auf ihre vollen Kosten: An der Nordküste Kubas gibt es diverse Reviere, die sich dank der Windverhältnisse hervorragend zum Kiten eignen. Und da es auf Kuba keine Autobahnen gibt und man die Straßen stets mit Pferden, Eselkarren, Fußgängern oder Hunden teilt, bietet sich eine Fahrradtour auf Kuba an. Oder du tust es den Einheimischen gleich und schwingst deine Hüften mitten auf der Straße zu ein paar heißen Salsa Rhythmen, die aus ihren Häusern schallen.

Also worauf wartest du noch? Hier kommen meine Geheimtipps durch Kuba!

1. Fahrradtour durch Kubas Tabakfelder


Dank des geringen Verkehrsaufkommens ist der sehr ländlich geprägte Westen Kubas bestens für eine Tour auf dem Fahrrad geeignet. Hier im Tal von Viñales wächst der legendäre kubanische Tabak zwischen schroffen, steil aufragenden Karstfelsen, den „Mogotes“, die eine einzigartige Kulisse bieten.

Und das Beste an so einer Radtour ist, dass du bei jeder Gelegenheit bequem einen Fotostopp einlegen, ein Schwätzchen mit den netten „Campesinos“ halten kannst oder ein paar frische Bananen am Straßenrand kaufst.

✓ Mein Tipp: Ich empfehle dir einen Stopp an einer „Casa de Veguero“, einer der vielen Trockenschuppen der Region in denen die Tabakbauern in mühseliger Handarbeit die wertvollen Tabakblätter nach der Ernte zum Trocknen aufhängen, ehe sie in den Fabriken (ebenfalls bis heute in Handarbeit) zu Zigarren gerollt werden. So wirst du hier in die Geheimnisse des Tabakanbaus eingeweiht und bekommst nicht selten direkt eine Kostprobe. Reiseveranstalter wie Sprachcaffe Reisen bieten z.B. Radtouren und andere Erlebnisreisen mit deutsch- oder englischsprechenden kubanischen Reiseleitern an, welche sich bestens auskennen und mit dir den ein oder anderen Geheimtipp-Ort ansteuern.

2. Wandern im Nationalpark Topes de Collantes


In der zweithöchsten Bergkette Kubas, der Sierra del Escambray, liegt der Nationalpark Topes de Collantes auf 1.000 Meter Höhe. Nur eine halbe Stunde Autofahrt nördlich des beliebten Weltkulturerbe-Städtchens Trinidad entfernt, hast du hier unzählige Möglichkeiten etwas frische Bergluft zu schnuppern, einen grandiosen Ausblick über die Bucht vor Trinidad zu genießen und bei einer Wanderung Wasserfälle sowie Flora und Fauna zu erkunden.

Empfehlenswert ist der mittelschwere „Guanayara Trail“, zu dessen Startpunkt du erst einmal per Jeep oder auf alten russischen LKW’s gebracht wirst. Ganz entspannt und mit kaum Steigung wanderst du hier entlang des Flüsschens „Río Melodioso“ und hast so stets etwas Wasserplätschern im Ohr klingen.

✓ Mein Tipp: Die Badesachen nicht vergessen! Der natürliche Pool „Pozo del Venado“ bietet glasklares Wasser zum Schwimmen und der kleine Wasserfall dient hervorragend als Nackenmassage.

Weiter geht es zum großen Wasserfall „El Rocio“, der dir vor Schönheit den Atem rauben wird und eine unglaubliche Kulisse bietet. Am Ende des Wanderweges gönnst du dir im Familienbetrieb der Finca Gallega ein typisch kubanisches Essen – hier habe ich das beste Hühnchen ganz Kubas gegessen!

3. Tauchspot Jardines del Rey

Egal ob du schon einen Tauchschein besitzt, totaler Anfänger bist oder einfach nur Schnorcheln willst – von der Unterwasserwelt Kubas wirst du begeistert sein!

Ein besonders schöner Tauchspot ist das Archipel der Jardines del Rey, denn die „Gärten des Königs“ bieten ein wunderschönes Korallenriff, das sich über 10 Kilometer erstreckt und als zweitgrößtes Korallenriff der Welt gilt. Bei kristallklarem Wasser, angenehmer Wassertemperatur und Tiefen von bis zu 30 Metern tummeln sich wie in einem Aquarium Papageifische, Gelbschwanz-Schnapper, Engelfische und bunte Korallen. Aber auch große Fische wie Tarpune, Red Snapper, Zackenbarsche, Haie und Barrakudas bekommst du beim Tauchen auf Kuba zu sehen.

✓ Mein Tipp: Am besten startest du dazu von den Inseln Cayo Coco oder Cayo Guillermo, auf denen es zahlreiche Tauchschulen gibt, die Tauchgänge- oder Kurse sowie das passende Equipment und den Bootstransfer anbieten. Wenn du nicht so viel Zeit hast bis auf die Cayos zu reisen, kannst du auch ganz bequem von Havanna aus die Unterwasserwelt erkunden. Dort zeigt dir unser Tauchlehrer Pepe von Sprachcaffe Reisen mit Herzblut und 30-jähriger Taucherfahrung das Havanna „unter Wasser“.

4. Kiten am Strand von Playa Santa Lucía

Türkisfarbenes Flachwasser soweit das Auge reicht, eine Wassertemperatur von 25 Grad, Palmenstrand und konstante Windverhältnisse zwischen November und Mai – genau dann wenn es im kalten Deutschland ungemütlich wird: Was brauchst du mehr für einen perfekten Kitesurf-Trip in die Karibik!

Der Strand von Playa Santa Lucía, im östlichen Teil Kubas liegt etwa zwei Fahrtstunden vom Flughafen Holguín entfernt. Zwischen dem traumhaften Strand und dem vorgelagerten Riff liegen knapp zwei Kilometer flaches Wasser, dessen Untergrund nur aus Sand und Seegras besteht. So kannst du entweder direkt vom Strand aus, oder auch von weiter draußen auf dem Wasser starten. Der Schwimmbereich der einzigen beiden Hotels an diesem Strand ist durch Bojen klar abgetrennt und da dieses Revier unter Kitesurfern noch als Geheimtipp gilt, kannst du dich auf dem weiten flachen Wasser von links nach rechts kilometerweit so richtig austoben. Die einzige Kitestation vor Ort bietet Kurse an und verleiht das entsprechende Equipment.

5. Salsa tanzen in Kubas Hautstadt

Die Verschmelzung von Musik und Tanz ist auf ganz Kuba allgegenwärtig und irgendwie scheint es, als ob es den Kubanern schon mit in die Wiege gelegt wurde.

Egal ob Jung oder Alt, jeder Kubaner kennt die Schritte dieses fröhlichen und ausgelassenen Tanzes und die Musik ist Ausdruck ihres Lebensgefühls. Sicherlich auch eine willkommene Abwechslung aus dem oft schwierigen Alltag der Kubaner, der von sozialer Mangelwirtschaft geprägt ist.

Zudem spiegelt Salsa die verschiedenen ethnischen Einflüsse der Kubaner wieder, denn hier mischen sich Klänge afrikanischen und europäischen Ursprungs und es entsteht eine Mischung aus Rumba, Chachachá und Mambo! Da sich das Leben der Kubaner meist bis spät in die Nacht auf den Straßen abspielt, ist es nicht verwunderlich, dass immer irgendwo jemand tanzt oder Musik aus den Häusern tönt. Einer dreht das Autoradio auf, der nächste trommelt dazu und schon entsteht eine kleine Fiesta an der Straßenecke.

Dabei werden die Touristen von den Kubanern auch liebevoll „El Roboter“ genannt – klar dass wir bei dem Hüftschwung nicht mithalten können und total steif wirken.

Geld und Tagesbudget

Rechne mit rund 30 bis 40 Euro am Tag. Im Schnitt zahlst du in einem Hostel rund 20 Euro und für eine Mahlzeit blätterst du 5 Euro hin.
Geldautomaten gibt es auf Kuba in den großen Städten und in den Touristenregionen.

Zeitverschiebung

Sechs Stunden nach hinten.

Ländervorwahl

+53

Musst du Spanisch sprechen können?

Die Landessprache in Kuba ist Spanisch, aber die meisten Kubaner sprechen und verstehen auch ganz gut Englisch. Zur Not geht’s auch mit Händen und Füßen!

Währung

Es gibt den Kubanischer Peso (CUP) und den Peso Convertible (CUC). Generell gilt, dass Touristen mit dem CUP weniger in Kontakt kommen. Der CUC ist das 24-fache des CUP wert.

Die beste Reisezeit für Kuba

Wie überall in der Karibik ist das Klima auf Kuba subtropisch und selbst im Winter zeigt das Thermometer noch 25 Grad an. Dann wehen meistens auch laue Lüfte und wenn der Winter in Deutschland tobt, ist es generell eine gute Idee, dem Winter zu entfliehen und sich auf Kuba die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

Im Sommer kann es zu Hurrikans kommen und die Luftfeuchtigkeit kann unerträglich sein.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Heute wird’s ganz schön persönlich: Warum ich mich entschloss das Working Holiday Visum in Australien zu machen und wie ich auf der Reise durch dieses wunderschöne Land zu mir selber fand. Alles, was du zum Working Holiday in Australien und zur Vorbereitung wissen musst, liest du unter Australien Reisetipps und Backpacking Australien.

Australien macht es seinen Besuchern verdammt leicht, sich zu verlieben. Jedes Jahr lädt es zig Hunderttausende junge Menschen ein, während eines Work and Travels ein Jahr das Land zu erkunden. Ein Jahr, um dieses exotische und faszinierende Land in seiner ganzen Vielfältigkeit kennenzulernen! Woohoo!!

Bei mir lief das damals so ab: Meine Freundin Nicole ist direkt nach dem Abitur nach Australien gefahren und ein Jahr geblieben. Als sie zurückkam, schien sie ein neuer Mensch zu sein. Sie schwärmte von unendlichen Wüsten, tropischem Dschungel, Nacktbaden im Mondschein und vielen Abenteuern. Das wollte ich auch erleben, und doch schien mir damals Australien so weit weg und viel zu groß, als das ich kleine Landmaus jemals dorthin reisen könnte.

Es mussten noch ein paar Jahre vergehen, ich studierte und sammelte erste Fernreise-Erfahrungen in Mittel- und Südamerika bis es mich nach Sydney verschlug. Ich hatte gerade mein Studium beendet und war so frei, unabhängig und sorgenlos wie selten in meinem Leben zuvor – oder danach.

Bei meiner Ankunft am Kingsford Smith Flughafen empfing mich meine alte Schulfreundin Ricarda. Ricarda mochte ich seit unserem ersten Tag in der fünften Klasse als sie mit ihrer unglaublich positiven Art und schallendem Gelächter die ganze Klasse unterhielt. Sie befand sich schon ein halbes Jahr länger down under, und wie immer in meiner Jugend folgte ich ihrem mutigem Beispiel und wollte auch endlich alle diese tollen Dinge erleben, von denen ich sonst immer nur in ihren Emails gelesen hatte.

Ich flog also einmal um die halbe Welt, hatte mich während eines kurzen Stopovers in Dubai in einer romantischen Wüstennacht verliebt, kaum geschlafen und bin dann Nonstop weiter geflogen nach Sydney. Gejetlagged und total gerädert kam ich an und wurde von Ricarda sofort gezwungen an den berühmten Bondi Beach mit ihr zu fahren. Ich würde den Jetlag nur schnell loswerden, wenn ich mich der 10 Stunden Zeitverschiebung sofort ergebe, beschloss sie rigoros.

Mein erster Tag im neuen Leben


Ich döste also am Strand und nach kurzer Zeit fiel mir eine Menschenansammlung in meiner Nähe auf. Erschreckt und neugierig setzte ich mich auf und musterte das Geschehen. Beim genaueren Hinsehen fiel mir jedoch auf, dass die Lifeguards nur am Strand standen, aufs Meer hinaussahen und unter ihnen sich ein Mann befand, der mit seinen Khakihosen und –Hemd sofort herausstach:

Steve „Crickey“ Irwin!

Der charismatische Krokodilflüsterer drehte mit seiner kleinen Tochter Bindi eine Doku in Bondi, und bis auf die zwanzig Schaulustige und den Kameramann, die um ihn herumstanden, gab es weder Bodyguards noch eine Filmcrew. Alles total low key und unprätentiös.

Wie die Australier eben so sind.

Und genau das ist der Grund, warum ich mich schnell und heftig in das Land verliebte. Australien macht es uns Reisenden verdammt einfach, sich sofort heimisch zu fühlen. Ganz abgesehen davon, dass das Land atemberaubend schön und so ganz anders als zuhause ist und gleichzeitig doch irgendwie vertraut, sind die Aussies mit ihrer down to earth, fair dinkum-Mentalität genau mein Menschenschlag. Sie verstehen es zu leben, sind positiv eingestellt und immer zu einem Small Talk aufgelegt. Sie necken sich ziemlich grob, wenn sie sich mögen und sehen derbe Sprüche als ein Zeichen von Zärtlichkeit an. Sorgen machen sie sich weniger, immerhin wissen sie, dass sie in „God’s country“ leben. Outdoor-Aktivitäten werden gepriesen und ich habe noch nie so viele sexy Surfer auf einem Haufen gesehen.

Liebe auf den ersten Blick


Es war Liebe auf den ersten Blick. Ich bin ein Selfstarter und las mich weder groß in die australischen Reisetipps ein noch nahm ich eine Agentur in Anspruch. Ich ließ mich einfach voll und ganz auf den Aussie way of life ein und verfiel dem Land. Innerhalb von drei Tagen hatte ich einen Job in einer Zeitarbeitsfirma gefunden und fühlte mich als Sydneysider.

Ich lebte, liebte und fühlte mich während des Working Holidays so frei wie nie zuvor. Ich wohnte am weltberühmten Bondi Beach und badete jeden Tag im Meer oder spazierte am Strand. Ich liebte es, mit meinem Fahrrad nach der Arbeit in die Bondi Road einzubiegen und den Duft des Ozeans einzuatmen. Mit meinen neuen Freunden feierte ich BBQs und unternahm aufregende Roadtrips an der Küste.

Ich sparte genügend Geld, um einmal den Kontinent zu umrunden und einmal quer durch das Land von Darwin runter nach Adelaide zu fahren. Ich lernte viele neue Freunde aus der ganzen Welt kennen und lernte, dass die Welt ein toller Ort ist voll – mit Menschen, denen ich vertrauen kann. Ich beobachtete die heißen Jungs an den Stränden beim surfen und wollte es auch ausprobieren. Der Beginn einer wunderbaren Leidenschaft, die bis heute anhält!

Meine Highlights down under


Ich quetschte so viel Leben wie nur möglich in das Jahr Working Holiday, zum Beispiel:

✓ 1. Klettere ich im Spinnengang durch die Canyons des mystischen Karijini Nationalparks in Western Australia.

✓ 2. Ich schnorchelte mit riesigen Walhaien am Ningaloo Riff in Western Australia.

✓ 3. Ich sprang zum ersten und einzigen Mal Fallschirm am Mission Beach in Queensland.

✓ 4. Ich bestieg die mit 40 Metern gigantischen Karri-Bäume in Pemberton, Western Australia und machte mir fast mehr in die Hosen als beim Fallschirmspringen!

✓ 5. Ich machte am Great Barrier-Riff in Queensland meine erste Tauchsafari.

✓ 6. Ich segelte durch die wunderschönen Whitsunday Islands und picknickte am schönsten Strand der Welt.

✓ 7. Ich umrundete heiligsten Ort der Aboriginies – Uluru. Und schüttelte den Kopf über ein paar Touris, die den Berg erklommen, obwohl ein riesiges Schild daraf aufmerksam machte, dass der Berg so heilig ist, dass die Aboriginies das nicht gerne sehen.

✓ 8. Und schürfte Opale im wilden Outback in Cooper Pedy in South Australia.

✓ 9. Und dann waren da noch meine Jobs – manchmal ziemlich bizarr wie in einem Bollywood-Film auf einer Bar in einem vollen Club zu tanzen.

Tipps gegen Heimweh


Manchmal allerdings war das Heimweh größer als mir lieb war, und ich vermisste meine Lieben daheim schrecklich und wünschte mir, dass ich sie mal eben auf einen Kaffee besuchen könnte. Das tat zum Teil richtig weh, aber ich war fest entschlossen, diese Phasen auszuhalten.

Ich wünschte, es hätte damals schon solche Kampagnen wie Abenteuer Western Australia oder Abenteuer Northern Territory gegeben. Dort wird thematisiert, dass das Working Holiday ein toller Anlass ist, gemeinsam mit seinen Eltern zu reisen und dann das Land auf eigene Faust zu erkundigen.

Ich telefonierte zwar einmal die Woche mit meinen Eltern und Freunden, aber letzten Endes besuchte mich im ganzen Jahr Working Holiday nur meine Mutter. Für sie war es das erste Mal in Übersee, und ich bewunderte ihren Mut mit über 50 eine solange, weite Reise zum ersten Mal auf sich zu nehmen mindestens genauso wie sie mich für meine Entscheidung, in Australien leben zu wollen.

Wir fuhren in den Süden, entdeckten gemeinsam die Great Ocean Road, beobachteten Pinguine auf Phillip Island, fütterten Kängurus und waren von der Wildnis und Größe des Landes fasziniert.

Wir führten lange, intensive Gespräche und sprachen darüber, wie jung und lebendig ich mich in Australien fühlte. Und darüber, wie unterschiedlich Mutter und Tochter sein können. Meine Mutter hatte in meinem Alter bereits alles vor sich liegen wie in einem Buch mit absehbarem Ende: Sichere Karriere, Mann, zwei Kinder und ein Haus, und sie freute sich, dass ich die vielen Möglichkeiten, die sich mir boten, und die sie nie hatte, nutzte. Wir kommen aus dem Osten und hätte jemand meiner Mutter bei meiner Geburt erzählt, dass ihre Tochter mal in Australien leben würde, hätten sie die für verrückt erklärt. Im Jahr 1981 wäre selbst Moskau eine Weltreise entfernt gewesen.

Jahre später machte ich genau das, und es war das geilste Jahr meines Lebens!

Das habe ich beim Working Holiday in Australien gelernt

Surprise Visit Western Australia - YouTube

Mir gefiel mein Working Holiday so sehr, dass ich anschließend noch weitere drei Jahre in Australien blieb. Diese Zeit ist wahnsinnig schnell vergangen, und ich habe sehr viel über mich selbst und eine andere Lebensweisen gelernt. Denn darum geht es ja schließlich bei solchen Reisen – zu wachsen und Erfahrungen zu machen, um den für mich richtigen Lebensstil zu finden.

Zum Beispiel lernte ich, dass ich viel stärker und mutiger bin, als ich dachte: Dass ich in der Fremde sehr gut zurecht komme und dass die meisten Menschen auf dieser Welt im Herzen gut sind und gar nichts schlechtes wollen – anders als meine Oma mir immer einbläuen wollte.

Der Lebensstil in Australien ist lässiger, einfacher und derber. Es wird gearbeitet, um zu leben und nicht umgekehrt „No worries mate,“ ist eine Floskel, die ich seitdem tief verinnerlicht habe.

Mir tat dieses Lebensgefühl so unglaublich gut! Denn das Leben ist zu kurz, um es zu ernst zu nehmen!

Und das Wichtigste überhaupt, dass unsere vermeintliche Wahrheit, die wir aus dem Alltag in Deutschland kennen, nicht unbedingt in Stein gemeißelt ist. Es geht auch anders und kann jederzeit anders kommen. Wir müssen nur lernen, uns darauf einzustellen.

*Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Tourism Australia. Vielen Dank dafür!

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Der Siam Park auf Teneriffa gilt als bester Wasserpark der Welt. Und das zu Recht! Hier liest du, warum du unbedingt den Park besuchen solltest und welche Attraktionen die Besten sind. Viel Spaß beim Adrenalin-Check!

Ich bin zurzeit ziemlich unkoordiniert und chaotisch unterwegs und hopse von einem Ort der Welt zum anderen. Berlin – Gran Canaria – Teneriffa Leipzig – Österreich. Das liegt zum einen daran, dass ich viel in Berlin arbeite – auch ein Reiseblogger muss Geld verdienen -, und zum anderen daran, dass ich gerade für „Abenteuer Leben“ auf Kabel 1 Reportagen drehen darf.

Wie aufregend – ich teste die Wasserparks dieser Welt. Ich kriege Geld für etwas, wofür ich normalerweise sonst Geld bezahle. Ich hatte keine Ahnung, dass Arbeit auch Spaß machen kann, und meine preußische Disziplin flüstert mir leise zu, dass ich mich nicht zu sehr freuen sollte, denn Arbeit sollte nun mal stressig sein und kein Ponyhof.

Doch manchmal werden Träume wahr, besonders wenn du fest daran glaubst und stetig daran arbeitest. In meinem Fall ist es, für das Reisen bezahlt zu werden. Und Menschen zu helfen, eine genauso gute Zeit zu verbringen wie ich – sich mutig zu trauen, ihren Weg zu gehen.

Im Juni ging es also für mich mit einem Drehtermin für Kabel 1 zum ersten Mal nach Teneriffa. Dort sollten wir Europas größten Wasserpark testen.

Aufgeregt stand ich am Gate in Madrid und traf zum ersten Mal die Crew, mit denen ich die nächsten Tage verbringen würde. Produzent, Kameramann und Assistentin strahlten mich verschlafen an, und spontan wusste ich, dass ich die drei mögen würde. Das kleine schüchtere Kind in mir hat trotz großem Abenteuerdrang auch immer etwas Angst, dass die anderen es nicht mögen könnten und immerhin kamen die drei aus München und sofort stellte ich mir schnöselige Schickimicki-Menschen mit Ralph Lauren Poloshirts vor. Immer dieses Schubladendenken.

Mit jedem Meter im Flugzeug gen Teneriffa ließ ich dieses Schubladendenken hinter mir und fuhr einer neuen Freiheit entgegen in der ich eine Reiseexpertin für eine Fernseh-Reportage war. Voller Vorfreude kamen wir im Siam Park an.

Der beste Wasserpark der Welt


Der Siam Park gilt als der beste Wasserpark der Welt und ist das ambitionierteste, touristische Projekte der letzten Jahre auf den Kanarischen Inseln. Der Park ist komplett im exotischen Ambiente des alten Königreichs Siam gehalten. Daher auch der Name. Um den Siam Park auch so nennen zu dürfen, musste sich der Eigentümer des Parks – Christoph Kiessling – die Erlaubnis der thailändischen Königsfamilie einholen. Für den Entwurf des Parks wurden sogar zwei Professoren für Architektur und Design der Universität von Bangkok angestellt, damit der gesamte Park authentisch gestaltet wird.

Entstanden ist eine dschungelartige Landschaft mit Tempeln, einem Teehaus, einem schwimmenden Markt und original thailändischen Stelzenhäusern. Das ist ganz schön spektakulär und versetzt uns Besucher in das tropische Grün Thailands.

Bevor ich allerdings in die Wellen starten durfte, standen Videodrehs und Interviews auf dem Plan. Los ging es mit Oile – einer thailändischen Köchin, die mit mir zusammen thailändische Köstlichkeiten kochte und das Zepter total an sich riss. Ich hatte keine Ahnung, wie ich vor der Kamera wirkte, was ich zu tun hatte und wie ich eine Interviewleitung zu gestalten hätte, doch Oile wusste genau, was zu tun war und plapperte munter drauf los. Ab und zu musste ich ihr eine Zutat reichen oder im Wok rühren – ansonsten war ich Statist und genoss ihre Ansagen.

Anschließend war Christoph Kiessling dran, der Eigentümer des Siam Parks. Spontan schüchtere er mich ein und als ich die geschäftigen Mitarbeiter des Parks um ihn herumwuseln sah, spürte ich, dass es ihnen nicht anders ging. Nach zwei Minuten brach er das Interview ab, da auf dem Geländer hinter uns wohl Taubenmist lag. Ist mir gar nicht aufgefallen, aber er wollte diesen Dreck nicht auf einem Video über seinen Park haben. Einen Anschiss späte rückte eine Putzkolonne an, und ich folgte ihm mit dem Kameramann durch den Park. Es war gar nicht so einfach mit dem agilen fünfzigjährigen Schritt zu halten. Er begrüßte Gäste, bückte sich nach am Boden liegenden Zigaretten und redete voller Leidenschaft in knatterndem Ton von seinem Park.

Wir erfuhren, dass der Park über eine eigene Wasseraufbereitungsanlage verfügt, die jeden Tag 700 Kubikmeter Wasser vom Meer in die Anlage pumpt und Salzwasser in Süßwasser umwandelt. Zusätzlich nutzen sie das Wasser aus den Rutschen, um die Pflanzen zu bewässern. Ich war beeindruckt vom nachhaltigen und umsichtigen Konzept des Parks und konnte es kaum noch abwarten, mich endlich selbst in die Fluten zu stürzen.

Meine Highlights im Siam Park 1. Die größte Wellenmaschine Europas im Wave Palace


So ein Reporterleben hat auch seine Vorteile, denn nach unserem Gespräch mit Herrn Kiessling lieh er mir sein Surfboard aus. Er geht selber gerne surfen und legt regelmäßig abends im Wave Pool eine Session ein. Das fand ich ziemlich lässig.

Der Wave Palace ist ein Wellenbad mit einem künstlich angelegten Sandstrand, der auch auf den Philippinen sein könnte und paradiesisch aussah. Die Wellenmaschine kann drei Meter hohe Wellen erzeugen und gilt daher als größte Wellenmaschine Europas. Sie simuliert bis zu vierzig verschiedene Wellenarten, und ich durfte mir aussuchen, ob ich sie als Left- oder Righthander einstelle. Was für ein geiler Spielplatz, und ich wünschte, so etwas gäbe es auch in Berlin.

Die Wellen brachen perfekt und in langen Bahnen zogen sie mich ans Ufer. Ich war im Paradies angekommen und surfte, was das Zeug hielt.

2. Mutprobe am Tower of Power


28 Meter freier Fall und das Ganze mit 60 km/h herunter zu brettern ist nur etwas für Mutige ohne Höhenangst. Also garantiert nichts für mich. Trotzdem durfte ich den „Tower of Power“ drei Mal runterschlittern, damit meine Angst auch auf allen Kanälen fest gehalten wird. Schließlich wurde ich ja für meinen Wasserpark-Test bezahlt.

Der Turm stürzt fast senkrecht in die Tiefe, erst über eine offene Rutsche und dann in einer durchsichtigen Glasröhre unter einem Haifischbecken hindurch.

Der Ausblick auf dem Turm ist grandios. Die Angst ließ mein Herzen pochen, und die letzten Meter zur Rutsche wurde ich immer langsamer. Zwei Rettungsschwimmer empfingen mich an der Spitze und erklärten mir, dass ich auf der Rutsche meine Hände und Arme zu überkreuzen hätte: Würde ich das nicht zu tun, könnte ich mir sehr wehtun hieß es. Das sind ja tolle Aussichten, immerhin wedele ich mit meinen Armen reflexartig meistens, wenn ich von großen Höhen herunterspringen muss. Herr Kiessling nannte das hysterisch, ich nenne es einen Instinkt, der sicherlich mal irgendwann sehr hilfreich war.

Als ich also so da oben stand, mit meinem in die Hosentasche gerutschtem Herz, schoben sich immer wieder verschämt einige Parkbesucher an mir vorbei, um den „Walk of Shame“ nach unten anzutreten. Sie standen zu lange oben und trauten sich dann nicht mehr die Rutsche zu benutzen. Die anderen vor mir ins Nichts hinabstürzen zu sehen und dabei lautstark wie kleine Mädchen zu schreien zu hören half ebenso wenig.

Schließlich war ich an der Reihe und musste mich in eine Art Wanne legen. Ein an die Rutsche angeleinter Lebensretter faltete mir die Arme zusammen und blitzte mich diabolisch an. Er schien richtig viel Spaß dabei zu haben, die Angst in unseren Gesichtern zu sehen. Immer noch grinsend schob er mich an, und ich schrie mir die Seele aus dem Leib. Natürlich gehorchten mir meine Beine und Arme nicht und wild fuchtelte ich herum, um mich an irgendetwas festhalten zu können.

Nach ein paar Sekunden war der Spaß schon vorbei und ich kam mit einigem Tempo aus einer Röhre geschossen im Pool an. Überwältigt überlebt zu haben und mit ganz viel Adrenalin im Blut, war ich mir gar nicht sicher, was passiert und fuhr die Turborutsche noch einige weitere Male, bis ich endlich auch das Glasbecken mit den Haien über mir mitbekam.

Was für ein Höllenritt!

3. Dragon und Kinnaree


Der Dragon ist DIE Hauptattraktion im Siam Park. Dort rutschte ich zu viert in einem runden Schlauchboot einem riesigen Trichter entgegen und dachte ein ums andere Mal aus dem Boot zu fliegen, weil ich gar nicht mehr wusste, wo oben und unten war und klammerte mich fest an die Griffe. Nur nicht loslassen, erinnerte ich mich voller freudiger Panik. Bei der Nerven zerreißenden Fahrt soll man den Zustand der Schwerelosigkeit erreichen, und das glaube ich gerne.

Die Kinnaree-Rutsche ist 25 Meter hoch und auf der 200 Meter langen Turbostrecke kannst du Spitzengeschwindigkeiten von 45 Stundenkilometern erreichen. Von der Art der Rutsche ist sie vergleichbar mit dem Dragon, aber die Geschwindigkeit ist höher und setzt damit noch mehr Adrenalin frei.

Eintrittsgebühren – Stand Juni 2017


Erwachsene: 35 Euro

Kinder: 24 Euro

Öffungszeiten: Montag – Sonntag 10 – 18 Uhr

Der gesamte Park ist sehr gepflegt, sauber und sicher. An jeder Ecke sind Dutzende, gut ausgebildete Rettungsschwimmer stationiert, die an allen Stellen des Areals zu sehen sind. Sie regeln am Start und am Ende jeder Wasserrutsche den Verkehr und vermitteln den Gästen damit permanent ein Gefühl von Sicherheit.

Anfahrt zum Siam Park

Die Anlage im Süden Teneriffas liegt direkt an der Autobahn TF1 in Flughafennähe. Busse fahren den Ort ebenso an wie Shuttles aus den umliegenden Hotels.

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Outdoor-Aktivitäten made in Sachsen: Rings um Leipzig liegt das Leipziger Neuseenland. Einst wurde dort in riesigen Tagebauen Kohle abgebaut. Fast dreißig Jahre später ist davon nicht mehr viel übrig. Vielmehr heißt es tagsüber, Sonne, Strand und Surfen zu genießen, während es abends zum Feiern in die Leipziger Szene geht.

„Kannst du Wind sehen“, fragte mich Sten, mein blonder Surflehrer. Eigentlich dürfte ich alte Surferin von solchen Fragen schon längst nicht mehr verunsichert werden, und doch fühlte ich mich eine Sekunde lang wie Jesus Christus: Klar kann ich Wind sehen – und über Wasser gehen auch!

Der gute Sten meinte natürlich, ob ich die Bewegungen im Wasser sehen kann, die der Wind verursacht. Klar konnte ich das sehen, und ich war froh, dass anscheinend Wind im Anmarsch war. Denn noch lag der Schladitzer See ruhig und unberührt vor mir. Wird wohl nichts mit meiner Privatstunde, um an meiner Technik zu feilen, dachte ich traurig. Egal immerhin befand ich mich draußen inmitten unberührter Natur und hörte den zwitschernden Vögeln zu. Es beruhigt mich immer wahnsinnig, wenn ich Vogelgesang höre.

Pünktlich zehn Uhr morgens stand ich also in Rackwitz am Schladitzer See und wurde von einem strahlenden Sten in Empfang genommen. Wieder einmal fragte ich mich, ob es zu den Grundvoraussetzungen eines Surflehrers gehört, blond und gutaussehend sein zu müssen, um den Job zu bekommen?

Schüchtern wie ich bin, werde ich das wohl nie herausfinden. Da an dem Morgen sowieso nichts los war und wir auf den Wind warteten, standen wir fachmännisch am Ufer und ich ließ mir von Sten die wechselvolle Geschichte des Seenlandes um Leipzig erzählen.

Leipziger Outdoor-Aktivität Nr.1 – Windsurfen


Am Schladitzer See frästen einst gigantische Baggerkolosse Millionen Tonnen Braunkohle aus der sächsischen Erde. Ab 1998 wurde das „Restloch“ des ehemaligen Braunkohletagebaus Breitenfeld geflutet und seit 2003 ist der See zwischen Leipzig und Delitzsch für Wassersportler und Badegäste zugänglich. Im gleichen Jahr gründete Sten mit Freunden zusammen das Camp David Wassersportzentrum am See, das seitdem langsam aber beständig wächst. Auf mittlerweile mehr als 200 Hektar Wasserfläche können sich die Wasserbegeisterten nun austoben und von Windsurfen, Segeln, Standup Paddelboard bis hin zu Apnoetauchen und Tauchen ausprobieren.

Das klingt nach Urlaub. Und genauso hat sich mein Wochenende dort auch angefühlt.

Man duzte sich ganz selbstverständlich und alles, was zählte, war der Spaß am Sport, an der Bewegung und am Wasser. Ich war in meinem Element und wahnsinnig glücklich. Fühlte mich dazu gehörig und konnte nicht glauben, wie unheimlich nett die Leute im Camp waren. Ich komme aus Berlin und die berühmt-berüchtigte Berliner Schnauze hat mich auf Lebenszeit abgehärtet. Viel erwarte ich nicht mehr, und bin schon zufrieden, wenn ich nicht schlecht gelaunt angepammt werde. Umso überraschter war ich von den herzlichen Sachsen, die tiefenentspannt immer zu einem netten Plausch aufgelegt zu sein scheinen.

Davon können sich die hippen Berliner echt mal ‘ne Scheibe abschneiden.

Als der Wind endlich kam, tastete er sich vorsichtig voran, und er war gerade stark genug, um den Wasserstart und Trapezfahren zu üben. Wieder einmal. Ich hatte das Gefühl, dass ich immer das Gleiche übe, und da die zeitlichen Abstände dazwischen so groß sind, kann sich das Gelernte nie wirklich einprägen.

Und auch an jedem Samstag hatte ich nur einen halben Tag Zeit, weil ich am Nachmittag Tauchen gehen wollte.

Windsurfen auf dem Schladitzer See

Wassersport im Camp David by All-on-sea am Schladitzer See
Schladitzer Bucht
Haynaer Straße
04519 Rackwitz
www.campdavid-sportresort.de

Leipziger Outdoor-Aktivität Nr.2 – Tauchen im See


Das erste Mal tauchen in einem heimischen See – das klang zunächst einmal nicht sehr vielversprechend: Kälte, schlechte Sichtweiten und was soll man schon groß sehen in einem Badesee, außer was andere Menschen achtlos weggeworfen haben – meine Schublade von Klischees, in die ich nicht weiter reinschaute, war weit geöffnet

Als ich am Schladitzer See auf Fabian Lehmann traf, änderte sich meine Meinung jedoch schlagartig. Der 29-jährige betreut das Tauchzentrum im Camp David Sportresort und ich merkte sofort wie er für seinen Sport brennt. Fabian war jahrelang Kampftaucher in der Bundeswehr und hat sich nach seinem Studium mit dem Tauchzentrum einen Traum erfüllt

Er erzählte mir mit leuchtenden Augen von den vielen Höhlen und Grubenstollen im Leipziger Umland, in denen er tauchen geht. Viele davon seien noch jungfräulich und warten auf ihre Entdeckung.

Das war eine Nummer zu groß für mich, Fabian wollte mich stattdessen auf einen Ausflug in 25 Meter im Schladitzer See mitnehmen. Als besondere Highlights bietet das tiefe Blau dort ein Autowrack, Wälder und alte Loren aus der Zeit der Braunkohleförderung.

Wenn man normalerweise die Südsee und dergleichen taucht, dann ist ein deutscher See sicherlich kein Höhepunkt in der Taucherkarriere, aber Fabian hatte zwei Wasserscooter startklar gemacht, damit wir am Seegrund wie zwei U-Boote entlangcruisen können.

Das war ziemlich lustig, auch wenn ich Probleme hatte, damit zu navigieren. So ein Scooter hat ziemlich viel Power und mehr als einmal bohrte ich mich fast in den Grund. Ich war überrascht, wie gut die Sicht war und sah mir fasziniert den Unterwasserwald an. Schließlich wurde der See erst vor rund 15 Jahren geflutet.

Wir tauchten im Trockenanzug mit Kopfhaube und Handschuhen, daher spürte ich die frühlingshafte Kälte des Sees kaum. Bestens ausgestattete Tauchbasis!

Tauchen iem Schladitzer See

Wassersport im Camp David by All-on-sea am Schladitzer See
Schladitzer Bucht
Haynaer Straße
04519 Rackwitz
www.campdavid-sportresort.de

Kajak-Tour durch die Wasserstadt Leipzig


Leipzig gilt als Venedig des Nordens und einst galt der Ort als Seestadt. Alte Stiche aus dem 19. Jahrhundert bezeugen das heute noch. Die Mühlgräben von Pleiße und Elster prägten das Stadtbild, doch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil dieser Gräben als Abwasserkanäle genutzt oder ganz zugeschüttet. Erst nach der Wende erinnerten sich die wasserbegeisterten Leipziger daran, was ihnen bis in die 1930er Jahre ungetrübte Bade- und Paddelfreuden bereitete.

Deswegen stand als dritte Top Outdoor-Aktivität in Leipzig eine gemütliche Paddeltour durch die Innenstadt auf der Weißen Elster mit meiner lieben Freundin Sabine auf dem Programm. Es war brennend heiß an jenem Tag und unser Ausflug ins kalte Wasser durch unser gekentertes Kajak eine erfrischende Abwechslung.

Wir starteten unsere Kajak-Tour an der Galopprennbahn am Clara-Zetkin-Park in Leipzig. Auf dem Elsterflutbett ging es weiter auf der Stadtelster, vorbei an den Buntgarnwerken in Schleußig. Am Verleih hieß es, wir sollten unbedingt auf dem Karl-Heine-Kanal bis zum Stelzenhaus paddeln. Das verpassten wir allerdings völlig, und fuhren einfach fröhlich weiter auf der Weißen Elster – immer in der Annahme, dass wir uns auf dem berühmten Karl-Heine-Kanal befinden würden. Ich war von den alten, ausgebauten Industrie- und Wohnhäusern mit wild bewachsenen Balkonen, die bis über den Kanal gebaut wurden, begeistert.

Allerdings wunderten wir uns schon darüber, dass wir die Stadt sehr schnell hinter uns ließen und der Fluss in einer schnellen Strömung endete.

Wir bündelten alle unserer Kräfte und paddelten gegen die Strömung an. Keine smarte Idee, da wir uns völlig verausgabten und irgendwann beschlossen, unser Kajak über die Stromschnelle zu tragen. Barfuß kämpften wir uns über den Schotter und ließen uns nicht von versackenden Knöcheln bezwingen. Dabei versackte Sabine bis zur Hüfte im Sumpf und es stank bestialisch nach Schlamm. Wenn wir dort noch eine Leiche gefunden hätten, wäre ich nicht überrascht gewesen – so furchtbar war der Geruch. Wir klammerten uns aneinander und versuchten uns gegenseitig zu helfen, und schließlich schaffte ich es, Sabine wieder aus dem Schlamm zu ziehen ohne selber abzutauchen.

Ein mitleidig dreinblickender Leipziger konnte unser Trauerspiel schließlich nicht länger mitansehen und schrie uns vom Ufer entgegen, dass es keinen Sinn machen würde an der Stelle weiter zu gehen. Die Stromschnellen würden nicht aufhören und ohne Paddelkraft, die wir anscheinend nicht hatten, würden wir an dieser Stelle stecken bleiben. Wir waren wohl auf dem falschen Weg und erst später beim Zurückfahren fanden wir heraus, dass wir in eine unscheinbare Abzweigung hätten einbiegen müssen, die der Karl-Heine-Kanal anscheinend war.

Für die rund sieben Kilometer brauchten mehr als vier Stunden, und wir waren anschließend völlig fertig. Zwei Mädels ohne Ortskenntnisse und mit wenigen Muskeln in den Schultern ist keine gute Idee, aber Spaß gemacht hat es trotzdem mega!

Kajak-Tour in Plagwitz

Bootsverleih im Scheibenholz direkt im Clara-Zektin-Park nahe der Galopprennbahn
Rennbahnweg 2a
04107 Leipzig

* Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung des Sachsen Tourismus. Vielen Dank dafür!

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Du willst endlich deine Träume wahr werden lassen und ein Jahr auf Weltreise gehen? Aber deine Freunde und Familie raten dir davon ab? Sagen sie dir, dass du doch nur vor etwas davon läufst und endlich erwachsen werden sollst? Dann wird dir mein Artikel helfen, nicht länger auf diese gut gemeinten Ratschläge zu hören, sondern dein Ding durch zuziehen – egal, was die ganzen Zweifler dir einreden. Lese dazu auch meinen Artikel darüber, warum es kein perfektes Timing für eine Reise gibt.

Wie jeden Morgen klingelte der Wecker, und müde schlug ich mir noch einmal die Decke über den Kopf. Ich wollte der Welt noch ein wenig entkommen, und mich in meine warme Traumwelt flüchten. Ein weiterer Tag voller quälender Routine, sinnloser Meetings und noch sinnloserer Aufgaben stand bevor, und ich hatte absolut keinen Bock.

Snooze-Modus an, zehn Minuten später das gleiche Trauerspiel.

Irgendwann siegte wie jeden Morgen doch der Wille über das Gefühl. Wie eine fremdgesteuerte Puppe quälte ich mich aus dem Bett und schleppte mich zur Arbeit. Mein Herz blieb jedoch dort liegen. Träumte sich weit weg und fantasierte von wilden Abenteuern an exotischen Orten.

So vergingen die Jahre und flossen an mir vorbei wie ein langer, trüber Fluss. Immer mit dem Fokus, es irgendwann doch einmal zu probieren, dieses Abenteuer. Wenn ich genügend Geld zusammen hätte. Wenn ich einen Mann gefunden hätte, der mich mitnimmt. Wenn ich einen Plan hätte, womit ich mein Geld verdienen könnte. Wenn ich genug vorgesorgt hätte. Es gab eine Menge „Wenns“ in meinem Leben, und mit den Jahren türmten diese sich wie eine Mauer vor mir auf und wurden scheinbar unüberwindbar.

Wenn ich nicht aufgepasst hätte, dann würde ich mein Leben immer noch in dieser gelangweilten Routine verbringen.

Ist das Leben eine Durchhalteparole?


Finde dich damit ab. So ist das eben, wenn man erwachsen ist und Verantwortung übernehmen will. Du kannst nicht ewig so tun, als seist du 23. Was willst du denn noch? Du hast doch einen gut bezahlten Job und 30 Tage Urlaub im Jahr. Was du willst, gibt es nicht.

Kennst du diese Durchalte-Parolen? Wie ich diese gut gemeinten Ratschläge von Freunden und Familie gehasst habe. Als ob ich mir nicht selber die meisten Gedanken darüber gemacht hätte!?!

Ich fragte mich so lange, warum sie sich einfach so abfinden können mit ihrem „Erwachsenenleben“ und ihre Kindheitsträume begraben. Fragte mich, warum mir das nicht gelang. Wie ein Stachel im Schuh, der immer mehr kratzte, konnte ich den Schmerz irgendwann nicht mehr ertragen.

Eines Tages wachte ich auf und konnte einfach nicht mehr. Die Vorstellung, mein Leben lang auf die Wochenenden und Urlaube hin zu leben, machte mich fertig. Noch dreißig Jahre meines Lebens für die Träume anderer Menschen aufzugeben. Oder mit Menschen zusammenzuarbeiten, die sich damit abgefunden haben – ich wollte das nicht mehr.

„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen.“
– Anais Nin

Ich wollte blühen. Ich hatte eine riesige Sehnsucht nach dem Leben und wollte nicht in einem dunklen Büro versauern und nur jammern über die vielen Möglichkeiten, die hätte sein können.

Wer hat schon als Kind davon geträumt, einmal in grauen Büros zu sitzen? Acht Stunden auf einen Computer zu glotzen und abstrakte Bildschirmarbeit zu leisten. Um am Ende des Tages nicht wirklich zu wissen, welchen Sinn der Tag eigentlich gehabt hat.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich erinnere mich noch genau daran, wie wild und leidenschaftlich ich als Kind war: Ich war kaum zu bändigen. Kein Baum war zu hoch und kein Graben zu groß. Ich spielte fangen und verstecken und dachte mir lustige Spiele aus. Überhaupt spielte ich so gerne, dass ich unbedingt Kindergärtnerin werden wollte, damit ich später als Erwachsene jeden Tag weiter spielen könnte. So war der Plan. Hatte mir geschworen, nie eine von den langweiligen Erwachsenen zu werden, die den ganzen Tag nur rumsitzen und reden und nichts machen.

Das Leben leitete mich dann auf eine Menge Umwege und Abzweigungen, die mich manchmal noch weiter weg von meinen ureigenen Träumen und Sehnsüchten führten. Aber über solche Umwege findet deine Seele immer wieder den Weg zu dir. Und führt dich auf den richtigen Weg.

Der Tag an dem ich verstand, was mich glücklich machte


Und bei mir waren es eben, dass mich reisen glücklich macht und Surfen ebenso, das mich vor einem Leben in Eintönigkeit rettete. Beim Surfen fühle ich mich frei und eins mit der Welt. Ich surfe nicht besonders gut, aber ich liebe es! Und ich wollte mehr davon. Und all jene Menschen, die mir immer wieder einreden wollten, dass ich nur davonlaufe und mit 35 eigentlich schon viel zu alt sei, um solch ein Lotterleben zu führen, sollten sich daran erinnern, dass sie nur sehr kurze Zeit hier auf der Erde sind und ihre Zeit nicht mit Gedanken an eine vermeintlich sichere Rente in 30 Jahren verschwenden sollten.

Das hat nichts mit Sorglosigkeit zu tun, sondern mit Achtsamkeit seiner Gefühle und Sehnsüchte gegenüber sich selbst zu tun. Ich mache mir selber die meisten Gedanken über meine Zukunft und brauche dazu nicht auch noch andere gut gemeinte Ratschläge. Fast täglich erhalte ich Emails und Kommentare von anderen Reisenden hier auf happybackpacker mit denselben Gewissensbissen und Hindernissen.

Ich muss immer noch arbeiten regelmäßig arbeiten, um genügend Geld auf die Seite zu legen für meine Projekte und Reisen – nein der Blog wirft nicht genug Geld ab, um dauerhaft zu reisen. Aber ich vergeude nicht mehr viel Zeit mit Situationen, die mir nicht gut tun. Wir alle haben Verpflichtungen, und irgendwann kommt immer der Moment, an dem das liebe Geld ein Thema ist. Aber seitdem ich meine Einstellung geändert habe und weiß, wofür ich arbeite und mir zeitliche Grenzen setze, macht alles viel mehr Sinn!

Es gibt Tausend Möglichkeiten, deinen Weg zu gehen, und lasse dir von niemanden einreden, dass das, was du willst, nicht in Ordnung sei.

Lieber Leser, bitte höre nicht darauf und lerne, dich von den Erwartungen anderer freischaufeln. Die gut gemeinten Ratschläge deiner Eltern, Freunde oder Lehrer spiegeln nur deren eigenen Ängste wider und nicht die absolute Wahrheit!

Wenn jemand dir sagt, das geht nicht, denke daran, es sind seine Grenzen, nicht deine.

Der Drang zu reisen, fremde Kulturen kennenzulernen, fremde Gerüche aufzusaugen, am Strand zu sitzen und auf das Meer zu starren, Neues zu lernen ist zutiefst menschlich und sicherlich kein Davonlaufen vor Problemen. Als kleine Kinder waren wir alle Abenteurer, die es nicht erwarten konnten, dass der Tag beginnt und wir Neues entdecken konnten.

Dieser kleine Entdecker schlummert immer noch in dir! Er ist da, und hat nur vergessen, wie es sich anfühlt etwas Neues auszuprobieren.

Es ist an der Zeit, ihn wieder zu würdigen. Laufe nicht davon sondern dem Leben entgegen. Es gibt schon genügend wandelnde Leichen, die sich jeden Tag wie fremd gesteuert zur Arbeit schleppen.

Pass gut auf dein Leben auf! Du hast nur eines – werfe es nicht weg an falsche Ziele!

Für deine Reise empfehle ich Dir die Gratis-DKB Kreditkarte, mit der Du weltweit Geld abheben kannst – völlig umsonst!

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Ein Wochenende in Istanbul: Das bedeutet zwei Kontinente an zwei Tagen, rund 18 Millionen Einwohner und unzählige Eindrücke. Zeit zum Schlafen bleibt kaum in dieser schillernden Metropole am Bosporus, aber wer braucht das schon? Mit meinen Highlight- Tipps für einen Zwei Tage-Aufenthalt in Istanbul holst du das Beste für dich heraus!

Wenn du den Bosporus überquerst, stehst du mit einem Fuß in Europa und mit dem anderen schon in Asien. Während meiner Fahrt vom Flughafen durch das moderne Häusermeer fühlte ich mich allerdings mehr an heimische Gefilde erinnert. Orientalische Märchenkulisse? Byzantinischer Zauber? Fehlanzeige!

Wolkenkratzer, schicke Blumenkübel, unvermeidliche Starbucks-Cafés und modern gekleidete Menschen, die an mir vorbei hasteten oder auf ihre Smartphones starrten. Von der langen und stolzen Geschichte Istanbuls, die von den alten Griechen, Persern, Römern, Byzantinern, Türken und Händlern der Seidenstraße beeinflusst wurde, spürte ich nicht viel.

Und auch von Krise oder Ausschreitungen war nichts zu merken. Viele hatten mich gewarnt, die Türkei sei zu gefährlich. Die Angst vor Anschlägen oder verrückten Aktionen vom türkischen Präsidenten Erdoğan sitzt tief im Westen. Doch ich denke, gerade jetzt sollten wir in die Türkei fliegen. Das Land ächzt unter den ausbleibenden Touristen und viele Geschäfte, Hotels und Restaurants mussten im Zuge dessen schon schließen.

Nur drei Flugstunden von Berlin entfernt, fühlte sich die Stadt zunächst wie jede andere europäische Großstadt an. Ein leichter Meereswind wehte durch die Metropole, und ich hatte 48 Stunden Zeit, um die Millionenstadt näher kennenzulernen.

Dabei wurde mir sofort klar, dass ein Wochenendbesuch in Istanbul beileibe nicht ausreichen würde, um die ganze Schönheit und kulturelle Vielfalt dieser Stadt zu entdecken. Aber das Tolle an Istanbul ist, dass viele Sehenswürdigkeiten wie die weltberühmte Blauen Moschee und die Hagia Sophia sich alle nah beieinander finden.
Also los geht’s auf meinem Rundgang durch Istanbul und seine Sehenswürdigkeiten.

1. Die Blaue Moschee


Die Blaue Moschee mit den sechs Minaretten heißt eigentlich Sultan-Ahmed-Moschee. Wenn du nur eine Sehenswürdigkeit aussuchen kannst, dann ist die Blaue Moschee definitiv der Ort, den gesehen haben musst. Sie gilt als Istanbuls Hauptmoschee und ist ein Hauptwerk osmanischer Architektur. Ihre sechs Minarette dominieren die Skyline von Istanbul und weist von weit her den Weg. Die Blaue Moschee wurde im Jahr 1616 fertiggestellt und wetteifert dank der Farbe ihrer Fliesen an der Kuppel mit dem Himmel und dem Meer.

Im Innern erfuhr ich schnell, wie die Blaue Moschee zu ihrem Spitznamen kam: Unzählige blau-weiße Fliesen schmücken die Kuppel und den oberen Teil der Mauern der Moschee.

Um in die Moschee zu gelangen wanderten die Besucher zunächst allerdings in einer langen Warteschlange bis zu einem Raum, in dem Kopftücher und Tuniken verteilt wurden, um angemessen bekleidet die Moschee zu betreten. Das Haar und die Haut müssen nämlich beim Betreten einer Moschee bedeckt sein – zumindest für mich als Frau. Beeindruckt dachte ich an das Theater im Vatikan zurück, in den ich bei einem Besuch nicht herein gekommen war, bis ich mir ein T-Shirt kaufte und noch einmal neu in die Schlange einreihte.

Blaue Moschee Adresse:
Sultan Ahmet Mahallesi
Atmeydanı Cd. No:7
34122 Fatih

Blaue Moschee Öffnungszeiten:
Rund um die Uhr

2. Die Hagia Sophia – Die heilige Weisheit


Die Hagia Sophia liegt nur einen Steinwurf von der Blauen Moschee entfernt. Als die Hagia Sophia erbaut wurde, war sie die größte, höchste und bedeutendste Kirche im Byzantinischen Reich und der religiöse Mittelpunkt der Orthodoxie. Sie stammt aus dem 6. Jahrhundert und ist das letzte große Bauwerk der Spätantike. Ich stellte mir vor, wie 600 nach Christus die Germanen noch in Höhlen lebten, während hier in Istanbul die Menschen zu solchen Bauwerken fähig waren. Übrigens wurde die Sophienkirche unter Sultan Mehmed II. im Jahr 1453 in eine Moschee umgewandelt und wird heute als Museum genutzt.

Mein Rundgang durch die Hagia Sophia ließ mich atemlos zurück – die Größe, die Mosaiksteine, die wunderbare Kuppelbasilika zeigen das Beste aus der östlichen und westlichen Welt. Licht fiel wie ein göttlicher Fingerzeig durch eines der himmelhohen Fenster bis auf den Boden. Selten fühlte ich mich so klein und unbedeutend angesichts der Dimensionen.

Must To:
Das Deësis-Mosaik darfst du auf keinen Fall verpassen. Es stammt wohl aus dem Jahr 1261 und wurden in Auftrag gegeben, um zum orthodoxen Glauben zurückzukehren.

Mein Tipp: Aus einem der oberen Fenster hast du den besten Blick auf die Blaue Moschee.

Hagia Sophia Museum Adresse:
Sultan Ahmet Mahallesi
Ayasofya Meydanı
34122 Fatih

Hagia Sophia Öffnungszeiten:
25. Okt-15. Apr 9 – 17 Uhr
15. Apr-25. Okt 9 – 19 Uhr

Eintritt
40TL

3. Die Basilika Zisterne


In direkter Nachbarschaft an die Hagia Sophia befindet sich die Basilika Zisterne – die auch als „Versunkener Palast“ bekannt ist. Sie wurde im dritten und vierten Jahrhundert als Wasserspeicher für den Großen Palast angelegt. Sie hat wohl ein Fassungsvermögen von 80.000 Kubikmeter und ist 138 Meter lang. Das Wasser diente zur Versorgung des kaiserlichen Haushaltes und wurde über Aquädukte aus einem zwanzig 20 Kilometer entfernten Waldgebiet herangeschafft, da die Altstadt über keine eigenen Quellen verfügte.

Der Eingang ist unscheinbar, und wenn du nicht aufpasst, könntest du daran vorbei laufen. Die Zisterne entführt in die Unterwelt von Istanbul und ist eine angenehme Abkühlung im hitzigen Istanbul. Als besondere Attraktion gelten die beiden aus Stein gemeißelten Medusenköpfe, die als Sockel für zwei Stützpfeiler dienen. Der Legende nach stehen sie auf dem Kopf, um den tödlichen Blick der Medusa zu entkommen. Aber wahrscheinlicher ist, dass sie umgedreht wurden, um an die Säulen anzupassen.

Zisterne Istanbul Adresse:
Alemdar Mahallesi
Yerebatan Cd. 1/3
Sultanahmet
34410 Fatih

Öffnungszeiten:
Täglich 9 – 19 Uhr

Eintritt:
4 Euro

4. Taksim-Platz und Gezi-Park

Der Taksim-Platz mit dem anliegenden Gezi-Park ist wohl weltberühmt seit der Park im Mai 2013 Ausgangspunkt landesweiter Proteste war. Als ich jedoch auf dem Platz stand, spürte ich von der allgemeinen Unzufriedenheit mit der türkischen Regierung und dem regierenden Ministerpräsidenten nichts. Ein paar Verliebte saßen auf Bänken, ein Brunnen plätscherte vor sich hin und ein paar junge Leute hingen ab. Gezi bedeutet wohl so viel wie “Spaziergang” und genau danach sieht der Park auch aus. Die Luft war warm, eine riesige türkische Fahne hing etwas abendmüde am Rande des Taksim-Platzes.

Ich wunderte mich, warum auf dem berühmten Taksim-Platz tote Hose angesagt war. Erfuhr allerdings, dass das gesamte Areal am Platz von Polizisten in Zivil überwacht wird. Jeder, der auf die Idee kommt, spontan gegen Erdogan zu demonstrieren, würde ziemlich schnell im Knast landen.

5. Eine Fahrt über den Bosporus


Auf deiner Istanbul Bucket Liste sollte unbedingt eine Fahrt auf dem Bosporus stehen. Die Tour durch die Meerenge zwischen Europa und Asien ist Gold wert. Vorbei ging es am Sultanpalast Dolmabahce, unter der 105 Meter hohen Bosporusbrücke hindurch. Was für eine Pracht! Wir fuhren an pompösen Palästen, die Sultane, Großwesire und andere Würdenträger der Osmanen bauen ließen, vorbei. Ich bestaunte die Pools der hochpreisigen Hotels, an denen wir vorbeizogen, und hippe Nachtclubs, die bei Tag verträumt zu schlafen schienen. Da wundert es mich nicht, dass die Mietpreise am Bosporus einem die Tränen in die Augen steigen lassen. Denn wohnen will jeder am Bosporus, bezahlen können es allerdings nur die wenigsten.

Mein Tipp: Eine gute Strecke ist die Fahrt über das Goldene Horn, um in den angesagten Stadtteil Karaköy zu gelangen. Jeder, der etwas auf sich hält, hängt in Karaköy herum: Neue Geschäfte eröffnen überall, trendige Clubs und Rooftop Bars pflastern das Viertel.

Dabei ist das Goldene Horn eine rund sieben Kilometer lange Bucht am Bosporus und wird von fünf Brücken verbunden. Es trennt den europäischen Teil der Metropole in einen südlichen und nördlichen Bereich. Im südlichen Teil liegt der historische Stadtkern – also den Stadtteilen Fatih und Eminönü – und im nördlichen Teil liegen die an Galata anschließenden Stadtteile.

Bootsfahrt über den Bosporus: Die Anlegestelle der städtischen Fähren heißt Bogaz Hati, eine einfache Fahrt kostet um die 3,50 Euro.
Abfahrtzeiten Juni – September: 10:35 Uhr / 11:35 Uhr / 13:35 Uhr
Abfahrtzeiten Oktober – November 10:30 Uhr / 13:30 Uhr
Abfahrtzeiten Dezember – März 10:30 Uhr

6. Grandiose Aussicht vom Galata Turm


Der Galata Turm ist eine weitere kultige Sehenswürdigkeit in Istanbul und liegt im geschäftigen Karaköy – Galata-Viertel. Der Turm wurde 1348 erbaut und lange Zeit das höchste Gebäude der Stadt. Überhaupt sind die Gebäude in Istanbul furchtbar alt.

Bei den vielen Auseinandersetzungen und Kriegen in der Stadt ein Wunder, dass diese unglaublichen Häuser, Türme und Paläste unbeschadet die Wirren der Geschichte überstehen konnten.

Mein Tipp: Vom Turm gibt es die beste Aussicht auf die Metropole.

Galata Turm Adresse:
Bereketzade Mahallesi
Galata Kulesi
34421 Beyoğlu

Galata Turm Öffnungszeiten:
Täglich 09 – 19:00 Uhr

Eintritt:
6,50 Euro

7. Shoppingtour in Istanbul


Wer wissen will, wie Orient und Okzident aufeinanderprallen und in wunderbarer Eintracht miteinander leben können, ist an der Istiklal Caddesi genau richtig: Auf der drei Kilometer langen Einkaufsstraße Istanbuls wird tagsüber geshoppt bis zum Umfallen und abends gefeiert. Burger King verkaufte seine Burger neben einem türkischen Baklava-Händler. Kunstvoll wurde in alter Tradition Eis herum geschleudert, so dass ich Angst hatte, mein Eis würde auf der Straße landen und nicht in meiner Waffel. Frauen mit Kopftüchern kauften im TopShop neben Frauen in Mini-Röcken ein.

Transvestiten liefen in einer kleinen, von Polizisten geschützten Demo vor prächtigen Jugendstilgebäuden – Ihr Auftritt schien hier niemanden zu interessieren. Konsulate und Kinos neben Erotik-Shops.

Schon nach kurzer Zeit im Menschenstrom dröhnte mir der Schädel vom Stimmengewirr und der Musik, die aus jedem Laden schallte. Dazu kamen die gesungenen Gebete der Muezzins, die fünfmal am Tag aus den Lautsprechern der Moscheen schepperten.

8. Der Große Basar von Istanbul


Auf zum Basar! Bis zu einer halben Millionen Menschen schieben sich täglich durch die Gassen des Großen Basars in Istanbul – und ich war eine von ihnen. Der Große Basar ist der älteste und größte überdachte Markt der Welt. Unter einem Gewölbe, das 64 Straßen überdacht, kann man in mehr als 4000 Geschäften eine Unmenge an sehr schönen und sehr scheußlichen Dingen erstehen. Beim Betreten des quirligen Basars war ich einmal mehr überwältig und vergaß spontan, was ich eigentlich kaufen wollte. Das Gewirr der Gassen, die Menschen, Gerüche und der Lärm überwältigten und erdrückten mich. Es gab Fake-Taschen, Fake-Düfte und Fake-Schuhe, bis das Auge müde wurde. Seifen, Gewürze und getrocknete Früchte. Uhren. Lederwaren, Gold in rauen Mengen.

Ich hasse es zu feilschen und traute mich meistens nicht an die Auslagen heran, da ich vom vielen Geschrei und Preisdrücken kaum Luft bekam. Also wäre ein Kurs im Feilschen angebracht.

Der Große Basar Adresse:
Beyazıt Mh.
34126 Fatih

Mein Tipp: Der Gewürzmarkt – oder auch Ägyptische Markt genannt ist der perfekte Ort, um Süßigkeiten, Nüsse, getrocknete Früchte zu kaufen. Er befindet sich am Eminönü-Platz gleich rechts der Neuen Moschee.

Gewürzmarkt Adresse:
Rüstem Paşa Mahallesi
34116 Fatih

9. Ausgehen in Istanbul


Nach einem langen Tag Sightseeing schmerzten meine Füße, und ich wollte vor Erschöpfung nur noch ins Bett. Aber ich war auch auf das legendäre Istanbuler Nachtleben gespannt und zwang mich nach einer vollen Dröhnung Mokka in den 360 Istanbul – Club. Das Restaurant, die Bar und die Lounge sind im Penthouse eines Stadthauses aus dem 19. Jahrhundert untergebracht und die Hauptattraktion ist, der Name sagt es schon, die phänomenale Rundumsicht über den Bosporus. Die Menschen sind schön, es duftet nach schweren Parfums und Champagner, aus den Boxen dröhnen die Bässe – die Istanbuler können tanzen, als gäbe es kein Morgen.

Adresse:

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